Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 2 (1923)
- Issue
- 10 (8.3.1923)
- Date
- 1923-03-08
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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77 Ich fühle mit Ihnen, wie l ä h m e n d ein derart beschämendes Verhalten Ihrer Mtglieder Ihre aufopferungsvolle Täti a k e i t beeinflussen -mutz. Als lanMähriner Führer von Beamtonoräanisationen, habe ich ein lebhaftes Verständnis dafür. Das aber darf ich zur Ehre der Deamtenfchast sagen, daß sie immer so viel- Verständnis für den Wert und die Bedeutung der von. den. Organisationen für den einzelnen geleisteten Arbeit gehabt hat und noch hat, um diese Organisationnicht im Stiche zu lassen, wenn es sich um den heute geraden: lächerlichen Betrag von 600 Mart handelt. Sie überwiesen mir Ihre Zeitschrift seit längerer Zeit trotz Ihrer wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Bisher habe ich dafür nur in Worten gedankt. Jetzt soll es durch die Tat geschehen, indem ich heute auf Ihr Postscheckkonto 10 00 Mark als teil weisen Ersatz der zu meinem Nutzen ansgewnndten Kosten überweise. Ich verbinde daruit die Hoffnung, daß nun auch die -rückständigen Mitglieder ihre Pflicht begreifen und das Versäumte umgehend nachholen. Mir scheint die Zeit für die Juden gerade ernst genug, als daß es notwendig für Sie sein sollte, das zur Ansrechterhaltung Ihrer dankenswerten Tätigkeit für die -deutschen Juden an wirtschaftlichen Mitteln Erforderliche von diesen Juden in lächerWi geringen Beträgen zuerbetteln. Hochachtungsvoll und ergebenst H. D o b b e r v h u l, Postinsvektor. Mehrere Mitglieder in Groß-Berlin. Sie machen uns darauf aufmerksam, daß in letzter Zeit wieder häufiger das Auftreten von Personen zn beobachten gewesen ist, die besorrüers in der Umgebung von Markthallen judenhetzerische Reden gehalten haL-en. Wir bitten, solche Personen stets feststellen zu lassen und uns die Namen anzugeben. Wir werden dann die notwendigen Schritte unternehmen. Jüdischer Handwerker. Frankfurt a. M. Sie führen Mage darüber, daß die Vereinsnachrichten Ihrer Ortsgruppe nrcht so prompt erscheinen, wie Sie es gern sehen würden, — eine Klage, die nicht ganz unberechtigt ist. Allein Sie verkennen die Schwierigkeiten, die uns durch die Papierteuerung und den durch sie bedingten Platzmangel erwachsen. Wären die Mitglieder des <L. V. von der Wichtigkeit ihres Vereinsorgans ebenso durchdrungen wie etwa völkische Kreise, bann könnte vielleicht die „L. B.--Zeitung" ebenso in eine , Tageszeitung umgewandelt werden, wie kürzlich der „Völkische Beobachter", i Und dann gäbe es keine Beschwerden, wie die Ihre. Völkischer Anonvmus in Nürnberg. Wir bestätigen Ihnen dankend Ihre Streifbandselwung. „Das wandernde Geheimnis" war uns längst bekannt. (Siehe besonderen Artikel in dieser Nummer). Dagegen hat. uns Ihre Randbemerkung in Schreibmaschinenschrift (wie vorsichtig!) sehr interessiert. „Druck des a ng ez e i g.t e n B u ch e s mu ß u n t er a l le u 11 m ft a n b e ii verhindert werden! Alles entdeckt. Fol g.e n u n b e reche n b a r. Manuskript sofort a n k a u f e n u m jeden Preis!" Welch rührende Besorgnis um uns. Alles entdeckt? Auch die Zusammenhänge zwischen Gassen- und K a s s e n a n t i s e m i t i s m n s? Sollte etwa . Hüten Sie sich vor Erpressung. Folgen unberechenbar. U. C.» Hamburg. Der kleine Druck unserer Zeitung trägt dem durch die wahnsinnigen