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Central-Verein-Zeitung · 1923-06-21 · 25 (21.6.1923) · page 1

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
2 (1923)
Issue
25 (21.6.1923)
Date
1923-06-21
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Einzelnummer 100 M. Serlin, 21. Juni 1923 II. Jahrgang ♦ Nr. 25 VMter sürSeuMüun undluoentum 0rylm -es tenlralVereins -euticker ötaatsvüryer j üEcden Maudens'^v. S^U^SlinSii^S des Oudentums Verlag u. Schriftleitung: Lentral-Verein -eutfcher Staatsbürger jüöischen Glaubens e.v. öerlin SÄ) 68, Lin-enste. 13 Fernsprecher: Amt Dönhoff 3594,3595 Postscheckkonto: Berlin 30472 Telegrammadresse: Centralverein Lindenstr. 13. Berlin. Die Zeitschrift ist nur durch die zuständige Po ft an ft alt zum Preise von vierteljährlich M. 1200,— zu beziehe« Alleinige Anzeigenannahme: Annoncen-Expedition .Rudolf Masse, Berlin SW 19, und deren Filialen. Anzeigenpreis: M. 3000,— für die 7 gespaltene Zeile nach Rudolf Mosses Normalzeilenmesser Nr. 4, Familienanzeigen und Stellengesuche für Mitglieder des Central-Vereins mit 50^o Nachlaß. Die 90*mm breite Reklamezeile M. 12 500,— Der ^uöe - veutfthlanös Unglück! Griefe von Professor Dlfen (Erfurt) unS Professor Golöftein (darmsia-t). . Diefe^ Nummer der „C. V.-Zeitr»ig" un^rscheidet sich wesentlich von den.- früheren Nummern' nach Form und Inhalt. Vor längerer Zeit erhielten wir als Antwort auf die Rathenau-Nummer der „C. V.- Zeitnng" nachfolgenden Brief des Herrn Professor Hans Tilsen, eines bekannten Erfurter Malers. Das Schreiben aibt einen Einblick in geistige und politische Ernndanschauungen der Tentschvölkischen unserer Tage. Aus diesem Grunde haben wir Herrn Professor Tr. Inlins G v l d st e i n (Darmstadt) gebeten, die in denn Briefe vorgebrachten Gesichtspunkte, soweit sie thpische Bedeutung haben, zum Gegenstände eines Antwortschreibens zu machen. Wir glauben, daß der hier vorliegende Schriftwechsel für unsre Leser und für weitere Kreiseder Oeffentlichkeit von Bedenltung ist. Die S eh r i f t l e i t u n g. 'Erfurt, am 20. Scheidings 1922. Als Vielbeschäftigter komme ich erst heute dazu. Ihnen für die Zusendung der Rathenau-Mord-Nummer zu danken. Ich habe sie mit großem Interesse gelesen. Widersprüche regten sich an vielen Stellen und heute, da ich das Blatt.wieder zur Hand nehme, scheint es mir, als ob es zum gegenseitige n V e r st e h e n beitragen könnte, wenn auch ich, gewiß neben vielen anderen, den Versuch mache, Ihren Lesern zu sagen, was ich über die I u d e n u n d d ie Iud e n s ra ge denke, wenn ich Sie und Ihre Leser Hineinblicken lasse in die Gedankenwelt eines Deutschen und Christen, eines Kri std eutschen, der nichts anderes kennt und wünscht als das Heil und Glück seines Volkes und somit nichts anderes wünscht und kennt als das Heil und Glück der Menschheit überhaupt. Sollten mich Ihre Leser auch nur anhören wollen, dann bin ich's schon zufrieden. Das Verständnis kommt dann von selbst, denn zu verstehen bin ich. Dvransschicken muß auch ich: Die Jndenfrage ist Rasierrfrage. Religionsfrage ist sie nur insoweit, als nicht nur jede Rasse, sondern auch jedes Volk, und -selbst einzelne Volksteile sich ihre eigene Religion bilden ans ihrer Stammesei g e n t ü m i i chkeit, aus ihrer B l u t s b e s o n d e.r h e i t heraus. Wir brauchen nur über den Erdkreis zu blicken, um das bestätigt zu finden. Die geringen Ausnahmen sind nur Beweis für die Regel. Alle Kulturgüter eines Volkes, einer Rasse finden ihren Ursprung in den. Grundbesonderheiten dieses Volkes, dieser Rassei Sie haben in einer vieltausendjährigen Entwicklung die ^verschiedensten., oft scharf von einander abstechenden Formen angenommen. Und doch.