Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 2 (1923)
- Issue
- 39-40 (30.9.1923)
- Date
- 1923-09-30
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2277379-2277415-2277453--00764-2279925- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Lan-esverban- Hessen-Nassau und Hessen. Unter Bezugnahme auf den in der letzten Nummer der „C. V.-- Zertung" veröffentlichten Beschluß der Verwaltungskommission vom §. September 1923 richten wir an unsere Ortsgruppen und Einzelmitglieder des Landesverbandes die dringende Bitte, ihre Beiträge sür das 3. und 4. Quartal umgehend -an folgende Stelle emzuzahlen. Central-Vererrr deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, Landesverband Hesien-Nassau und Hessen, Postscheckkonto Frankfurt a. M. Nr. 34 515. Die hohen Portokosten machen es imrnöglich, 'eine zweite Aufforderung ergehen zu lassen. Ortsgruppen, die vis zum 1. Oktober d. I. ihre Beiträge nicht an uns abgeführt haben, müssen damit rechnen, daß ihren Mitgliedern die „E. V.-Zeitung" in Zukunft nicht mehr zugeht. Wir machen besonders darauf aufmerksame daß Z a h l u n g s st ekle für den Beitrag und für einmalige Spenden ausschließlich Frankfurt a. M. als der Sitz des Landesverbandes ist. Der Vorstand d e s L a n d e s v e r b a n d e s H e s s e n - N a s s a u ' und H essen. I. Ä.: Dr. M a i n z e x, Vorsitzender. Antworten. An eine Anzahl Grotz-Berliner Mitglieder. Auch für Len Einzug des -dritte n Vierteljahresbeitrages gilt, daß -es uns -aus L e ch n rschen Gründen unmöglich -ist Lei der Versendung unserer allgemeinen Zahlungsaufforderung zu berücksichtigen, daß das eine oder, das andere unserer Mitglieder den Beitrag bereits gezahlt hat. Wir -bitten deshalb -alle, nuf die diese Feststellung zutrisft, um freundliche Nachsicht.; A. K., Breslau. Sie machen uns darauf aufmerksam, daß Nos egg er in seinem Werke „HeiMW-rtn-ers Tagebuch" (Leipzig 1999. L. Haakmann. S. 242) sich folgendermaßen zur Rassenfvage äußert: ' In einer unserer Schntzvereins-Ortsgruppen wollte man ein Mitglied ausi schließen. Es mar zwar ein geachteter Mann, gegen den nichts Schlimmes vobliag. Der ja feit vielen Jahren-Mitglied des Vereins gewesen und denselben unterstützt hatte. Aber es war jetzt aufgekommen, das; er — Jude ist. Zn dieser Angelegenheit um -meine Meinung befragt, konnte ich nur folgendes antworten: N-ach meiner Meinung entfcheidetckuch in * der sittlichen Auffassung des Nationalen die Ge- ... f i n n u rt tz UN d nicht d i e R a sie. Ein -geborener Iude oder Slawe, der für deutsche Art und Sitte fühlt und wirkt, ' i st 'e i n b c f f er er Deutscher als ein geborener Germane, l d e r b ei jedem kleinen nationalen das von i h m verlangt wird, hinter die Büsche kriecht. — Zur übrigen, wer ist bei dem Völkergemenge urrserer Länder seines Blutes sicher? — Das, was wir meinen und wollen, liegt vor allem im deutschen Leben mit seiner Gesittnng und Treue, in der deutschen Sprache mit ihrer Literatur. Jeder, der Liese 'Güter achtet und mit uns leben will, soll willkommen sein. 310 L. , Saarbrücken. Die Firma Frieda Junker legt großen Wert auf die Fest, stellu-ng, daß ihr jede antisemitische Gesinnung durchaus fevnliegt, und daß die Aeußerung, die sich in diesem Sinne deuten ließ, lediglich aus Grund persönlicher Differenzen mit einer jüdischen Firma gefallen ist. M. 9R., Frankfurt a. M. Von zuverlässiger Seite wird uns mitgeteilt, daß im Hotel „Zur B a y r i s 'ch e n P o.ft" in Stadt B r ü ck e