Mannheim
Compact Memory

Central-Verein-Zeitung · 1924-01-31 · 5 (31.1.1924) · p. Seite 38

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
3 (1924)
Issue
5 (31.1.1924)
Date
1924-01-31
Page
Seite 38 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2277379-2277464-2277468--00894-2280078
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

38 Welt als Wille unb Vorstellung" ist erst 1-818 erschiem-n, und Goothes Faustaedanken bedurften dort'keiner geistigen Anleihe, wie sie dem -Verfasser ständiges Bedürfnis ist. Noch ähnliches: die Jünger haben Jesus falsch verstanden, der bescheidene Dinter hat als erster in Deutschland des Johannesevangelium richtig ausgefaßt (S?. 191). Und dieser donargeküfzte Johannes ist Urarier durch und durch, Matthäus dagegen ein sehr gewandter, getaufter griechischer Jude. Oder: Dinter selbst erkennt die Parthenogenesis nicht an, will aber, um dem Volke nicht Weihnachten zu nehmen (S. 244), die Geburt Christi im judäischen Bethlehem gnädig beibehalten. Als absoluter Forscher produziert er dann auch Eliten'des Passahmähles, von denen kein Jude oder Christ vor ihm etwas gewußt hat, und so bietet jede Seite des Erstaunlichen die Fülle! Rezept: Man nehme aus einer mittleren Volksbibliothek etwa fünf Bücher wenig gelesener Autoren, die man möglichst selten zitiert. Rühre einen Brei unter reichlichen: Zuguß von phantastischem Spiritismus bis Zur Ungenießbarkeit menge tüchtig fette Reklame der eigeneil Romane hiinetn und erzielt überall — bei Gläubigen und Wotansjüngern —- die gleiche Verstimmung. Denn auch diesen hat es Dinter, soviel steht fest, mit feinem „Evangelium" nicht recht gemacht. 8. Antworten. Freunde unserer Sache, die uns die Leiden Bände von Spenglers ,/U n t e r g n n g des A b e n d l a n d e s" schenken oder mehrere Monate leihweise überlassen" wollen, werden nm diese große Gefälligkeit ans Liesein Wege hcrzlichst gebeten. A. F., EtLenheiur, Hb. Geilingen. Die von nns gekennzeichnete Entgleisung der Strickwarenfabrik Jos. T r oenMe in Ettenheim (Baden) beruht auf akienmäßigen Feststellung-en. Wenn Sie uns übereinstimmend Mitteilen, daß der Inhaber dieser Firma erklärt, daß er n i e m als a n t i s e nr i L i s ch g e w e s e n i st und- Sie selber auf Grund Ihrer Erfahrungen Liese Ansicht durchaus teilen, so sind wir loyal genüg, der Oesfentlichkeit Liese Ansicht von C. V'--Mitgliedern nicht vorzuenthalten. Damit dürfte die Angelegenheit erledigt sein. -Nach Köln. Erkundigungen an Ort und Stelle bestätigen im*, daß die Mitteilung von dem Treiben eines Sonderbündlers Abraham in Trier — auf Wahrheit beruhen. A. ist ein notorischer Lump, der bereits mehrere Male int Gefängnis gesoffen hat und seinen ehrenwerten Eltern, die sich vollständig von ihm losgesagt haben, viel Kummer und Herzeleid bereitet hat. Für derartige Subjekte die deutsche Iudenschaft verantwortlich .zu machen, müßten sich selbst anständige Antisemiten schämen. - Nach Frankfurt a. M. Wie unvorsichtig es ist, kritiklos wissenschaftliche Bücher als Quellen zu benutzen, zeigt der Aufsatz unseres Mitarbeiters Dr. Hans Bo!) e, der die Feststellung in dem Buch „Juden als Erfinder und Entdecker" zu der scinigen gemacht hat: Philipp Reiß sei Jude. DerxVerfasscr des allemein anerkannten wissenschaftliche): Buches hat sich geirrt. Reiß war kein udc. Leser in Wien. Der „Wiener Abend" hatte unter der Ueberschrift „Wie bei uns" eine Notiz gebracht, daß der Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens unter Vorsitz seines Obmanns Schlesinger über die Stellungnahme zu einer Rechtsregierung beraten und beschlossen habe, eine solche Negierung vaterländischer Kreise zu begrüßen und gegen eine eventuell erfolgende Ausweisung d«ev Ostjuden nichts einzuwenden. Es