Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 2 (1923)
- Issue
- 31 (2.8.1923)
- Date
- 1923-08-02
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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254 sich das Verbot nicht gegen die vielen bekannten, teils moralisch an tastbaren, teils gegen den Staat sich dichtenden ober leine Fun-ktionäre verhöhnenden Schriften wendet, nnd «auch die als jugendverderbend zu be- Zeichn-ende Schundlit-e r a t u r. - Gegen diese Schrillen hat die S. B. B.-Derwaltung beirre vertriebseinschränkende Derfng-ungen erlassen, wennschon solche öffentlich die Ausspottu-na der Behörden und die Demoralisierung unserer Generation zum Alvecke Haiden. wobei aber bemerkt fei, daß eben viele dieser Schmähschriften Produkte unserer „internationalen" Gäste find. Zeder ernsthafte Schweigerbürger und Christ muß sich gegen diese üZerhandnehmende Verkörperung indischer Interessen in seinem Vaterlande empören und verlangen, daß nicht die Interessen unserer fremden internationalen Gäste, sondern mehr vaterländisch-nationale Gesinnung unseren schweizerischen Organen die Richtlinien für derartige Erlasse geben. Hierzu ist z u bemerken: Das Ford-Buch treibt mit erlogenen, sogar von den wütendsten Antisemiten (Theodor Fritsch, dem Herausgeber der deutschen Ausgabe) preisgegebenen Material („Protokolle der Weisen von Zion") die bösartigste Hetze gegen die Juden. Eine Verhetzung dieser Art widerspricht dem Schweizerischen Strafgesetze. Eine Auslegung in den offiziellen Bahnhofbuchhandlungen stellt ferner eine schwere Verletzung der Empfindungen der jüdischen Bürger der Schweiz dar, außerdem auch eine Beeinträchtigung der Schweizerischen! Verkehrsinteressen." ' Meine Chronik. Neben den zahlreichen Teilnahmekundgebungen, die Kom.-RaL Frankel (München) nach dem Ueberfall aus ihn aus den ihm nahestehenden Kreisen erhalten hat, befinden sich auch zwer Zuschriften evangelischer Geistlicher, die ihm völlig unbekannt sind. Wir entnehmen den beiden Briefen folgende Sätze: . . . Als Diener und Bekenner Christi fühle ich mich gedrungen. Ihnen meine herzliche Teilnahme wegen des Ihnen zuge fügten Leides auszusprechen, und zugleich meinen. Abscheu gegen solche Rohlinge kundzugeben, die den Namen eines echten. Christen und wahren Deutschen durch solche Roheitsakte gegen Sie geschändet haben. ... H. B., errang. Pfarrer." . . . Die ruchlose Tat, deren Opfer Sie wurden, würde von Ihnen und Ihren Familienangehörigen allein getragen und im Gemüte verwunden werden Knnen, wenn sie isoliert dastände. Aber die Umstände, unter denen sie sich ereignete^ rücken sie in ein anderes Licht und wandeln in- Ihnen, verehrtest er Herr Kommerzienrat, das Leidgefühl; geben auch einem weiteren Kreise, auch den Ihnen Fremden, das Recht, an Ihrem Leide mitzutragen und in aller Bescheidenheit zu sagen, wie auch er über die Verblendung, die Verirrungen, Mer die Ruchlosigkeit und Rohheit traue«, schwer trage an allem, was unser Volk zerrüttet, und seine Einheit zerfetzt. Mt der Bekundung herzlicher Hochachtung Ihr ganz ergebener Pfarrer F. B." /Antworten. B. S„ Breslau. Die unerhörten Briefkaftenangriffe schärfster persönlicher Art in der Mai/I-rmi-Ätummer des „Mitteilungsblattes des Verbandes national«, deutscher Juden" auf die Breslauer Ortsgruppe des Central» Vereins und unseren Syndikus