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Wissen und Waffen · 1924-04-03 · 2 (3.4.1924) · p. [Seite]

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Journal
Wissen und Waffen
Volume
[1. Folge] (1924)
Issue
2 (3.4.1924)
Date
1924-04-03
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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Weisst Du das? 1.- Was heißt Freimaurerei? ■ % ■ SMe Freimaurerei, die mit dem Judentum nicht s zu tun hak, verfolgt edle, menschliche Zwecke. Das beweisen schon die vielen großen Deutschen, die Freimaurer waren. Freimaurer waren nicht nur Lessing, Herder, Wieland und Goethe, sondern s ü m 11 i ch e prentzis ch e n K ö ni g e seit Friedrich dem Grützen. 2. Gibt es überhaupt jüdische Handwerker in Deutschland? Nach der Bernssstatistik von 1907 (eine neuere Stilistik ist nicht vorhanden^ gab es in Deutschland bereits 40 000 jüdische Handwerker. Diese Zahl dürste sich nach dem Zusammenbruch des kaufmännischen Mittelstandes nach dem Kriege erheblich verinehrt haben. 3. Ist der sogenannte Dawes-Plan ein jüdisches Erzeugnis? Nein, er ist benannt nach seinem Verfasser, dem nicht- 1 ü b i f ch e n General Dawes. 4. Wer übt die Dawes-KoutrolLe aus? Eine Kommission, in der k e i n e Juden an leitender Stelle sind. Auch im Bureau des N ep a r a t io n s ag e u t en finden sich in leitender Stellung keine Juden. In den mit der Regelung der Neparationsfragen beauftragten staatlichen Dienststellen sind leine Juden. Jude. wer amerikanische Finanzminister Mellern ist nicht 5. Wer ist Parker Gilbert? Er ist der Berichterstatter über die wirtschaftliche Lage in Deutschland. Entgegen antisemitischer Behauptungen ist er kein Jude. 6. ^cit wann leben Inden in Dorrt schl arid? 1. Schon vor Christus kennen Talmud-Lehrer jüdische Niederlassungen in Germanien. 2. Spater wohnten viele Juden in Deutschland, besonders am Rhein. 321 mutzten laut Verordnung d e s K a i s e r s II o h - ft fl n t i n die Juden in Köln, die römische Bürger waren, auch Remter übernehmen. Sehr alte jüdische Friedhöfe in Worms, Mainz und an anderen Orten beweisen, datz dort schon vor vielen Jahrhunderten; jüdische Gemeinden bestanden. 3. Unter Karl dem Großen entstehen neue jüdische Siedl;lugen am Rhein. Am 900 bestehen sie schon ■ in der Nahe der Elbe. 'Im 12. Jahrhundert ist die Muttersprache dieser Juden deutsch; auch haben sie deutsche Namen, deutsche HochzeitD und Bestattungssitten angenommen. Sagew und Dichtungen werden nachgedichtet. 4. Trotzdem sie rechtlos gemacht w'urden, kein Handwerk bw treiben, keinen Boden besitzen dursten, haben sie sich immer als Deutsche gefühlt: a) Wo das Deuts ch t u m u m s e i n L e b e n Z r e ch t l ä m pste, in O b e r s ch l e s i e n , V ö h;n e n , Bl ähren, Tschechoslowakei, O st -- und W e st p r e n ß e n usw. haben sie fast ausnahmslos ans seiten des Deutschtums gestanden. b) Sie sind im Osten (selbst in Rußland:) die Pfleger deutscher -Sprache geblieben. Im Orient sprechen ein Teil der Juden heute nock) de ist sch. Zwei Drittel der Jude;: der Erde, d. h. 11 Millionen, sprechen deutsch. — Das „Jiddische" ist in alterliches Deutsch. —■ :incm Gnmdelement mittel 7. Wie viele Jude» gibt es in Deutschland und wie viele haben am Kriege teilgcnamurcn? Es gibt 950 006 deutsche Juden; 96 000, b. h. jeder 6., hak am Kriege teikgenmnmeu. 12 000 von ihnen sind gefallen. 8. Wer war der jüngste Kriegsfreiwillige? Der!3jährige Jude Joses Zippes. Bereits mit 13 Iah reu hatte er das Eiserne Kreuz und den Eisernen Halbmond erworben. Beide Beine hat er i m K a m Ps für Deuts ch l a n d verloren. 9. Wie viele Inden waren sder sind in der Negierung Deutschlands? 1. In; K a b i n e t t E ch e i d e m a n n waren unter 15 INiniftern . ein Jude und ein Mann jüdischer Abstammung (P r e u st und L a n d s b e r g). 2. Im Ministers u m Bauer unter 14 Ministern keiner jüdischer Abstammung. 3. In; M i n i st e r i u m M ü Ilex uni et 14 Ministern kein Minister jüdischer Abstammung. 4. Im M i n i st e r i u m Wirt h unter 14 Ministern ein Jude (Rathen au) und ein Mann von jüdischer Abstammung (Gradnauer). 5. Im z lv e i t e n Nt i n i st e r i u m Wirt h unter 18 Mi-- nisteru der eine Jude Rnthezmu, nach seiner Ermordung im Jlmi - 1922 keiner mehr. 6. Im M i i; i st e r i u m E u n o unter 14 Ministern kein Jude. . 