Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 2 (1923)
- Issue
- 48-49 (6.12.1923)
- Date
- 1923-12-06
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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369 des KvsmopoMsinus, die Internationale als emotionale, nicht nur rationale Forderung möglich. Nur aus' jener eigenLümlicken. infolge vorschneller Vevdammuua nie richtig ' untersuchten Drischuna dieses . deutschen Idealismus mit jüdischem- Intellektualismus erklärt sich das mächtigste, zerstvrendste Pamphlet des 10. Jahrhunderts', das kommunistische Manifest." Das Studium des Salinschen Buches sei überhaupt all denen bestens empfohlen, die etwas volkswirtschaftlich vorgebildet sind, sie werden in den auch uns beschäftigenden Problemen (wie Würdigung des sogenannten Finanz- und Produktivkapitals) reiche Anregung finden. Eine überaus geistvolle und tiefschürfende Abhandlung, über das Judentum befindet sich in dem zweiten Bande des Werkes von Oswald Spengler „Der U n ter ga ng des Abe n dl ande s". Das, Werk ist sehr umfangreich, sehr teuer und nicht leicht zu lesen. Deshalb ist es ein unendliches Verdienst des bekannten Karlsbader Rabbiners, Professor Dr. I. Ziegler, in einer Studie „Das magische Judentum" *) die Gedankengänge Spenglers ganz eingehend und ausführlich wiedergegeben zu haben, so daß das Studium des Spengler scheu. Werkes selbst beinahe ersetzt wird. Ziegler kommt das große Verdienst zu, nicht nur über das Problem geschrieben zu haben, sondern die Anschauungen so wiedergegeben) zu haben, wie sie Spengler selbst sieht, ein Vorteil, der bisher bei der Besprechung derartiger Merke niemals gewahrt wurde. Man hat immer nur ü b e r den Schriftsteller geschrieben und dabei voraussetzen müssen, daß die Leser der 'beurteilenden! Studie das beurteilte Werk selbst genau kennen. Hier ist ein Urteil möglich, weil der Inhalt des ursprünglichen Buches genau wiedergegeben ist. Das schwierige Problem nötigt uns, in einem besonderen Aussatze, aus die Angelegenheit demnächst zurückzukommen. Vorläufig wird unseren Freunden in erster Reihe das Studium des Spenglerschen Werkes, wenn das aber nicht möglich ist, das Studium des Zieglerschen. Buches wärmstens empfohlen. Rabbiner Dr. S e l i g mann Pick gibt in einer Studie „Die mf Jesus gedeuteten Stetten des Alten Testaments"* 4) einen für die Würdigung des jüdischen Standpunktes ungemein interessanten Quellenauszug aus unseren Schriften, welche bei allen denen, die sich mit den Fragen der sogenannten Judenmission beschäftigt haben, Interesse finden wird. Geistvoll und zum Nachdenken anregend wie alles, was Jsaae Breuer schreibt, ist die Zusammenstellung seiner Arbeiten, die unter dem Titel- - - - s) W M. Kaufmann, Leipzig, 1623. 4) I. Kaufsrnann, Frankfurt er. M., 1923. „Wegzeichen"') _ erschienen ist. Breuer behandelt in drei Aussätzen, „Lehre, Gesetz und Nation", „Wunder, Prbphetie und Schöpfung", „Frauenrecht, Sklavenrecht und Fremdenrecht".; Breuer gehört bekanntlich der streng gesetze streuen Richtung des Judentums an und ist einer ihrer geistvollsten Vertreter. Darum sind seine Ausführungen insbesondere über das Wesen des N a t i o n a l j u d e n t u m s hochbedeutsam^ Breuer schreibt: „Jawohl, ich bin Nationaljude", und, begründet dies wie folgt: a . «Fühle dem Judentum mich zugehörig, nicht 'weil meine zufällige Eigenart seine Einrichtungen mich -lieben, A-Mammuna und Gewöhnung sie mir als, teuer erscheinen lassen, ja selbst nicht deshalb bloß, weil die im Laufe der Jahre gefestete ileberzeugung feine Lehre als wahr mich bekennen heißt: Fühle dem- Judentum vielmehr mich zugehörig, weil machtvoll wie nur je der Wille der Nation zu mir spricht, lebendig wie ehedem ihr Machtwort in nrir wirkt, und weil ich ihr. die feit dem Sinaitag nicht aufgehört hat, in ununterbrochener Folge Gottes Willen zu wollen, als treu liebender Sohn den Gehorsam nicht kündigen mag. Ich anerkenne den Willen der Nation und füge mich ihm. Gebe ganz mich ihm hin, und lasse von ihm mich Taa für Tag erziehen, in nimmer endender Läuterung hinan zur Lehre erziehen: Drum bin ich Nationaljude." . Man wird zugeben, daß man sich mit dieser, i>em Geiste des offizielle n jüdischen Nationalismus fremden- Erklärung wird absinden können. Der Unterschied der jüdischen und modernen Ethik, welche Breuer in seinem letzten Vorträge ausweist, wird uns auch noch Anlaß zu einer -besonderen Betrachtung geben. Ludwig Holl ü u b e r. *) I. Kaufftnann, Frankfurt a. M., 1923. Vereinsnachrichten. Ortsgruppe Breslau. Aus vielen Anfragen über die Stelle, an die BeiLragszahlungen zuleisten find, ersehen wir, daß noch immer hierüber Unklarheit - herrscht. Wir -weisen daher wiederholt darauf hin, daß die Beitragsleistungen in durchschnittlicher Mindesthöhe von e i nerSGo ldma rk für das vierte Viertelfahr 1923 auf das Postscheckkonto John- Levi (Vereinskonto), Breslau 27332, abznführen sind« Der Vorstand: I. A.: Rechtsanwalt Foerder. Für die Schrrftleilnng verantwortlich: Dr. Ludwig Holländer, Berlin SW 68. — Unverlangte Manuskripte werden nur zurückgesandt, t wenn freigemachter Umschlag bestiegt. Verantwortlich für den Anzeigen^ teil: MaxJunge, Berlin-Friedenau. — Druck von RudolfMosse, Berlin SW 19. . Myffcik Y 111 k u rrt Par pixrrt m ¥ MyßituitTl(? ein geheimnisvoller Duft, der gehaltvolle Sdiwere mit Blütenreinheit in vollendeter Form vereint. Es ist ein Genuf, Myjtikum als Paifum, als Puder, Seife oder Toilettewaffer zu gebraudien, und es bereitet Freude, Menfchen um fich zu haben, die von dem feinen, prickelnden Myßikum-Aroma umgeben find. Myßikum-Stift für die Lippen in heller und dunltler Tönung ist die neueste Ergänzung der Myjlikum-Serie. 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