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Central-Verein-Zeitung · 1923-05-17 · 20 (17.5.1923) · page 9

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
2 (1923)
Issue
20 (17.5.1923)
Date
1923-05-17
Page
– (sequence 9)
Language
German
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165 der Ausfall der Wahlen im Sinne bestimmter Parteienvon der Stellungnahme der weiblichen Wählerschaft äbhängt. um zu erkennen, von welcher Bedeutung in einem -demokratischen Staatswesen die Einstellung der F r a u e n zu den Dingen ist. Dies« unbestreitbare Tatsache birgt aber sür unser ganzes politisches Leben eine große Eesahr in sich. Denn bis aus wenige Ausnahmen, die zum Teil sür uns Frauen nicht einmal rühmlich waren — nian denke an Denkt an die Ablieferung Eurer Vierteljabrsbeiträge! den Typ der Suffragette — standen wir Frauen den politischen Angelegenheiten meist sehr passiv gegenüber. Nun, pa wir das Recht unb, wie ich meine, sogar die Pflicht haben, aktiv an der Politik teilzunehmen, taten die meisten von uns einen Schritt ins Leere, da uns die fachlichen Unterlagen für ein begründetes politisches Arbeiten fehlten. Das Ergebnis war, daß wirber der Wahl entweder d e m Manne nuferer Wahl folgten, oder uns gänzlich fer nh ielte n, oder ab er auf Demagogen hereinfielen, die die Tatsache ausnuhten, daß wir Frauen gefühlsmäßigen Erwägungen viel leichter zugänglich sind als Verstandes mäßigen. Alle drei Beweggründe sind sür einen ernsten verantworrrmgsbewußten Staatsbürger wenig erfreulich, und der letzte ist es am wenigsten. Wie können wir das vermeiden? Gründen wir Frauengruppen! Denn nur in diesen tonnen wir in die Politik, von der Einstellung der Frau aus betrachtet, eingeführt werden und nur dadurch in 'der Politik als Frauen wirten, nämlich Politik treiben unter ethischen Gesichtspunkten. Wenn wir diese Lehrzeit überwunden haben, daun wollen wir hinein in die allgemeine politische Arbeit und ihr, unter Ausnützung unserer zahlenmäßigen Ueberlegenheit, das Gepräge unseres Wirkens geben. Was für die politischen Parteien gilt, muß auch sür einen großen Teil der C.-B.- Arbeit Geltung haben. Frauen werden durch Frauen leichter aufgeklärt, der wirtschaftliche Antisemitismus gerade der „kleinen Leute", wie er in Markthallen und Bäckerläden Zu finden ist und wo ihn die geschickte Agitation der Gegenseite Züchtet, kann durch die geschulte jüdische Frau an der Quelle bekämpft werden. Und ähnliche besonders der Frau vorbehaltene Arbeiten unserer Tätigkeit werden sich in Menge finden lassen. Darüber soll aber nicht vergessen werden, daß es in erster Reihe an uns Frauen liegt, wenn die Heranwachsende Generation in deutsch-jüdischem Sinne wirken kann. „Das Haus Jakobs — das sind die Frauen!" Ueber diese Seite unserer Frauenausgaben im C.-V. wird bei Gelegenheit noch manches zu sagen sein. Frau C. Hg. (Berlin). M-Heming iür D&iMesdiesse o. AnlsMiigen. Nachdem kürzlich der grösste Teil der dem Ausbau von Dachwohnungen und dem Auf stocken von Gebäuden hindernd im Wege stehenden Bestimmungen aufgehoben wurde, ist auf diesem Gebiete eine merkliche Belebung der Bautätigkeit unzweifelhaft zu b* ob achten. Damit gewinnt natürlich auch die Fra^e der Beheizung der auf solche Weise gewonnenen Räume erheblich an Bedeutung. Die -Erweiterung einer im Hause etwa vorhandenen Zentralheizungsanlage durch Aufstellung eines weiteren Heizkessels im Kelter dürfte in vielen Fällea schon aus Mangel an Platz oder aber an der Kostenfrage scheitern, während auf der anderen Seite die Aufstellung einzelner Oefen wegen ihrer n-.cht abzuleugnenden, seit jeher ins Gewicht fallenden Nachteile in bezug auf Brennstoffverbrauch, umständliche und zeitraubende Bedienung sowie in bezug auf Schwierigkeiten beim Heranschaffen der Brennstoffmengen und beim Fortschaffen der entstehenden Verbrennungsrückständenichtbesond€rs zu empfehlen ist. Dass ein wirtschaftlicher Heizbetrieb nur mit einer Zentralheizung erreicht wird, darf man als allgemein bekannt voraussetzen; es gibt eben bei sachgemässer Anlage keine einfachere, zuverlässigere, wirkungsvollere und billigere Wärmeeinrichtung für Häuser jeder Art als die Zentralheizung, wenngleich ihr auch irrtümlich immer wieder Nachteile angedichtet werden, die ihre wirkliche Ursache in den allgemeinen Zeitläufen mit ihrer katastrophalen Geldentwertung haben. Dass aber die Industrie dem Bedürfnis nach einer den heutigen Verhältnissen angepassten Zentralheizung bereits Rechnung getragen hat, die dem Besitzer wie bisher überall warme Aufenthaltsräume sichert, dagegen aber seinen Brennstoffverbrauch und somit seine