-führen Fäden, Wege und Stromwellen, die bis in den Urquell alles Geschehens zurückreichen, von einem Volk zum anderen, von einer Rasse zur anderen, und Ausgabe der Besten eines, jeden Volkes ist es, diese Faden zu festigen, die Wege zu verbreitern, zu verbessern und zu' vermehren und die Stromwellen zum Strom zusammenzufassen, auf daß Glück, Friede und Segen sich über die Völker, über die Rassen und endlich über die Alenschhe.it ergießen. Ich spreche >im folgenden, nur von den Juden in Deutschla n d. Wir Deutschen find das Wirtsvolk, Die Juden sind das Gastvolk. Daß. Gäste unangenehm werden können, wissen wir alle. Daß man aber gewisse Gäste nicht so leicht wieder los wird, ja, daß man sich ihrer kaum erwehren kann, das haben uns so recht eigentlich erst die N a ch k r i e g s j a h r e gezeigt, und zwar — jetzt einmal ins alltägliche Leben gegriffen — bei Gelegenheit der Aufn-ahme neuer Mieter . im Eigenhause, neuer Ab Mieter -in der Eigenwohnung. Kaum daß man noch Herr in seinem Hause, Herr in sein e r W o h n u n g t st! Da hat man in einem Leben voller Entbehrung, Sorge und Arbeit soviel zusammengedarbt, um sich — vielleicht im Eigenhüuschen — ein geruhiges und zufriedenes Alter zu sichern, da kommen F r e m d e und Fremdlinge daher und setzen sich hinein in unser Heim und spielen gar, ohne lang zu fragen, die Herren darin! Im kleinen das. Im großen das gleiche; beim Einzelmenschen, wie beim ganzen Volke! ' Rücksicht, Anerkennung, Dank sind Begriffe, die bei dieser Art von Gästen ihre Be-' dcutung verloren haben. Rind dann wundern sich eben diese Gäste, wenn man sie eines schönen Tages mit ' s a n f t e r e r o der r a u h e r e r Gebärde — je nach dem! — a n d i e L u s t des ö x d e r t. Denn schließlich sind w i r es, die sich in jahrtausendelangem Wirken und Werken dieses „stattliche Haus"'gebaut haben; wir wollen und wir können das nicht vergessen. Vergessen das aber unsere Gäste, so ist es ihre Schuld, wenn wir von unserem Hausrecht Gebrauch machen. Wenn nun schon die Beziehungen von Familien, die nebeueinander oder durcheinander wohnen, sorgfältigster Pflege bedürfen-, wieviel mehr der Pflege und Sorgfalt in der Behandlung der gegenseitigen Beziehungen brauchen nun erst die V ö l k e r s a m ilie n, die nebeneinander oder durcheinander wohnen, besonders aber dann, wenn es sich dabei um Rassengegensätze handelt. Das deutsche Wirtsvolk und das jüdische Gastvolk g e h ö r e n z w e i s chars getreu n t e n Rassen an, Germairen die einen, Semiten die anderen, gewaltige Gegensätze an inneren und äußeren Merkmalen, ohne zu fragen oder hier entscheiden zu wollen, welches! Volk das h ö h e r st e h e n d e sei, das Wirtsvolk oder das | Gastvolk. .

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