Mannheim
Compact Memory

Central-Verein-Zeitung · 1923-05-04 · 18 (4.5.1923) · page 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
2 (1923)
Issue
18 (4.5.1923)
Date
1923-05-04
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2277379-2277415-2277433--00581-2279721
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

147 * — Die Befreiung von der Jndenfrage, ein Vorschlag von Professor Dr. Ernst Treffen- Als Nummer 8 der Flugschriften des „Aicker" erscheint im Um'versttätsverl-ag eine Schrift von Professor Dr. Tressen, der, was anerkannt sei, in leidenschaftsloser Weise das Problem zu lösen versucht und vorgibt, die endgültige Lösung gesunden zu haben. Diese soll auf der Grundlage einer, wie der Verfasser sagt, Rationierung des Judentums erfolgen. Eine Abmessung einerseits der Zahl, anderseits der Rechte der Juden innerhalb der deutschen Staatsnation nach der vaterländischen Stellung im Sinne von Geburt und Bodenständigkeit. Als Mittel empfiehlt der Verfasser Einwanderungsverbot, Ausweisung der seit 1918 in das Deutsche Reich eingewänderten Juden, Beschränkung der Rechte der Juden, die nicht durch Geburt und elterliche Ansässigkeit ihr Vaterland im Deutschen Reich haben. Unter diesen Voraussetzungen ist er für volle Gleichberechtigung der Juden, bei denen die letzteren Forderungen zutreffen. Allerdings stellt er dafür zwei Bedingungen, nämlich grundsätzliche Annahme der Parität und entschiedene Stellungnahme der „vaterländischen Juden" gegenüber unwürdigen Stammes- und Glaubensgenossen. Der Verfasser ist der Ansicht, daß unter diesen Umständen in wenigen Menschenaltern sämtliche in Deutschland ansässigen jüdischen Staatsbürger zu vaterländischen Juden geworden seien, womit es keine Judenfrage im. Deutschen Reiche mehr gäbe und der Antisemitismus seine Begründung verloren habe. Wir können diesen Vorschlag m seinem entscheidenden Teile nur mit Widerspruch aufnehmen. Für die restlose Aufgabe unseres jüdischen Menschen und unser Aufgehen im Vaterlande billigst uns der Verfasser nicht einmal das zu, worauf wir rechtlich schon jetzt einen Anspruch haben, nämlich völlig staatsbürgerliche Gleichberechtigung. —rg. Ueberbliök über die biblische und nachbiblische jüdische Geschichte, für die Wiederholung bearbeitet von S. Müller, zweite verbesserte und vermehrte Auflage. I. B. Metzlersche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart 1922. Der bekannte Verfasser von anerkannten, guten ausführlichen^ Lehrbüchern über biblische und nachbiblische jüdische Geschichte gibt hier für die Wiederholung einen U eberblick über das gesamte Gebiet des umfangreichen Stoffes. Auf 65 Seiten wird in übersichtlicher . Darstellung ein Abriß der Geschichte unserer Glaubensgemeinschaft gegeben, der bei aller Knappheit' nichts Wesentliches! übergeht. Der Werk einer solchen Uebersicht ist für jeden Schulmann einleuchtend. Sie ist ein unschätzbares Hilfsmittel bei der Wiederholung, die ein wesentliches Stück jeder Lernarbeit darstellt. Die Einzelbilder, die der frühere Unterricht iw Farbe und Glut getaucht, werden bei dieser Arbeit zu einem wirkungsvollen Gesamtbild zusammengesetzt und geben dem Schiller einen tiefen Einblick in die Zusammenhänge, Urjachen und Wirkungen geistigen Geschehens. Das Büchlein ist da'bei nicht nur notwendige Gedächtnishilfe und -stütze (logische Gliederung, Namen, Fachausdrücke auch in hebräischer Sprache), nein, es gibt durch die zusammen!) äugende Darstellung, die sorgfältig in schöner gehobener Sprache erfolgt, durch die Wärme und Begeisterung, die in ihr ausgegossen ist, den Schülern noch einmal eine Ahnung von der Größe und Erhabenheit unserer Geschichte und Relirgwnj und läßt sie einen tiefen Blick tun in die Herzen unserer Väter und Mütter und in die Seele der Welt. Wir können darum den Ueberblick für die Zwecke der Wiederholung warm empfehlen. R o t h s ch i l d - B a l i ng e r s.!r|ef« ««»>i* Ein christlicher Zrermö gegen jööisthe Gleichgültigkeit. Mit großem Interesse habe ich Ihre „C. D.