7. Im e r st e n K a b i n e t t Stressmann unter 10 Mi- 'untern em Jude (Hstferdmg). ■ gr 8. Im Zweiten K a b i u e t t S t r e s e m a n n unter 12 Miln stern kern Jude. 9. Im ersten Kabinett M a r x lurter 12 Ministern kein Jude. . 1 U). In der gegenwärtigen Reichsregierung ist ein Jude (Hilfen ding.) - Auch in den L ä n d e r r e g i e r n ngett waren fast feine Juden und sind heute keine! Ist etwa die bayerische Regierung verjudeN 10. Wer sind die reichsten Männer der Welt? Nach den letzten Aufstellungen der „New Port Limes" halten unter den Millionären der Welt folgende, 11 die Spitze: Henry Ford, I o h n R oefe feiler, Herzog von W e st m i n st e r, G a e k w a r von Baroda , T. B. Walker, G eyo r ge iB a - fer, I. B. D u k e , P e r r y R o ck e s e l l e r , Sir Ä a s i l Z n h a r o s s, Baron H. 9)1 i f u m t, Baron SS n f a Ei. Darunter nicht ein e i n z i g e r I u d e l! 11, Was ist ein?ogcwarrnter Rititalmvrd? Aus dem dunkelsten Mittelaller stammt die immer wieder ausgewärmte, aber völlig haltlose und lügenhafte Behauptung: „Die Juden begehen Ritualmorde, um das Blut der Gemordeten zu genießen." Es gibt aber keinen jüdischen Ritualmord, und dies geht schon darauZ hervor, datz den Inden v v n j e h e r durch ihr heilig gehaltenes Religionsgesetz jeder Blntgenutz, das Blut des Tieres und um so mehr Menschenvlut Zit genießen oder zu verwenden, ans das strengste verboten war und verboten bleibt. Im 9. Kapitel der Genesis heißt es: „Wer Men s chm b lut vergießt, dessen Blut soll wieder vergossen werden, denn Gott hat den Menschen in seinem Ebenbilde geschaffen." — Durch diese Beschuldigung haben Gewissenlose oder Ungebildete schon manch es Unheil angerichtet, aber die Wahrheit kam immer wieder an den Tag. bekämpft, diele 12. Warum wird das Schächten bekämpft? Das Schächten wird unter dem Borwand Tötungsnrt sei Tierquälerei. Durch eine Reihe wissenschaftlicher Autoritäten ist festgestellt, datz das Schächten den Tieren keine Qualen bereitet, der Schachtsämitt führt vielmehr sofortige Betäubung und SchmerzunempsinB lichkeit herbei. — (Beleg: Gutachten auf Grund erperimenteller Untersuchung von Geheimem Negierungsrat Professor T-r. T e r e g. Tierärztliche Hochschule, Hannover, vom 5. September 19.1.1) 13. Was ist der Talmud? u Ter Talmud ist nicht das Werk eiueZ Mannes, sondern das Produkt einer 1000jährigen (400 vor bis 500 nach Christus) geistigen Arbeit und geschichtlichen Entwicklung des jüdischen Volkes. lein Inhalt ist so bunt und vielseitig wie das Leben: es gibt nichts zwischon Himmel und Erde, aus detn Gesichtskreis oder Ew fahrungsbereich des damaligen Menschen, das nicht darin berührt wäre, und auch reine Denkübungen sind vielfach darin enthalten. 3. Alan hat den Talmud oft mit den Protokollen parlamcm tarischer Verhandlung verglichen: ebenso könnte man den Talmud mit den Anszeichnuugen eines Schriftführers Fiber die Verhandlungen in gelehrten Gesellschaften oder öfsentlicheu Versammlungen vergleichen, die sachlich keine Stellung nehmen, also das Für und Wider, Gründe und Gegen gründe enthalten. 4. In dem kaleidoskopartigen Inhalt des umfangreichem Werkes finden sich nicht nur Perlen von ewigem Werte, sondern neben den erhabensten religiösen Anschauungen auch mancher Ab er glaube, neben tiefen Gedanken törichte Volksmeinungen, neben Aeutzerungen fortgeschrittensten sozialen Sinnes und edelster Menschenliebe auch Ausbrüche der Leidenschaft, neben Vernünftigem, Klarem und Poetischem Absurdes und Triviales. 6. „Man mutz den Talmud und jeden seiner Aus spräche ans seiner Zeit und seiner Umgebung heraus erklären und wird dann verstehen, daß die Juden vielleicht nicht besser, aber auch nicht sehlechter waren als die* übrige Welt." (Professor Elbogen, „Geschichte der Inden".) 14. Wils ist der Sch »ichan Akttch? 1. Da der Talmud (siehe oben) die widerstrebenden. Auffassungen wiedergibt, und da er nicht shstematisch ist, war es für die religiöse Praxis' notwendig, den Stoff systematisch zu ordnen, Pie im wach mnd enthaltenen Erzählungen, Sagen usw. aus-zufchoiden und dw für das religiöse Leben geltenden Bestimmungen zu sammeln. Solcher Sammlungen gibt es eine ganze Reihe: das sehen gewann das Werk von Josef Caro tzwKr -cko.-o,, . da den Titel trägt: „Schnlchan Aruch" (gedeckter Tische

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