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Central-Verein-Zeitung · 1923-09-06 · 36 (6.9.1923) · page 6

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
2 (1923)
Issue
36 (6.9.1923)
Date
1923-09-06
Page
– (sequence 6)
Language
German
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294 Antworten, _ An unsere Berliner Freunde! Die unermeßlich gestiegenen Preise für Zertunigsabonnements gestatten der Sciufca'fe nicht mehr, die für me Arbeit unbedingt notwendigeir Tagrszeitrulgien Zu halten. Wir richten an unsere Mitglieder in Groß-Berlin die höfliche und dringende B i t t e , uns ihre gelesenen T-ageszeitungen zur Verfügung zu ft e l I e n. Wir werden sie durch einen Boten gern regelmäßig abholen lassen. Angaben von Adressen mr-t Bezeichnung dev Zeitung erbitten wir an die Geschäftsstelle, Lindenstraße 13. Wir wären auch auswärtigen Mitgliedern sehr dankbar, wenn sie uns wenigstens zeitweise bedeutende Tageszeitungen -der Provinz zugchen ließen. Nach Hannover: Wir danken Ihnen für die Zusendung der Nummer der Zeitschrift „Wild und Hund". In ihr befindet sich ein von Amtsgerichtsrat Richnow (Aurich) verfaßter Artikel nnt teilweise judenhetzerischem Inhalt. Die Jrwenhntz fchemt schon läirgere Zeit «eine besondere Liebhaberei der in der Schriftleitung sitzenden Ia-g-d-verständigen zu bilden, was die als „Wild" behandelten jüdischen Firmeninhaber. veranlassen dürfte, das Blatt nicht .mehr mit Inferatenauftvägen zu behelligen. A. K., Schweidnitz. In dem Arteil des Landgerichts Schweidnitz vom 33. Mai 1923 in der Berufungsinstanz in Sachen Heinrich gegen Sanatorium Albrtchshöhe ("o 8 117/W) heißt es wörtlich: „Im Gegensatz zu dem Vorderrichter nimmt das Berufungsgericht an, daß ' in der gegenwärtigen Zeit das Tragen des HakenkreMes — fein geschichtlicher Ursprung kann unerforscht bleiben —, durch dessen Anlegung der Träger als krasser Antisemit, in Erscheinung treten will, von Personen jüdischer Abstammung der Regel nach als Herausforderung und Kränkung empfunden wird und werden muß. Diese Empfindungen wird auch Kläger gehabt haben, als er während feines Kuraufenthalts in dem beklagten Sanatorium den dort weilenden Kurgast v. Pofer mit dem Hakenkreuz am Nocke sah. Es kann dem Kläger geglaubt werden, daß er deshalb in begreifliche Aufregung geraten ist. . ." Naeh Wiesbaden. Wir haben mit Interesse davon Kenntnis genommen, daß die Leitung des Hauses „Schwaben" in Bad Mergentheim in geschäftstüchtiger Weife „praktischen Antisemitismus" treibt. Sie hat dorthin ziehenden jüdischen Gästen so lange verschwiegen, daß das Haus dem Deutschnationalen Handlungsgehilfenoerband gehörte, bis sie durch den Einzug von Mitgliedern in die angenehme Lage versetzt wurde, auf das jüdische Geld nicht mehr angewiesen zu fein. Bon der Verwaltung des Hanfes, die von diesem Augenblick an jüdische Gäste nur noch in ihrem Haufe dulden wollte, wenn diese ihr Judentum verschwiegen, kann man immerhin lernen, daß Rassenhaß und Kassen, haß sehr wohl von einander getrennt werden können. F. S., Essen. Selbstverständlich wetteifern die jüdischen. Deutschen mit rhren christlichen Mitbürgern in dem Bestreben, den R u h r k i n d e r n zu helfen. So ist uns bekannt, daß .ein einziger jüdischer Deutscher i n H a n n o v e x feit drei Monaten fünf Ruhrkinüer tu Pflege hat, die aus dem Landkreis Bochum stammen und sämtlich B e r g nr a n n s k i n d e r sind. Wenn wir diese Barucherzigkeit nicht als selbstverständliche patriotische Pflicht auffassen würden, könnte man fragen, welcher antisemitische Hetzer solchen Patriotismus der Tat bisher getrieben hat. M. St.» Harrnover. Es ist uns bekannt, daß Here Fritsch im „D e u ts ch e n Müller" für feine Ideen arbeitet. Wenn Sie sich Verlag und Hercmsgeber ausehrn, dann werden Sie zu Ihrem Erstaunen gewahren, daß der „Hammer-Fritsch" auch Herausgeber der „Müller-Zeitung" ist. Ob das Wandern auf antisemitischen Pfaden des Müllers Lust ist, ist eine andere Frage. K. M., Frankfurt a. M. Sie teilen uns mit, daß der Besitzer von S o p h i e n h ö h e bei F r a n k e n h e i m im Juli und August d. I. jüdische Deutsche ausgenommen hat, und daß Sie von einer antisemitischer Gesinnung nichts bemerken konnten. Mehrere Anfragende. Betreffend den Artikel in Nr. 54 des „Deutschen Wochenblattes": „Ein Mord plan jüdischer Aerzte?" können wir Ihnen folgendes Mitteilen: Es ist Schwindel, daß der größte Teil der Berliner Aerztefchaft aus Juden besteht. Es ist Schwindel, daß irr der Honorarfrage bzw. Streikfrage die christlichen Aerzte sich von den jüdischen (deren „Terror" fürchtend!) abgesondert haben. Vielmehr haben in einer imposanten Versammlmrg mit eur paar Ausnahmen alle Aerzte einig votiert bei diesem „„Erpressertrick" imb „wohlüberlegten Mordplan des Judentums gegen das deutsche Volk". Die ganze Sache ist friedlich beigelegt worden. Die unzureichenden Kassenhonorare sind erhöht. B. F., Mannheim. Wir stellen auf Wunsch hiermit ausdrücklich fest, daß die Pension Gehlberger Mühle bei Obechof i. Thür, nicht mehr in antisemitischem Besitz ist. Ph., Anklam. Dr. Sorte n ist weder Jude, noch ist er jüdischer Abstammung. Das ist das typische Zeichen der völkischen Verleumdungssucht, den jüdischen Deutschen Leute anzuhängen, die sie, wie der Fuchs-Machhaus- Prozeß in München gezeigt hat, in ihrem eigenen Lager finden können. Nach Thake. Das Hotel zur Heimburg in Thale legt Wert auf die Feststellung, daß es keines jener Gasthäuser ist, das auf jüdischen Besuch keinen Wert legt. GroßesLägerpreismird^ % is,KimimJüsschaa. SaFoakjMähaJ.A^ham Biichawefc. Hervppmgende Auswahl in aßen Größen. Sekten' Teppiche, Gobelins. deutsche Teppiche Läufer u. Auslegeware fn a//e/7 Färben* CA Herpich Berlin W. Le/pz&ersfr. 9>-1t Gummi 5 Absätze Sohlen Mischungen Regenerale A W Haas L Eo., Hannovev-Wülfsl. Drahtanschrift: Anitas Hannover. Fernsprecher: Nord 403, 7612, 9094. 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