-Zeitung" gelesen, die mir (ich weiß nicht, auf welche Veranlassung) zuaefandt wird. Ich habe in meinem Geschäft und auch privat schon seit langem eifrig i m Sinne I h r es C. V. gearbeitet und bin um so mehr -erstaunt, als ich andauernd bei Juden, die ich kenne, eine ungeheure Gleichgültigkeit feststellen muß in den Fragen, die den C. V. (und auch mich) bewegen. Dielen Inden, die ich sprach, ist es sogar lästig, sich mit den so wichtigen Dingen zu beschäftigen. Ein.ige kannten den Centval-Derein nur dem. Narnen nach und die „C. V.-Zeitung" überhaupt nicht. Wäre es nicht eine wichtige Aufgabe des C. V., in dieser Richtung Zu arbeiten, denn diese Miß stände Helsen dem Judenhaß mehr als aller Hakenkreuzrummel. Sie müssen durch persönliche Werbetätigkeit, die verhältnismäßig geringe Arbeit verursacht, die Gleichgültigkeit aus den jüdischen Reihen bannen und wieder etwas Sel bstbewußtsein hereinbringen. Für diese Arbeit eignen sich in hervorragendem Maße auch Nichtjuden, und so wie ich danken eine ganze Reihe christlicher Gegner des Judenhasses. In vorzüglicher Hochachtung. s K. H., Potsdam, y Nachschrift: Anbei ein Beitrag von 5000,— Mark nach meinen j Verhältnissen. Jugend siegt. Ueberall ist es so, in der Gesellschaft und im Beruf. Deshalb sollte jeder Mensch sich Möglichst lange jugendlich erhalten. Vor allem nmß das Gesicht jung aussehen. Wenn S« in den Spiegel blicken und er zeigt Ihnen ein schönes junges Gesicht, so sind Sie freudig gestimmt; dies aber wirkt sofort auf Zhr Inneres zurück und stärkt, erfrischt und verjüngt Sie. Zn diesen Zeiten, wo die Menschen schneller als sonst altern und die Freuden immer seltener Werden, muß man sich eine Freude unbedingt zu erhalten suchen: die Freude am eigenen Körper, die Freude am Zungbleiben. Auch dem Manne gegenüber ^at die Frau die Pflicht, sich lange jung zu erhalten. Nichts betrübt den Mann so, als wenn er sieht, wie bei seiner Frau die Zugend entschwindet. Er fühlt dann, daß auch seine schönsten Jahre vorüber sind. Wieviel Ehetragödien könnten vermieden werden, wenn die Ehefrau es verstände, sich länger jung zu erhalten. Wie aber erreicht man Schönheit und langes Zungbleiben? Man soll vor allem keine fragwürdigen Mittel anwenden; das sind falsche Freunde; sie täuschen Hilfe vor und machen die Sache nur schlimmer. Wohl aber gibt es ein prächtiges Mittel, dessen Erprobung Sie nichts kostet! Wie viele Menschen, die sich über ihr faltiges, graues Gesicht täglich ärgerten und die dadurch häßlicher und mißlauniger wurden, hat dies Mittel jung und hübsch und froh gemacht. Wie viele Herren, die infolge mäßigen Aussehens gesellschaftlich nebensächlich behandelt wurden, hat dies Mittel dazu verholfen, daß man auf sie aufmerksam wurde und mm von ihnen sagte: „Hat der sich aber rausgemacht." Dies Mittel sich zunutze zu mache», ist für jeden Menschen, ob Herr oder Dame, ei» Gebot der Lebensklugheit. Lassen Sie sich deshalb umsonst und portofrei eine Probe dieses köstlichen Mittels, das Marylan-Creme heißt, nebst einem interessanten Büchlein über Schönheitspflege senden. Sie können Porto sparen^ wenn Sie diesen Gratisbezugschein in ei» Kuvert legen und ihn offen als Drucksache senden, Porto dann nur M. 20,—. Auf Me Rückseite des Kuverts schreiben Sie dann Ihre genaue Adresse. G r a t i s b e z u g s ch e i n. An den Marylan- Vertrieb, Berlin 46, Friedrichstraße 18. Erbitte gratis und franko eine Probe Marylan- Creme und das Büchlein über Schönheitspflege. W: Friedrich 129, Tauen tzien 14. SWFriedrich44.Leipziger7ft2,0: Gr, Frankfurter 12 L N0'*Landsberaer92. M Chaussee 14. H:Brunen 196. NW:WilsnacKer 15. Turm70. Ch'bg:Kannte. WilmersdorferMiln:Bern29,Hermann56.rhofBerliner 120l RESI lEHMANN STTEGUtZ

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.