Papierpreise bedingten Raummangel Rechnung. Wir werden Ihre Anregung ernstlich beachten. Ortsgruppe Bremen. Ihre Bitte, eine Puppe von unverkennbar jüdischem Aussehen aus dem Schaufenster eines Kunstgewerbehauses zu. entfernen., hat die betr. Firma u. a. damit beantwortet, daß Sie den Rest von fünf Stück zu 6060,— Mark ankauj'en sollten. Sie haben bei dieser Firma angefragt, wie hoch sich die nächste Lieferung stellen würde. Sie glauben also nicht an den „Räunmngsausverkauf"? Dipl. K. S., Berlin. Die Firma „Freho", Potsdamer Straße 43a, hat auf die Frage einer jüdischen Dame-, ob sie aus antisemitischen Gründen zurückgewiesen werde, als Antwort erhalten-: „Ja, wissen Sie, ich persönlich nehme ja keinen Anstoß daran, aber Sie wissen ja, wie das so im kaufmännischen Leben ist". Was die Firma nicht hindert, an jüdische Firmen mit Drucksachen heranzutreten. Betr. Vereinsnachrichten. Da stehen nunmehr 63 Vereinsnachrichteir — in Worten sünfundsechzig — im Druck und harren der Veröffentlichung. Die Ortsgruppen warten vaxb die Redner sind mißvergnügt. Ein Heer Beleidiger marschiert drohend gegen die „C. V. - Zeitung" auf. Wir bitten um Nachsicht. Raummangel ist nicht unsere Schuld. Der „Völkische Beobachter" ist groß und wir sind klein. So will es bis heute das deutsche Judentum. M. K., Pirmasens. Ihr Gedicht „Raritäten" war gut gemeint. Wir müssen jedoch die Aufnahme ablehnen, auch wenn Sie uns gestatten, in der vorletzten. Strophe „Speck" in „Wurst" umzuwandeln. S. S., Mannheim. Gobr. F. in E. L. H., München. Die Beträge haben wir erhalten. Besten Dank! vereinsnachrichten. Weißenfels-Merseburg. 3. 12. K. Sabatzkp (Magdeburg, Syndikus der Arbeitsgemeinschaft Provinz Sachsen): „Das deutsche Judentum in Gefahr." Gründung des Ortsverbandes Werstensels-Mersebnrg. 1. Vorsitzender: Julius Buxbaum (Weißenfels, Mühlweg 9); 2. Vorsitzender: Kaufmann Bernhard Taiza (Merseburg); Schriftführer: Kaufin. Karl Rayersbach (Weißenfels); Kassierer: Kaufm. Benjamin Lasselkraut (Weißensels). Laupheim. 30. 12. Reallehrer Weiler (Breiten): „Fabeldichtung der Heiligen Schrift." . . ...... . Statt 3000 M. pro Pmnd ' nurLSOV M.pro Pfund trotz Ponoe- Höhung, frko. cinfchliehlich Verpackung. Nachnahme. Angebot fest bis 10. März. Dieser Käse ist schmackhaft und zart, in Laiben von 8 bis 10 Pfund. Vorrat etwa 3 Waggonladungen. Abgabe bis zu 5 Laiben. Eigene Postabfertigung im Hanse, daher allerschnellster Vers and ermög licht. Carl Armbrrrster Kasesabrik, Altrvhlßkd Gvlst.). Gegründet 1910 raaaacaaaaaoaaooaoaoQcaa 1 DM«. 1 fdjluß §s fÜCÜMUtll | §3 vom 15. März ist 88 ton 11 Hffirj I I mittags I CREME PERI # schlechtes Wetter/ Sturm und Regen machen die Haut raufi und spröde. Sie bleibt aber stets geschmeidig und ge* sund, wenn sie regelmäßig mit «Creme Peri» ein* gerieben wird. Nidit zwecklos gehört zu ihren Hauptbestandteilen der von den Ärzten so ge* schätzte HamamelisJBxtrakt. «Creme Peri» fettet nicht, reibt sich vielmehr unsichtbar in die Haut ein. Zu jeder Tageszeit anwendbar. Pefi Talkum-Puder ~ Creme Per & Seife Überall erhältlich! DRi Mf ALBERSHEIM * FRANKFURT A+ M« Fabrik feiner Parfümerien Gegr. 189 z ch RESI uehmann STEOUTZ MM 'Ots&'&gL W Friedrich 179, Tbuentz/en 14. SW: Friedriche.Leipziger O: Gr. Prunkfurter 12 t. NO-Löndsberaer92. ]£: Chäussee H. & Brunen 196. NW-Mlsnäcfcerls. Turm 70. Ch’ba:Kömm.mimersdorferli/MNrköHn:Bera29.Hermänn56. T’hof.Berliner 12a