Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 2 (1923)
- Issue
- 35 (30.8.1923)
- Date
- 1923-08-30
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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solch törichter, alles gesunde Leben unterbindendes Gebot konnte Jesus, der aus -dem praktischen Leben tarn und mitten im Praktischen Leben wirkte, auch gar nicht geben." Und die Dintersche Praxis gibt zu erkennen, daß „Liebet eure Feinde", nimmt marlls genau und völkisch, bedeutet: Haut eure Feinde, verjagt sie von Amt und Brot, werft sie vor die Tür, scheidet sie aus! Zur Mehrung des gesunden, des praktischen Lebens! Zur Verwirklichung des wahren Christentums! „Die Heilandsgebote sind aus dem Geiste geboren und rein geistig zu verstehen. . . . Weichheit und. Nachgiebigkeit, wo es gilt, den Kampf für die Wahrheit aufzunehmen, und sei es gegen die eigene Mutter oder das eigene Kind, ist falsche Liebe, ist Schwäche, ist Sünde wider die Liebe!" Ich kenne einen Antisemiten, der sich das anscheinend hinter die Ohren geschrieben hat. Er ist von Adel, seine Mutter war Jüdin. Bei einem Familientag brachte er, seine Kinderliebe mannhaft überwindend, den Antrag ein, daß künftig jedes Familienglied, das eine Jüdin heirate, aus der Familie ausgeschlossen werden soll. Daß solchen Helden das bisherige, von. Paulus verfälschte, jüdisch-römische Christentum nicht mehr brauchbar erscheint, kann mau verstehen.... Die wahre Liebe ist Kampf, die wahre Liebe ist Krieg und Sieg, die wahre Liebe ist — Haß. Wie gesagt, man kann eine solche Verrottung nicht belehren, nicht bekehren, M a n k a n n aber und m u ß sa g e n , da ß sie mit dem De u t sch t um n ichts zu tu uh a t, daß sie das Erze u g n i s w u ch e r n de r S ch ä d l i n g s k e i m e i st , d i e geschwächte Hirne und boshafte Herzen in di.eser Zeit besiedeln und verderben. Der Anblick ist g r a u e n h a f t. Aber er darf uns nur bestärken in dem Entschluß, das Rechte zu sagen und 511 beleben. Der Himmel ist auf Erden nie zu erhoffen, aber dem leibhaftigen Unfug, der ungemischten Bestialität schlägt immer wieder einmal die richtende Stunde. .! Aus der Zeitungswelt. In den ,,Politischen Zeitfragerr", Monatsschrift für alle Gebiete des öffentlichen Lebens unter der Schriftleituug voll Dr. Anton Pfeiffer (München) finden wir in Heft 5/6 eine Abhandlung über den „N a t i 0 n a l s 0 zi a l i snui 8". Das Ergebnis der 50seitigen Untersuchung ist folgendes: „Fassen wir zusammen! Ist der Nationalismus die Hoffnung für ein glückliches Großdentschlnnd? Wir antworten mit aller Klarheit und Bestimmtheit: Nein! Er ist eine der bereits allzu vielen Parteien nnb vertritt Grundsätze, die ein Deutschland unserer Träume nicht verbürgen. Wir moderne Menschen sind gewohnt, nach großen Zeiträumen zu rechnen. Wir sagen, von Karl dem Großen bis zur Entdeckung Amerikas oder zur Glanbensspaltnng in Deutschland reiche das Mittelalter, und von da an beginne die Neuzeit, unsere Zeit. Die Leute, die in späteren Jahrzehnten leben, werden die Jahre vom Weltkriege an als Uebergangszeit zur n c u e st e n, zu ihre r Zeit ansprechen, als Jahre der großen Krisis zu einer Neugestaltung der Verhältnisse. Die großen Jrrtümer, die nun seit dem Humanismus in der Knltnrwelt fortgewirkt, sich entfaltet und ausgebaut haben, erreichen den Zenith im Schlußsatz -des Marxismus, in der bolschewistischen Zentralistisch-unitaristischen Weltrepublik, die keinen Gott mehr kennt, die eine völlige Emanzipation der Menschheit vom Gotiesgedanken und die rein diesseitige Weltregierung nach kommunistischen Rezepten bedeutet. Der nationale Sozialismus ist ein Abbild davon, angewendet ans eine einzelne Nation, die deutsche. In zelstralistisch-unitaristischein Aufbau will er durch die sich selbst genügende Lebens- und Seinsregel des deutschvölkischen Gedankens ein neues, besseres Deutschland mit Gewalt und Diktatur schaffen, von einer- Zentralgewalt aus seine Kultur, seine Wirtschaft, seine Politik den Deutschen aufzwingen. Sein Grundgedanke ist nicht der christliche, sondern ein konstruiertes Christentum, das Mittel zum deutschvölkischen Zweck sein muß, wenn es geduldet werden will; sein politisches Ziel ist die zentralistischunitaristische Diktatur und fein Wirtschastsgedanke vorläufig der Staatssozialismus!" Alleinige Anzeigen-Annahme Rudolf Mo sse, Anz eig*en-Annaüm e für sämtl. Zeitungen Deutsclilanda und des Auslands Berlin 8^V 19, Jerusalemer Straße 46-49 / Breslau / Chemnitz / Cöln a. Rh. / Dresden / Düsseldorf / Erfurt / Frankfurt: UtM. / Lalle (Saale) Larnburg / Lcmnover / Leipzig , Magdeburg / Mannheim / München / Nürnberg / Stuttgart / Prag / Wien / Budapest / Warschau / Basel / Zürich. 1 Ji iiTiTitfl * iP(int)tün6c Ein Duft, der [ich bei aller Fülle durch Zartheit und Pikanterie auszeidmet und die fein empfindende Dame immer wieder entzück. / Myftikum-Puder. -Tafchenpuder, -Bade-Kriftalle, -Toilette- und -Haarwaffer tragen gleichmäßig das herrlidie Aroma des Parfum-Myflikum. Sie find in ihrer charakterißifchen Ausstattung eine Zierde für jeden Toilette!ifdi. / Myftikum-Stift für die Lippen in heller und dunkler Tönung if? die neuere Ergänzung der Myftikum-Serie. 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