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Central-Verein-Zeitung · 1924-04-17 · 16 (17.4.1924) · p. Seite 210

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
3 (1924)
Issue
16 (17.4.1924)
Date
1924-04-17
Page
Seite 210 (sequence 10)
Language
German
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210 Mn« Chronik. Die AgrrdaK Jisroel-JugenvorgarrisaLrorr hat di« Gründuns eines Ferienheims, -es „Agudah-Fetienheims", in die Wege geleitet, Las Mischen Ansestellten, die rituell verpflege zu sein wünschen, ohne Rücksicht ans ihre ParteizugshürtgkiL zu billigen Preisen einen Ferienaufenthalt ermöglichen soll. Mitglieder können alle Mischen Firmen Deutschlands werden. Durch die Erwerbung der Mitgliedschaft Lurch Firmen sind alle Angestellten der betreffenden Firma berechtigt, von den Institutionen des Agudah-Ferienheims voll Gebrauch zu machen; anderseits-können auch einzelne Angestellte die Mitgliedschaft und damit das Recht, Las Ferienheim aufzusuchen, erwerben. — Den Bevern Anfchei°LheFeD (Brüder Lev Wohltätigkeit e. V.> veranstaltete in den Räumen des Gemeindehauses Groß-Berlin eine Mitgliedevv ersam-rnlung, in der Rabbiner Dr. Silberberg über „Weltenschmerz und Lebensfreude" sprach. Der Verein bezweckt, jüdische Flüchtlinge aus Stadt und Provinz Posen zu gemeinsamer Arbeit und zur Förderung der Geselligkeit um sich zu sammeln. Noch in diesem Sommer wird er die Pflege der Gräber der in Posen begrabenen Mischen Deutschen besorgen lassen. — Die ZerrtralwohlfachrtsfLelle dev Deuts«Herr Juden teilt aus der Arbeit in der letzten Zeit mit, daß das amerikanische Zoint Distribution Committee dem Reichsausfchuß jüdischer Gemeinden Deutschlands erneut 100 000 Dollar für Las nächste halbe Jahr zur -Verfügung gestellt habe. Außerdem hat das American Joint Distribution Committee der Zentralwohlfahrtsstelle für ihre ernste und erfolgreiche Arbeit bei der Verteilung seine ganz besondere Anerkennung ausgesprochen. Vom Reich sind die letzten Zuschüsse auf Hrrrnd von § 61 des Finanzausgleichsgesetzes an die ZentralwohlfahrtsstellL für die jüdischen Einrichtungen übermittel Worden. Auf dem Gebiet der Sozialreform macht die Arbeit wertere Fortschritte; so wurde vor allen Dingen die Frage der Satzungsr eform und Wirtschaftsführung in den Anstalten 'behandelt. Die Satzungen sämtlicher Jugendwohl-fahrtsanstalLen wurden sorgfältig durchgearbeitet; in Zukunft sollen Satzungsbestimmungen der Aufnahme hilfsbedürftiger Kinder nicht hinderlich sein, so daß eine ökonomische Ausnutzung der vorhandenen Einrichtungen möglich wird. Auch die Frage der Ausbildung von An stalts erzi ehun gs p ersonalist sehr gefördert worden und es hat sich bereits eine ganze Reihe von Anstalten zur Aufnahme und Ausbildung von Speziallehrlingen bereit erklärt. Die Hrushaltungsschule in Frankfurt hat unter Dtttwirkung des Jüdischen Frauenbundes und dev Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden einen rm Mai beginnenden Kursus, der für die Anstaltsarbeit vorbereiten soll, eingerichtet. Eine Zusammenfassung der Mädchen zur Ausbildung in der Hauswirtschaft bildet schließlich der Verein zur Ausbildung jüdischer Hausbeamtinnen. herrscht ohne Zweifel ein lebendiger Drang nach praktischer hauswirtfchaftlicher und pädagogischer Ausbildung, so daß der Mangel an gut vorgebildetern Anstaltspersonal hoffentlich bald beseitigt wird. — Die