Rechtsanwalt Foerder sind uns bekannt. Wenn sich jemals das Wort: „Wer schimpft, hat Unrecht!" bewahrheitet hat, dann in diesem Falle. Welche Gründe für die GeneralversammlungsteilnelMer maßgebend waren, Herrn Rechtsanwalt Foerder ihr Vertrauen auszusprechen, darüber sind die Herren nur sich selber Rechenschaft schuldig. Die mühselige Konstruktion einer „Trägheitslogik" wird in ihrer gewollten Absicht, unsere bewährten Freunde in Breslau zu kränken, diese herzlich wenig berühren. A. Mosen, Leipzig. Wir danken Ihnen für die Uebersendung des „Reuen Vsgtländifchen Anzeiger". Daß der vogtländrsche Heimatdichter Julius Mosen, dem wir das bekannte Lied „Andreas Hofer? verdanken, Jude war, wird vielen Freunden seiner „Bilder im Moose" nicht bekannt gewesen sein. W. I., Nürnberg. Es wird sicherlich me?)rere Leser der „C. B.- Zeitung" interessieren, daß der Kurdrrektor von Bad Sieben keinen Wert auf jüdische Gäste legt. d M. F., Charlottenburg. Cs liegen bei uns keine Nachrichten vor, daß Helgoland antisemitisch ist. N. M.» Berlin. Wie wir der offiziellen „Zionistischen Korrespondenz" entnehmen, sind 19*22 nach Palästina 7844 Juden, 244 Christen und 60 Mohamme» daner eingewandert. Seit der britischen Okkupation, d. h. im Laufe von rm» gesähr fÜMf Jahren, sind ausgewanüert: 1AB Juden, 716 Christen und 720 Mohammedaner. Von den eingewanderten 7844 Juden stammen aus Polen W00, Rußland 735, Ukraine 1679, Rumänien M0, Lettland 281, Litauen 223, Tschechoslowakei 26, Deutschland 24, Oesterreich 165, Ungarn 83, England 31, ander« europäische Länder 65, Anrerika 166, Türkei 143, Syrien 7, Aegypten 191, Asien 307, andere Länder 186. dl. M.» Frankfurt er. M. Gegen den Herausgeber der deutschen Uebev» setzung der „Geheimnisse der Weisen von Zion", Hauptmann a. D. Müller» v. Hausen wurde wegen Beleidigung des Andenkens des Vaters des ermordeten Reichsministsrs Rathenau, Emil Rathenau, vor der 6. Strafkammer des Landgerichts II am 22. Juni verhandelt. Dev Angeklagte gab folgende ErktärunD ab: „Nachdem Professor Naager (in München, der Schöpfer des Frieses) eidlich bekundet hat, daß er von Emil Rathenau nicht die Anweisung erhalten hat, «bgefchnittene Königshäupter an seinem Hause anzubringen, sondern daß er lediglich ein in Venedig vorhandenes Motiv nachgebildet habe, können die im Brühe „Die. Wersen von Zion" enthaltenen Vorwürfe nicht -aufrechterhalten werden." Rechtsanwalt Grünspach, der Vertreter der Witwe Emil Rathenaus, erklärte, er werde daraufhin dieser die Zurücknahme des Strafantrages empfehlen. Die Verhandlung wurde infolgedessen vertagt. — Ihr Hinweis, daß sich schon wieder eine neue Auflage der „Weisen von Zion" im Druck befindet, dürfte für d-n Fortgang der VergleichsbemAhungen von gewisser Bedeutung fein. Für die Ruhrsammlung eingegangerr von Sanitätsvat Dr. Paul Richter (Berlin) 10 000.— Mark. Der Betrag ist rveitergeleitet worden. Lehrer M. S. in L. 9700 Mark. - A. M. in D. 5000 Mark. - B. H. in B. 3660 Mark. —.Landgemeinde H. 50000 Mark. — Aus :-»i Ji iiTiTtfl t ■ - ' Ein Duft, der fleh bei aller Fülle durch Zartheit und Pilcanferie auszeichnet und die fein empfindende Dame immer wieder entzückt. / Myfhlaim-Puder, -Tafchenpudcr, -Bade-Kriflallc, -Toilette- und -Haarwafjcr tragen gleichmäßig das herrliche Aroma des Pdrfum-Myfhkum. 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