bedarf keines Wortes, d a ß diese M c l d u u g in jede m W o 11 c u 1t w a h r i st. Wir haben an den „Wiener Abend" sofort eine Berichtigung gesandt, er hat jedoch bisher nicht den journalistischen Anstand besessen, diese Berichtigung zu bringeü. Nach Arnswalde. Einen Verein zur Bekämpfung des Antisemitismus, Berlin, Deffauer Straße, gibt cs unseres Wissens nicht. Wir warnen wiederholt vor wilden Sammlungen. Nach Nürnberg. In der Tat ist das Urteil des Volksgerichts Nürnberg bemerkenswert, das eine): 19jährigen Burschen, der beim Ankleben eines antisemitischen Flugblattes getroffen'wurde, zu einer Gefängnisstrafe von einer Woche unter Versagung der Bewährungsfrist verurteilt hat. Meferib-Schwiebus. Der sattsam bekannte Eisenbahnbeamte Schubert: in ÄUe-serttz, der als Hakenkreuzträger im Dienst berühmt und wegen seines rohen Angriffs auf den betagten Fleischermeister Rothe berüchtigt ist, verübt neue Heldentaten. Am 26. Januar hat er im Bahnhofsgebäude zu Meseritz in bezechtem Zustande die Reisenden jüdischen Glaubens belästigt und beschimpft; dann versuchte er auf dem Bahnsteig einer: jüdischen Lehrling und ein jüdisches Kind zu schlagen, ohne daß der'Fahrdienstleiter ihn zur Ruhe brachte.' — Frage an die Reichsbahndirektion in Frankfurt a. M.: 1.. Ist es Bürgern gestattet, auf dem Bahngebiete sich so hetzerisch und unflätig zu benehmen, ohne daß dagegen eingeschritten wird? 2. Besteherr etwa für der: Beamter: Schubert Ausnahmebestimmungen, auf Grund deren er sich alles erlauben darf? Leser der „Welt am Montag".* Besten Dank für den Zeitungsausschnitt, in den: u. a. mitgeteilt wird, der j ü d i s ch e Friedhof in Ehennntz sei nach Waffen durchsucht worden. Die Meldung ist in diesem Punkte er surr den. Lediglich ein für Gräberforschung interessierter Reichswehroffizier hat den Friedhof mit Erlaubnis der Jüdischen Gemeinde betreten. Fuchs-Gedenkfeier. Die deutsch-jüdische Jugend Berlins ehrte im Rahmen einer Fuchs-Gedenkfeier der Deutsch-jüdischer: Iugendgemeinschaft Berlins das Andenken des unvergessener: Toten. Dr. Ludwig' Ti etz zeichnete Wirken und Wollen des Verstorbenen an Hand feiner Lehren und Schriften nach, während Dr. Friedrich Brodn : tz in dern Leben Eugen Fuchs den Sieg der Idee über die Materie fand und ihn als den Typ des jüdischen Helden feierte. Die gut besuchte Feier, der Angehörige des Verstorbener: beiwohnten, hinter» ließ in den jungen Mitgliedern der Gemeinschaft einen tiefen Eindruck. Merkspruch. Selig, wem das Glück beschert Einen Rieschel-Grudeherd! Ob die „Gnädigen", ob die Zofen: Alle Preisen diesen Ofen, { Der nicht bloß das Zimmer wärmt, |. Sondern auch wird angeschwürmt. Weil zum Backen, Kochen, schmoren j Er direkt scheint wie geboren I Und sogar, wenn mmlls probiert. Was man wünscht, sterilisiert! Die nächste Verkaufsstelle erfahren Sie durch die Deutsche Patent-Grudeofen-Fabrik Walter Rieschel L Co. m. b. Kiebertwolktvih 303 bei Leipzig. (KEST)^w hzr -UjZgL' Leinen Wäsche Ausstattungen miümiimiimMnmmiiiimmmnmiiimm ~ Die Preisliste | _ Nr. 72KI mit Goldmark- | preisen, enthalt, viele | | vorteilhafte Wäschean- | | geböte (m. zahlr. Abb.), | wird a. Wunsch zuges. | (Ttminuiiiün üüiimnimüii’iiiiiüimüüinnmmimniüiüiiimimitnmüimüünmiiimiiiiniiiiiimmiiimimiiiimiiiiim "Wäschstoffe jeder Art je I nach der Jahreszeit für Kleider, j Blusen, Röcke, Morgenröcke, j Kinderkleider, Schürzen usw. [ Bitte Probensendung Nr. 7 S mit j Angabe des Zweckes zu verlangen \ : WeisseW äschestoffe | j für Leibwäsche, Bett- | : wasche usw. — Bitte Probensendung Nr. | j 128 L mit Angabe des | | Zweckes zu verlangen e GrvßttS 2rh.Guft 'für/jzztzgyuoncLlVdschg 01397625092208008370287955362703689

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.