Hochschule für die Wissenschaft des Judentums hat dem bekannten Philologen und Talmudforscher Dr. Z. N. Epstein einen Lehrauftrag übertragen. Das Sommerhalb-- jahr der Hochschule beginnt am Dienstag, 29. April. Es werden wiederum Vorlesungen und llebungen aus den verschiedensten Gebieten der Bibel- und Talmudforschung der jüdischen Religions- und Literaturgeschichte gehalten. Auch die Präparandie beginnt neue Kurse. Vom 11. bis 17. Juni wird ein Ferienkursus stattfinden, zu dem Anmeldungen baldigst an das Sekretariat Berlin dl, Artillerieftraße 14, zu richten sind. Antworten. An unsere Mitglieder! Am die Bibliothek unserer Zentrale zu vervollständigen, bitten wir herzlich, uns Herzls „Tagebücher" und das „Tagebuch eines Philosophen" von Keyserling für die Bibliothek zur Verfügung zu stellen. R. L., Wittenberge. Den anläßlich des zehnjährigen Hochzeitstages des Kaufmanns Ludwig Beuger in Wittenberge zugunsten des Wahlfonds gesammelten Betrag von ISS Mark haben wir mit bestem Dank empfangen. W. G., Bonn,' nnd F. G«, Breslau. Wir stellen fest. Laß die Liste der gefallenen jüdischen Soldaten iw Ostafrikar unvollständig war. Wie wir erfahren, ist außer den dort Genannten noch Fritz Gumpertz, bei dev Artillerieabteilung Nord, rm Fahre 1916 am Schwarzwafferfieber gestorben; außerdem ist der Vermessungsgast Fritz Simenauer im Jahre 1817 beim Sturm auf das Fort Usambe durch Volltreffer gefallen. Aus den Briefen dieses Gefallenen geht hervor, daß noch mehrere Zuden in der dortigen Armee kämpften. ff. Eissinsen. Sie bitten uns um Aufnahme folgender Richtigstellung: Dev Äurverein (G. 93.), Bad Krssingen, bedauert, daß im „Israelitischen Familienblatt" antisemitische Vorkommnisse beim „Deutschen Tag" und in den Wintermonaten entstellt worden sind^ Cr erklärt, daß ev stets bemüht fein werde, die Gäste vor Belästigungen, von welcher Seite sie auch kommen mögen, so weit es in seinen Kräften steht, zu schützen, und daß er sich wie bisher von jedem politischen Entschluß fernhalten werde. Dis verschiedenen Parteivorstande haben dem Kuroerein die Erklärung abgegeben, die Wahlpropaganda in einer Weife zu führen, daß Kurgäste nicht belästigt werden. — Zu mündlichen und schriftlichen Auskünften über die dortigen Verhältnisse ist der Vorsitzende der Kiffmger Ortsgruppe des C. V., Herr Ludwig Steinberger, Maxftraße 10, I, gern bereit. Nach Tölz. Der Verband Deutscher Fremdenheime E. V.', Ortsgruppe -Bad Tölz, übersendet uns folgenden Beschluß: „Die Generalversammlung legt den Mitgliedern nahe, Franzosen und Belgier nach wie vor nicht aufzunehmen; dagegen verurteilt sie alle unberechtigten Angriffe durch Wort, Schrift und Tat gegen alle anderen Kurgäste ohne. Rücksicht auf Landes- und Staatsangehörigkeit sowie Konfession. Sie bittet die zuständigen Behörden, derartige. Angriffe mit aller Energie verhindern zu wollen." Moderne tfrktowfen Hauff man am besten bei /IckAmA/ Leipzfgerate Ö7 <7. Dönhoffptatz Bekannt für gute Waren billige Preifel *afec&> r< SCataloge kostenlos Gotä°* Oberin Sa^eV eSaa^ereiD^'ede,; Overk^v Qetso» -pii&as0 SaVoT»° Sobo, Je iT* 5gg|| ssa f;r>Ei-'rifRRr>' Deutsche Grammophon-Aktiengesellschaft, Berlin SW GRAMMOPHON-SPEZIALHAUS G.m.b.H. TAUENTZIENSTRASSE 13, an der Kaiser-Wilhelm-Gedäckiniskirche FRIEDRICHSTRASSE 189, zwischen Kronen- und Mohrenstrasse

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