Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 2 (1923)
- Issue
- 32 (9.8.1923)
- Date
- 1923-08-09
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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262 cms Nürnberg, der als zweiter Redner auslmL, testieren -lassen. Der katholische Stadtpfarrer Leier, Bürgermeister Merkte, Arbeiter-sekretär Lang, Konsumvereinslagerhalter F i m - schild und Dr. Hommel zerpflückten in ihrer Kritik die gemachten Ausführungen. Besonders letzterer wies In tiefgründiger und dabei satirischer Art die Verlogenheit und die Verstiegenheit antisemitischer Theorien, vor allem der Rassenlehre nach-, zur all-gemeinen Belustigung des Audi torirrin s nahm er zum Nachweis der verfehlten Theorie eine Demonstration an den beiden antisemitischen Rednern vor, die den arischen Typ durchaus vermissen -lassen. Der für die Nationalsozialisten sehr erwünschte Eintritt der Polizeistunde^ lies; das Schlußwort der Referenten in Wegfall -kommen, sicher nicht zur Betrübnis derselben. Die Herren konnten an diesem Abend einsehen, daß in Schweinsurt kein Nährboden für ihre verhetzerischen Bestrebungen vorhanden ist, rrnd daß der gesunde Sinn der Bevölkerung, vor allein der Gewerkschaften, ihre Bewegung und ihren Geist durchaus ablehnt. Wie wir hören, werden in der nächsten Zeit noch an anderen Orten von hiesiger Seite einberufene Versalnmlungen statts-inden. Wir glauben, daß dieses Vorgehen empfohlen werden darf. Ms öer Zeitrmgswelt. In der August-Nummer des „Hammer" finden wir eine Notiz ,.V ö l k i s ch e und K o m m u n i ft e n", die beweist, daß in dem Anfseheu erregenden Verhalten der Völkischen gegenüber den Kommunisten (vgl. Leitartikel des Grasen Reventlow in der kommunistischen Berliner „Roten Fahne") System liegt: „Dr. Ducker sprach in Jena vor einer Versammlung von Kommunisten, die ihn verständnisvoll anhörten. Er sagte n. a.: „Unsere völkisch-sozialen Ziele gehen darauf hinaus, dem Arbeiter, als einem der Haupttrüger der völkischen Gesellschaft, diejenige Stellung unb Wertung im Volksieben zuzuerkennen, welche ihm von Gottes und Rechts wegen wie jedem anderen Miede des völkischen Organismus gebühre. Der Unternehmer und Bürger sei auf den Arbeiter ebenso angewiesen wie der Arbeiter auf den Bürger und Unternehmer." Daher sei eine Verständigung Zwischen Bürgerturn und Arbeiterschaft notwendig, denn beide hätten einen gemeinsamen Feind: das international organisierte Großkapital. Der völkisthe Antisemitismus entspringe nicht aus einem Hasse gegen die Juden, sondern aus der Liebe zum deutschen Volke. Wir Völkischen machen dem Juden aus seiner jüdischen Eigenart an sich keinen Vorwurf, ebensowenig wie wir dem Chinesen oder Japaner wegen ihrer anders gearteten geistigen Einstellung einen Vorwurf machen. Wir sehen in dem Juden lediglich ein unserem Volkstuwe Msenseindliches Element, das nur zum Unheils unseres deutschen Volkes wirten kann, selbst dann, wenn es den ehrlichen Willen habe, sich unserem Staate einzufügen. In der Aussprache schlugen einige Kommunisten geradezu nationale Töne an; anderseits zeigte sich freilich, daß infolge einer Planmäßigen Irreführung viele in unberechtigten Vorurteilen gegen die Völkischen, besonders gegen die Hvtler-GruPPe, besangen waren. — Oeftere derartige Aussprachen werden hoffentlich beide Lager einander näher bringen."!