Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 3 (1924)
- Issue
- 52 (27.12.1923)
- Date
- 1923-12-27
- Page
- Seite 849 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Einzelnummer 10 Golüpfennig Vläller sür Deutschtum «n-Tuoentum 'vryao -es lLnlral-Vereins -eutsekerR Staatsdüryerjü-istLen VhmvensLN ITeM. Serlin, 27. Dezember 1923 11. Jahrgang ♦ Nr. 52 Verlag u. Schriftleitung: (entral-verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens e.V. Gerlin SW öS, Lindenftr. 13 Fernsprecher: Amt Dönhoff 3594, 3595 Telegrammadresse: „Cenrralglauben Berlin" Postscheckkonto: Berlin 30472 Bankkonto: Dresdner Baak, Wechselstuve u, Berlin SW 68, Lindenstr. 7 Monaisabonnement (ein viertekjähr liches gibt es vorläufig nicht) 40 Goldpfennig Aüeinipe Anzeigenannalime. Annoncenrpedinon Rudolf 'JUioffe, Berlin SW 19, und deren Filialen. Anzeigenpreise: 0,60 Goldmark für die 7 gespaltene Leite nach Rudolf MofjeS Normatzeilenmeffer Nr. 4, Fannlienanzeigen und Stellengesuche für Vcitgtieder des Central-Vereins 0,30 Goldmark, die 90 mm breite Reklamezeile 3 Goldmark. Am 22. d. M. wurde unser Ehrenvorsitzender justizrat Dr. Eugen Fuchs Geheimer in die Ewigkeit abgerufen. — Er war der Vater unserer Bewegung, der er in seinem angeborenen Rechtsgefühl, in seiner tiefen Liebe zu seinem Deutschland, in seiner innigen Verbundenheit mit Judentum und Judenheit die geistigen Grundlagen gab. Seine Gedankenfülle setzte er in Jahrzehnte währender Tätigkeit für das Recht des jüdischen Deutschen in einer Weise in die Tat um, die bewunderung- und ehrfurchtgebietend alle Zeit weite: leben wird. Die Verbundenheit zwischen einem schöpferischen Geiste, der Hünderttausenden von jüdischen Deutschen Vaterland und Judentum neu schenkte, und einer selbst in kleinen Dingen unermüdlichen Arbeitslust und Arbeitskraft erlebte in Eugen Fuchs ihre einzigartige Verkörperung. Er war ein Vollender des Werkes von Gabriel Riesser; wie dieser ein Anwalt des Rechts, ein Anwalt der Deutschen, ein Anwalt der Juden. „Glaube und Heimat“, das hervorragendste unter den glänzenden Werken, welche der Feder unseres Führers entstammen, wird für alle Zeiten ein Markstein in unserem Schrifttum bilden. Wir, die in gemeinsamer Arbeit ihm freundschaftlich nähertreten durften, preisen die Gnade, die unseren Weg mit dem dieses edlen und gütigen Mannes hat kreuzen lassen. Wie Gottes Güte sein Leben und sein Werk gesegnet hat, so wird sie sein Andenken segnen, das uns richtunggebend begleiten und den nachfolgenden Geschlechtern die Kenntnis eines jüdischen und zugleich deutschen Mannes vermitteln wird, der mit dem göttlichen Kuss auf der Stirn seine Erdenbahn vollendet har. Berlin, am 23. Dezember 1923. Central-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens e. V- Justizrat Dr. Brodnitz, 1. Vorsitzender.