Der Schild
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- Der Schild
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- 1938-11-04
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- German
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günstige» Miktelsatz von 15,<56% fnr fcta fehlenden Gebiete ein, so ergibt sich ein Plus von 11975 Kriegsteilnehmern, fodaß man zu einer Gesamtzahl von 96327 jüdischen Kriegsteiluehmern kommt. Hiernach haben annähernd IVOOVO Juden am Feldzuqe teilaenommen. - Rechnet man von der Gesamtzahl der deutschen Juden, die 1914 ungefähr, den Bevölkerungszuwachs eingerechnet, 620000 Seelen betrug, dis Anzahl der reichsfremden Juden ab, so verbleiben höchstens 555000 de» tsche Juden, denen 96000 deutsche jüdische Soldat en gegenüb er stehen. Mit anderen Worten: 17,30% ülltt deutschen Juden, oder jeder sechste deutsche Jude hat am Kriege teilgenommen. Von diesen 96000 Kriegsteilnehmern nach grundlegender Statistik: aller jüdischen Kriegsteilnehmer in derGefahrzsne, tZ0j0 waren Kriegsfreiwillige, Über 12000 jüdische Kriegsteilnehmer , sind gefallen, - 35 OOO sind kriegsdekoriert, darunter über IOOO mit dem E.-K. I, LZ TOT sind befördert wordey, darunter mehr als . 2000 zu Offizieren. (Nach d«n Untersuchungen de» DLreklorS deS Statistischen Am» der Sradt Berlin!) Sehr wichtig für diesen Fragenkomplex ist eine neu erschienene Schrift „Konfessionelle Militarstatistik" von R. E. May, erschienen bei I. C. B. Mohr in Tübingen (1923). R. E. May stellt fest, daß der P r 0 - zZntsatz der Katholiken im Heere relativ ein größerer ist, als der Pro;entsatz in der Bevölkerung, und daß der Prozentsatz der Gefallenen bei den Soldaten katholischer Konfesston ßrößer ist, als bei den Soldaten evangelischer Konfession. Es liegen dafür verschiedene Gründe vor, die der demographischen Struktur der einzelnen Bevölkerungsteile entsprechen, aber diese Gründe wirken noch tiefer und starker bei Juden und jüdischen Soldaten. Daher müsse die Zahl der Juden im Heere hinter dem Prozentsatz in der BevoBernng zm'MMiöen ttt& anch Acht der Gefallenen könnte aus den erwähnten Gründen nicht den gleichen Prozentsatz der Gefallenen der anderen Konfessionen erreichen. (Landbevölkerung hauptsschlich katholisch, stellt weit mehr feldzugsfähige und daher im Gefahren risiko stehende Teilnehmer, als die Stadtbevölkerung. Hierbei bleibt noch die Bildungsschicht zu berücksichtigen, die bei den Evangelischen 6 mal so breit ist wie bei den Katholischen und bei den Juden l2 mal so breit wie bei der katholischen Bevölkerung. Naheliegend« Wirkung für die KriegLverwendungöfähigkeit!) DieserHinweis dürfte wohl genügen,um zu zeigen, daß die Inden ihrer demographischen Struktur entsprechend mehr Kriegsopfer aufgebracht haben, als ihrer Zahl nach zu erwarten war. Heiße Vaterlandsliebe und der Ansporn, mehr zu tun, als nur ihre Pflicht, haben die jüdischen Soldaten immer wieder und wieder z» treuester Pflichterfüllung angetrieben. Verlustzahlcn einiger jüdischer Gemeinden. •£MtMtOWT v. 4500 jttd. Bewohn. 89 gef.— 2 Peez. Erfurt „ 800 „ „ 28 „-3,5, Bielefeld „ 847 „ „ *s „ - 3,5 „ Breiueu „ 1300 jüdischen Gememdemitgliedern, , find 90 im Felde gewesen (d. h. 3 % der männlichen MWiÄ>er). — Gefallen: 28 d. h. 2,2% der gesamten Gemeinde. — Dekoriert mit dem Eis. Kreuz! w u r d e n 5. Aus der Gemeinde waren 388 jüdische Soldaten in der Front gewesen, davon sind 70 den Heldentod gestorben, d. h. 18% aller Frontkämpfer, wobei jene unberücksichtigt geblieben sind, die nachweislich in Lazaretten einer Krankheit erlegen sind. 99 jüdische Soldaten wurden verwundet, d. h. 31,73°/«. £u6CCf. Die Anzahl der in Lübeck ansässigen Juden betrug 1914 sechshundert. Davon nahmen am Kriege 106 Juden teil. 17 davon sind vor dem Feinde gefallen, zwei sind an der Front gestorben, §6 Teilnehmer wurden verwundet. 01O$(Ul hat 16 gefallene Soldaten von 15s jüdischen Familien zu beklagen, ca. 70 jüdische Frontsoldaten vom Gemeinen bis zum Offizier der Gloganer Gemeinde waren im Felde. lgi jüdische Helden sind gefalle» (s. Kriegsgedenkbuch des R.j.F. Ortsgruppe Düsseldorf).