# In ihrer Nummer 531 veröffentlicht die „Költtisch-e Bolkszertrrng", das offizielle Organ der rheinischen Zentrumspartei, einen Aufsatz ihres Münchener .Korrespondenten: „Das deutsche T u r n f e st und seine politischen A u s w i r k u n g e n." In dem Bericht, heißt es: „Das XIII. Deutsche Turnfest hat mit einem glänzenden nationalen Erfolg abgeschlossen. Leider ist ans innerbayerischem Gebiet ein übler Bodensatz zurückgeblieben, und zwar durch die Schuld jener Kreise, die sich als die Patentierten Vertreter des Deutschtums ausspielen, dabei aber die Interessen des Deutschtums schwer schädigen. Tie Schuldigen sind die Nationalsozialisten, die schon lange vor Beginn des Turnfestes versucht hatten, bei dieser Gelegenheit parteipolitische Geschäfte zu machen. Sie wollten das Turnfest zu einer großen Kundgebung deutschvölkischen Stiles gestalten. Ihre Bemühungen, das gesamte deutsche Turnlvesen in deutschvölkischem Sinne umzugestalten, sind vollständig mißlungen. In der rechtsradikalen Presse wird dem vorbereitenden Festausschuß der „traurige Ruhm" zugesprochen, „die Veranstaltung schon in der Anlage verpfuscht zu haben" dadurch, daß verschiedene ausländische Vereins eingeladen wurden, daß die Juden nach wie vor gleichberechtigt sind, daß Ludendorff erst nach Beginn des Festes eingeladen wurde und daß der Bun-desvorsitzende Dr. Berger bei Alleinige Anze igen-Annalime Rudolf Mosse, Anzeigen-Annahme für sämtl. Zeitungen Deutschlands und des Auslands Berlin LW 19, Jerusalemer Straße 46-49 / Breslau / Chemnitz / Cöln a. Rh.' / Dresden / Dicheldorf / Erfurt / Frankfurt a. M. / Lalle (Saale) Lamburg / Lannover / Leipzig ✓ Magdeburg ✓ Mannheim ✓ München / Nürnberg / Stuttgart / Prag / Wien / Budapest / Warschau / Basel / Zürich. Else Ballin Ernst Kleimenhagen Verlo bte, Halberstadt Nordhausen im Juli 1923. Walter Frank Fanny Frank, geb. Loose Vermählte. Straubing, im Juli 1923. /•*“—— ■ --—v Käte Michaelsohn Dr. Martin Cohn Verlobte. Leipzig-iEutritzsch Bochum Delitzscher Strasse 1t Arndtstrasse 7 August 1923. T Die Geburt eines munteren i v. Mädchens zeigen in dankbarer Freude an c Aibert Levy und Frau Fränze, geb, Bucky. Altenburg (S.-A.), 21. Juli 1923.^ Die Ortsgruppe. Fürth, des Central- Yereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, B. V. ist durch den während eines Erholungsurlaubs in. Berlin erfolgten Tod des Herrn Professor Dr. Alfred Feilchenfeid in tiefe Trauer versetzt worden. Der Heimgegangene hatte vor mehr als 15 Jahren den Vorsitz übernommen und bis zu seinem Ableben mustergültig geführt; er hat durch umfassendes Wissen, rastlose Arbeit und vornehmste Gesinnung allgemeine Achtung genossen und sich ein bleibendes und ehrendes Andenken bei unseren Mitgliedern gesichert, Ortsgruppe Fürth des Central-Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens. L A.: Karl K u n ♦ e u t h e r. Die glückliche Geburt einer Tochter zeigen hocherfreut an Rechtsanwalt!W5ax Goldstücken und Frau Tilly, geb. Philipsborn, Berlin, 1. August1923, Friedrich-Wilhelm Str.18. t suchen für särntliche Abteilungen t 1 Kleiderstoffe 1 Baumwoltwaren; 1 Damen'Konfekiion 1 HerreN'Konsektion ] l Woll- und Kurzwaren \ Wäsche \ vertrauenswürdige n. sachkundige; -VeekKUfSkräfte.! „(Rowenta“ j der elektrische Heiz- und Kochapparat für Reise und Haus, L__ J »Anzeigenschluß! ~ für Nr. 33 vom 16. August d. 3. ist Mon- iag, den 13. August, vormittags, s frans)). 6a Wäftn SESSS E Grunge & Co. Telephvrr: Kiirfürst 1363. Mm MW, Dr., 24 I. alt, Mär; 1923 approbiert.fncht Assistent.» Stelle. Off. mck. 8. El 04 au Rudolf Moste. Dürnberg. > Syndikusgesucht für d. Landesverband prov. Sach-,?en(SitzMagdebnrg). { Central-Derern deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens E. V. Derll'n 8N68 Lindenstraße 18, I. WWMW Max Joseph, Berlin S- 37, Metzer Straße 33,7. Telepdon Hllmbotdt 4003. krsakellschmster selten zu Hmrse, sucht lüDbiierfes Zimier. Telephon möglichteit. Sch'ckesrenderg Berlin, Schurrenstr. L4.'55. 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