Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 2 (1923)
- Issue
- 24 (14.6.1923)
- Date
- 1923-06-14
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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198 Pharisäern und den Deutschen scheint ein wunderbares Einvernehmen 311 herrschen; sie sind wie geschaffen, sich gegenseitig zu verstehen. Der Gedanke von Marx, der der Sohn eines Deutschen und einer Jüdin war*), verlieh dem germanischen Hochmut seine ganze Gistigkeit. Tic sozialistische Welt must eine deutsche Welt sein... Der sozialistische Glaube ist eine jüdische Idee,'durch die Deutschen in Tätigkeit gesetzt. Die Inden haben allgemeine Ideen, aber diese zerbröckeln in den Staub von Sonderinteressen. Die Deutschen erst bringen hinein das, was da fehlt: die Macht ltnb das unfehlbare Organ des Staates. — Die Deutschen sind sehr ungerecht gegen ihre Juden. Infolge der Manie ihres feudalen Hochmutes weigern sie sich anzuerkennen, was sie der biblischen Nasse schulden, die unter ihren Händen aus das Vorrecht der Auserwähltheit verzichtet, sind sie so wenig gerecht, daß sie Heinrich Heine das Genie in ihrer Sprache abstreiten. Das geschieht Zweifellos, weil er Geist hatte; an diesem Merkmal allein Erkennt inan schon, daß ein Mann unwürdig ist, ein Deutscher zu sein." Das sind die Worte Snaräs, auf die Schelersich stützt. Man erkennt, wie schwach die Stütze ist. Von dem grimmigen Hast, mit dem von diesen -beiden Schriftstellern die Deutschen bedacht werden, bekommen die Inden im allgemeinen und die 'deutschen Inden, im besonderen eine tüchtige Portion ab. Es ist aber mit der größten Mühe nicht herauszusinden, daß der „Zersetzende jüdische Geist" (den keiner von beiden auch nur mit einem Worte erwähnt) als Grreger des Deutschenhasses von ihnen empfunden wäre. — Durch die Empfehlung eines so hervorragenden Deukers und einflußreichen Schriftstellers wie Max Scheler dürste sich wohl mancher Leser angeregt suhlen, besonders nach dem Buche von Verhaeren zu greisen. Dann möge er aber auch nicht verfehlen, die Kapitel „Les crimes" und „L'Allemagne incivilisable" zn lesen, um zu ersehen, welcher Verirrungen ein edler Geist, wie Verhaeren unzweifelhaft einer war, fähig, und wie sestbegründet seine Meinungen sind, ans die Scheler sich berufen zu dürfen glaubt. *) Das tfr, wie bekannt, nicht richtig. F. R., Hamburg. Wir danken Ihnen -bestens für Ihren Hinweis darauf. Laß von dem bekannten völkischen Agitator und Verleger Richard A u - 6 e w i t t e r bisher folgende Schriften erschienen sind: „N acktheit und A u f st i e g." Ziele zur Erneuerung des deutschen Volkes. „N ackt h e i t u n d K u l tu r." Neue Forderungen. „N a ck t." Eine kritische Studie. (War beschlagnahmt!) „Die Nacktheit in e n t w i ck l u n g s . geschichtlicher, moralischer und künstlerischer B e l e u ch - tung." Wir empfehlen den deutschnationalen Herren Ihrer Bürgerschaft, die sich letzthin — Dr. Nidderhofs und Dr. Nagel sind übrigens nicht Senatoren, sondern Mitglieder der Bürgerschaft — so eifrig gegen die Schund- und Schmutzliteratur aussprachen, das literarische Wirken des Herrn Ungewitter zur Beobachtung. L. H.» Berlin u. a. Meldungen über antisemitische Vorfälle in Badeorten, Hotels nfw. führen nur dann zur Aufnahme in unsere „Antisemitische Bäderliste", wenn hierfür verbürgte Unterlagen beigefügt werden. Falls Sie dagegen eine Berichtigung unserer Liste wünschen, weil der betreffende Ort, der Hotelbesitzer usw. keinen Anlaß mehr zur Beschwerde bieten, so feuut das tute geschehen, wenn uns die Kurverwaltungen, Hotelbesitzer ufw. eine zweifelsfreie Erklärung übermitteln, daß jüdische Gäste genau so willkommen seien wie uichtjüdische. Du. W., Küstrin. D'Annunzio ist nicht jüdischer Abstammung. Dar Märchen, daß er Rapvaport heißt, ist von ihm selbst.längst widerlegt. H. B.. Uelzen. Die Firma E d u a r d V o r a t h (Magdeburg), G. m. b. H., Eiserrgroßhandlung, versendet Briefe mit einer hake u kreuz um t a h m t e n Stempel: „Anfragen und Offerten von jüdischen Finnen werden nicht berücksichtigt, da wir mit Juden nicht arbeiten." I. S., Frankfurt a. M. 20 000 Mark für die „C. V.-Zeituug" erhalten, desgleichen von Herrn Kurt Loeb im Haag 40 000 Mark. Besten Dank! Für die Ruhrbikfe gingen ein von Philipp Kahn (Mülheim a. d. Ruhr) 10 000 Mark. Der Betrag ist weitergeleitet worden. £e£en Nervenschwäche, Erschöpfungszu- » ■■■ stände, sexuelle Neurasthenie ein anregendes und kräftigendes Yohimbin-Hormon-Präparat der Akt.-Ges. i Hormona, Düsseldorf-Grafenberg. Fachärztlich begutachtet und ] sehr empfohlen. Prospekte gratis. Erhältlich in allen Apotheken! Kleiderstoff-Großhandlung Gegründet 1862 E. Pincus, Leipzig Reichsstratze 2S Spezialitäten: Popelines, Serges, Gabardines, Ehevioks ufw. 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