na u e'ine antisemitische Versammlung mit dem deutschvölkischen Pastor Johnsen aus Koburg stattgefunden habe, während alle übrigen Saalbesitzer die Hergäbe ihrer Räume,zu diesem Zwecke verweigert haben. A. L., Stockholm. Angekündigten Betrag empfangen. / VereinsnaeKrieiKten. Nürnberg. Durch den Tod des Herrn Julius Heilbronner verlor die hiesige Ortsgrupe einen ihrer besten Freunde und Förderer. Keine E. B- Versammlung, der er fernblieb; keine Unternehmung, die er nicht tatkräftig unterstützte; keine Aktion, die ihn nicht in erster Reihe der Spender sah. Auch in seinem letzten Willen gedachte er in großzügigster Weise unserer Ortsgruppe, die dem edlen Manne ein dankbares Gedenken bewahrt. Drtsgrrrvve München und Landesverband Badern. Geldentwertung. Die Ortsgruppe München und der Landesverband Bayern haben anfangs August an Einzelmitglieder und Ortsgruppen Aufforderungen zur Beitragszahlung für das 2. Halbjahr ergehen lasten, die durch die kurz nach der Versendung eingetretene sprunghafte Geldentwertung überholt sind. Einsichtige Mitglieder haben dies von selbst bemerkt und durch entsprechende Erhöhung des Betrages ausgeglichen. Wir bitten alle Mitglieder, die jetzt noch mit der Entrichtung im Rückstände sind, von sich aus die erforderliche Aufwertung vorzunehmen und den Betrag gemäß in Nr. 37/38 cibgodruckteu Beschlüssen der Verwaltungskommission mindestens auf das zehnfache Fernbriefporto zu erhöhen. Verband Groß - Berliner Ortsgruvven, Drtsgruvve Neukölln. -Vortragsabend am Montag, den 8. Oktober, in der Aula der Mädchenmittelschule (Donaustraße). Referent: Dr. Berlak, Berlin. Verein selbständiger jüdischer Handwerker E. B. Köln. Rach einer dreimonatigen Pause fand am 6. September eine Monatsversammlung statt.- Nachdem der Vorsitzende Kollege Gold-berg die Anwesenden begrüßte und darauf hinwies, daß der Zusammenschluß der Mitglieder infolge der wirtschaftlichen Lage und der antisemitischen Umtriebe fester als je zu empfehlen sei, ging man zur Tagesordnungüber. Unter anderem wurde beschlossen, die Vorbereitungen zu einer Ehanukafeier, verbunden mit einer Ausstellung dev von der Frauengrupp-e angefertigten Sachen für unbemittelte Kinder, in die Wege zu leiten. Die Herausgabe eines Reklamekalenders mußte infolge der .hohen Kosten fallen gelassen werden. Ueber den Vortrag „Lohnsicherung" entspann sich -eine lebhafte Debatte und gab der I. Vorsitzende Eoldberg und der II. Vorsitzende Leop. Kahn belehrende Aufschlüsse. Unter Punkt Verschiedenes wurden noch einige interne Vereinsangelegenheiten besprochen. Für die Schriftleitung verantwortlich: Dr. Ludwig Holländer, Berlin- SW €8. — Unverlangte Manuskripte werden nur Zurückgesandt, wenn freigemachter Umschlag beiliegt. — Verantwortlich für den Anzeigen, teil: Max Zunge, Berlin-Friedenau. — Druck von RudolfMosse, ] Berlin SW 19. Alleinige Anzeigen-Annahme Rudolf Mosse, Anz öi gen-Annahme für sämtl. Zeitungen Deuts ohlands und des Auslands Berlin LW 19, Jerusalemer Straße 46-49 / Breslau / Chemnitz ✓ Söln a. Mh. ✓ Dresden ✓ Düsseldorf / Erfurt / Frankfurt M. / Halle (Saale. Hamburg / Hannover / Leipzig / Magdeburg / Mannheim / München / Nürnberg / Stuttgart / Prag / Wien , Budapest / Warschau / Basel / Zürich. Frankfurter Cigaretten- und Tabakfabrik „FRACI“ G. m. b. H. Frankfurt a. M. 3m Zntereffe unseres Slattes bitten mir, bei Bestellungen aufSrundvon Anzeigen auf die Blätter für Deutschtum und Judentum stets ausdrücklich Bezug zu nehmen. (BESDrow