Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 3 (1924)
- Issue
- 12 (20.3.1924)
- Date
- 1924-03-20
- Page
- Seite 133 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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133 Antworten. & S., Kleinlangheim. Die Verwechslung von Sowjetstern und Mögen Dvvid beruht <mf^MangelhaMr Beobachtung d-ev^beiden Symbole.- Dev' so- Oen-annte Davidstern, der übrigens kein historisches jüdisches Symbol darstellt loieses war die Menorah, der Leuchter), ist ein Hexagramm, d. h. ein Sechsspitz, während der Sowjetstern ein Pentagramm, d. h. ein Fünffpitz ist, das gerade in der deutschen Geschichte als Drudenfuß (vgl. Faust, I.) bekannt war. Nach Magdeburg. In Nr. 10 der „L. B.«Zeitung^ berichteten wir, daß die Inhaber der Firma Joseph Thomanek u. Sohn, Magdeburg, sich Wv Antisemiten erklärt und es abgelehnt haben, an jüdisch« Firmen zu liefern; ein merkwürdiges Bild auf den Charakter dieser Herren muß es nun werfen, wenn man folgende Annonce liest, mit der sie un Morgenblatt' der „Frankfurter Zeitung^ vom 14. Dezember 1923 Vertreter suchen: „Tüchtige Vertreter, möglichst mosaischer Konfession, zum Großoertrieb unserer In preiswerten FahNeder-Schnür- und Schaftstiefel im In- und Ausland gesucht." Sollte Herrn Thomaneks Geschäft ins Stocken geraten sein? Vad Reichenhall. Im „Reichenhaller Grenzboten" lesen wir folgende ^Aufklärung": „Seit längerer Zeit werden in hiesiger Stadt in böswilliger Absicht Gerüchte verbreitet, daß sowohl ich als auch meine Frau jüdischer Abstammung seien. Diese Gerüchte erkläre ick als böswillige Verleumdung, di» geeignet sind, das Ansehen meines Hauses zu schädigen. Ich werde in Zukunft gegen di» Verbreiter solcher oder ähnlicher Gerüchte strafrechtlich vovgehen. Fr. Scheppach, Bankier, Alleiniger. Inhaber des Bankhauses Friedrich, Scheppach." Wenn Herr Scheppach der Ansicht ist. Laß die vermeintliche Zugehörigkeit zum Juden* tum sein Ansehen schädigt, so werden seine jüdischen Kunden wohl auch Lev Meinung.sein, daß ein Verkehr mit seinem Hause ihr Ansehen schädigt. Nach Glah und Jauer. Anonyme Briefe ganz flegelhaften antisemitischen Inhalts, die außen auf dem Briefumschlag! als Absender den Namen irgendeines anderen angesehenen jüdischen Herrn der Stadt trugen, gingen vor einiger Zeit unseren Ortsgruppenvorsitzenden zu. Bei den gerichtlich angestellten Nachforschungen ergab es sich, in beiden Fällen, daß die Absender Schüler des Gymnasiums waren, die wegen Urkundenfälschung und Beleidigung dann vor Gericht gestellt wurden. Ein interessantes Beispiel für die Tätigkeit unserer Gegner und die Verhetzung der Jugend! Anonhm Meseritz. Bitte teilen Sie Ihre vollständige Adresse Herrn Rabbiner Dr. S a l o m o n s k i, Frankfurt a. O., mit, der Ihnen für Ihr» dankenswerten Anregungen weitere Wege weifen wird. F. W., Boizenburg a. Elbe. Wir nehmen davon Kenntnis, daß dev Besitzer des Hotels „Erbgroßherzog" in Lübtheen in Mecklenburg sich offen antisemitisch betätigt, indem er nicht nur selbst am Tag« der Mecklenburgev Landtagswahlen einen Wagen mit Aufschrift „Wählt deutschvölkisch" gefahren hat, sondern auch in seinem Hotel den Stuhl eines jüdischen Geschäftsreisenden! mit einer brennenden Kerze abgeräuchert hat^ indem er sagte: „Hier hat ein Jude gesessen, den Stuhl will ich erst abräuchern." Da es noch andere gute Hotels am Orte gibt, sind wir sicher, daß nicht nur die jüdischen Geschäftsreisenden selbst, sondern auch christliche Reisende jüdischer Geschäftsinhaber dieses Hotel fortan meiden werden. Wim Wl & (lohn Berlin SW 68, Markgrafenstraße 56 Dönhoff 4727-29 offerieren lMW MiWOM für prima Wohn- und Geschäftshäuser. H»- und Decfauf oon vmliWlkm. SoDoenberg & Steinhardt Elektrogrossh andlun g WÜRZBURG Telephon: 2513, 2511. Spezialität: Elektromotoren ffirSIeiciMUid Drehstrgm. Installationsmaterial. 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