Aufwendungen hierfür ganz erheblich vermindert, verdient in viel grösserem Umfange bekannt zu werden, als es noch heute der Fall ist. Eine derartige neuzeitliche Sammelheizung von bislang unerreichter Betriebsbilligkeit ist die „Narag-Heizung“. Binnen kurzer Zeit in vielen tausend Wohnungen installiert, ist sie dank den allseitig günstigen Erfahrungen, die man mit ihr machte, allein in Berlin inzwischen in rund hundert Aufstockungs- und Dachgeschosswohnungen eingebaut, wo sie sich allenthalben vorzüglich bewährt. Die Original-Narag-Heizung besteht aus dem gusseisernen „Narag-Kessei“ und den ebenfalls gusseisernen „Classic-Radiatoren“ und zeichnet sich vor allen ähnlichen Heizungen aus durch, ihren sehr geringen Wasserinhalt und ihren dadurch bedingten überaus niedrigen Brennstoffverbrauch. Die vier Wände des einem geschmackvoll ausgeführten eisernenZimmerofen gleichenden Heizkessels sind mit Wasser gefüllt, das auf die jeweilig erforderliche Temperatur erwärmt wird. An der Vorderseite ist, wie üblich, die Bedienungsklappe und die Aschfalltür angebracht Die Regelung des Schornsteinzuges erfolgt durch eine entsprechende Aschfalltür in Gemeinschaft mit einer im Rauchrehrstutzen befindlichen Drosselklappe. Die vier- oder sechssäuligen Classic- Radiatoren bestehen aus gusseisernen Säulen von verhältnismässig kleinem Querschnitt und besitzen daher gegenüber den Heizkörpern bisheriger Ausführung eine bedeutend grössere Heizfläche. Die Folge davon ist, dass mit Classic-Radiatoren gleicher Grösse eine beträchtlich höhere Heizwirkung erzielt werden kann, oder umgekehrt, dass 3ur Erreichung derselben Heiz Wirkung Classic-Radiatoren von wesentlich geringeren Abmessungen genügen. Als Brennstoff wird am zweekmäs sigsien Scbmel2koks in eigrossen Stücken verwendet. Grössere Stücke veranlassen leicht, zumal an den Kessel wand ungen, die Bildung von Hohlräumen, wodurch ein vollständiges Glühendwerden des Kokses bis ins Inuere verhindert und damit die Heizwirkung beeinträchtigt wird. 'Infolge der vorzüglichen Regulierfähigkeit des Kesselzuges ist der Brennstoffverbrauch ausserordentlich niedrig. Durch den geringen Wasserinhalt der gesamten Heizungsanlage ist die Anheizdauer nur sehr kurz. Die Aufstellung des Narag-Kessels erfolgt am zweckmässigsten bei Wohnungen in der Küche und bei Bureaus in einem kleineren Raume, dessen Mitbeheizung gewünscht wird. Die Verteil ungsleitangen werden am besten in oder frei vor der Wand verlegt, wie es sich auch zur Ersparung an Rohrleitungen empfiehlt; die Classic- Radiatoren sind nicht in gewohnter Weise unter den Fenstern, sondern in der Nähe der Türen aufzustellen, um so möglichst kurze Rohrleitungen zu erhalten; die Rückleitungen werden entweder auf dem Fussboden oder, unter Berücksichtigung der Balkenlage, unter demselben geführt. In weitaus den meisten Fällen wird die Aufstellung eines Narag-Kessels genügen; nur bei sehr ausgedehnten Anlagen mit zahlreichen gleichzeitig zu versorgenden Heizkörpern wird ein zweiter Kessel erforderlich sein. Die überaus einfache und dabei saubere Bedienung des Heizkessels unterscheidet sich in niv hts von derjenigen eines gewöhnlichen eisernen Zimaieroiens. Die grösste Wirtschaftlichkeit wird durch ununterbrochenen Betrieb während der ganzen Heizperiode erreicht, was bei Wohnungen ohne weiteres durchführbar sein dürfte. Bei Bureauräumen wird es sich allerdings empfehlen, falls nicht ein eigener ständiger Wächter anwesend ist, den Betrieb so einzurichten, dass die Feuerung morgens etwa 1 bis 2 Stunden vor Dienstanfang von der Reinmacliefrau in Gang gebracht wird, bei Bureauschluss aber vollständig niedergebrannt ist. Das alles sind Vorteile, die zur Genüge erkennen lassen, dass zur Heizung von Räumen, welche durch Ausbau von Dachgeschossen oder durch Aufstockungen gewonnen wurden, die „Narag- Heizung“ allen übrigen Heizverfahren entschieden vorzuziehen ist, um so mehr, als ihr Besitzer vom Hauswirt und auch von. jeder anderen Mietpartei völlig unabhängig seine Räume ganz seinen persönlichen Bedürfnissen entsprechend heizen kann. Ausführliche Beschreibungen Nr. 91 verschickt kostenfrei die Nationale Radiator Gesellschaft m. b. H., Berlin W 66, Wilhelmstrasse 91, wo auch eine betriebsfertige Narag-Anlage unverbindlich besichtigt werden kann. W: Friedrich 129, Täuentzien n. SiV- Friedrich 44. Leipziger 7,/72.Q: Gr. Fränkfurter 121. N0'-Landsberaer92. N- Chaussee 14. Brunen W6. NWWUsHäcker 15, Turmio. Ch'bcr-Kant 133, WUmefidorfer5i36N’köiln:Bera29,Hermänn56. rhoriBerliner 120t RESI UEHMANN STEGLITZ ÄS WWW .<5

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