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Central-Verein-Zeitung · 1923-03-01 · 9 (1.3.1923) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
2 (1923)
Issue
9 (1.3.1923)
Date
1923-03-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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69 Nu deutscherlletzrer an DeutschlanösIugenö. Im vergangenen Jahre hat ein aufrechter Deutscher, Wilhelm Michel, den deutschen Männern und Frauen die National- und Kulturschande des antisemitischen Treibens in Huttenschem Geist und in Huttenscher Sprache vor Augen gestellt. Heute sind wir in der glücklichen Lage, aus eine ebenso prächtige Anfklärungs- und Kampfschrift, die der Jugend gewidmet ist, hinzuweisen. Kurz und bündig in der Form, sittlich und national in der Absicht, schlagend in der Beweisführung und nicht zuletzt pädagogisch in der Methode: so spricht det/ als zielbewußter Demokrat wie als unerschrockener Kämpfer für unsere Sache längst wohlbekannte Dresdener christliche Lehrer Ma % Kosler in seiner Schrift „D eutichl a> n d s I u a e n d re tt e D e u t f ch l a n ds Zutuns t." Zrsgleich eine Antwort aus die Frage: „Ist der Jude schuld?" (Berlin 1Ä22. C. A. Schwetschke & Sohn), über den Antisemitismus als Kulturgefahr und Hindernis für Deutschlands Aufbau. Kosler wendet sich an die Jungen, die nicht nur Deutsche heißen und Christen scheinen, sondern an die, die Deutsche sein und als Christen handeln wollen. Er will sie loslösen von der Gefolgschaft der „Phrasenpolitiker und» Hetzapostel" und zu selbständigen, denkenden Menschen erziehen. Darum zeigt er ihnen, wie Christus und das Christentrun aus dem Judentum hervorgewachsen sind, entlarvt er die verlogene „Drückebergerstatistik", zieht er dem Rassenschwindel, den Wodauspriestern oie Maske vom Gesicht, stellt er „die antisemitischen Schmierfinken schuudiger Kitschromane" an den Pranger. Es ist eine Abrechnung mit dem organisierten und wilden nationalistisch-antisemitischen Maulheldentum. So einfach, so selbstverständlich jungenhaft, daß man seine helle Freude an dem Schristchen von 14 Seiten haben muß — und als ehrlicher Mensch auch dann haben müßte, selbst wenn man nicht Jude wäre. Und nun die Moral von der Geschicht'? Sorgt dafür, daß die Epistel dahinkommt, wohin sie gehört: Vor allem ihr Kameraden und Jngendbündler, die ihr so gern mitkämpfen wollt und oft nicht wißt, wie ihres anstellen sollt: hier habt ihr eine ausgezeichnete Gelegenheit, euch nützlich zu machen. Verbreitet die Schrift aller Orten und in jeder Weife. Und wenn ihr sie vorher selbst lest, wird es nicht euer Schaden sein. H. Stern (Berlin). Georg Schlegel (in Fa. A. Schlegel G. m. b. H.) Köln-Nippes, h-aben anläßlich einer Zahlung an erne jrldrsche Firma den PostscheckwKschintt mlt folgenden Worten versehen: „Wir wünschen sehnlichst den Augenblick herbei, in dem au jedem Laternenpfahl in Berlin ein- Jude hängt, voran die jüdischen Zeiiungsverleger und jüdiscbcn Bankiers." Was im Interesse Ihrer jüdischen Kunden hier niedriger gehängt sein möge. N. M. N. und anderen. Selbstverständlich war dem Versager unseres Nachrufes auf Max Nordan die Rolle bekannt, die Nordau irr der *!..**.*. l?.l! rfV>^ . — r*«« I .«Ti»*. CMYYrtJ** CTJf/i+4 S ■rtiiftirrfvTtfvftTrj'T* SiMtlinls» Schriftsteller war. Postbeamter. Der Nelchspostminister hat neuerlich in einer am 6. Fe. brnar erlassenen Verfügung den Angehörigen der Reichs-Post- und Telegraphenverwoltnng das Tragen politischer Abzeichen (Hakenkreuze, Schielten usw.) im Dienst untersagt. Ruhrhilse. Ans der Verlobungsfeier HeämaumHarimann wurden 0040 Mark für die Ruhrhiffe gesammelt und von uns weitevgÄeitet. Vereinsnachrichten. Verein selbständiger jüdischer Handwerker E. B., Breslau. Die Monatsversammlnng am 31. Januar im Gemeindehaus war eine ziemlich. gut besuchte. Unser Mitglied, Herr Rabbiner Dr. Sa eng er, hielt einen zündenden Vortrag über „Das jüdische Spanien einst und.jetzt". Am 28. Februar, abends 8>0 Uhr, findet im Gemeindehaus, Wallstraße, die Monats'versammlung statt. Tagesordnung: Besprechung zn der ine März stctttfmdenden (Senrrälversammlung. Die Ortsgruppe Frankfurt a. M. des Zentralperbandes selbständiger jüdischer Meister Deutschlands veranstaltete kürzlich eine große öffentliche Versammlung, zu der alle hiesigen Körperschaften erschienen waren. Bei dieser Gelegenheit wurden durch den 1. Vorsitzenden Schneidermeister Carl wann beginnt die Zrau zu altern! Mau könnte sich um diese Frage galant herumdrücken, könnte z. B. antworten, das komme ganz darauf an, was man unter Altern versteht. Aber mit solchen Spitzfindigkeiten ist niemandem gedient. Unter Altern versteht man die Zeichen des beginnenden Verfalls, da hilft alles Drehen und Deuteln nicht. Bei orientalischen Völkern können sich diese Zeichen schon vom 18. Levensjahre an einstellen und mit 25 Jahren können ehemals schöne Mädchen schon abschreckend häßlich sein. Bei anderen Völkern dauert es viel länger, aber im allgemeinen kann man wohl sagen, daß mit 25 Jahren die meisten Frauen schon über die eigentliche Jugendblüte hinaus sind. Allerdings mit Ausnahmen. Es gibt vereinzelt auch Dreißigjährige, die man um mindestens 12 Jahre jünger schätzt, und es gibt sogar sehr viele Frauen, die sich um ein Jahrzehnt und länger im Stadium der höchsten Entwicklung ihrer Schönheit halten, ehe sich die ersten leisen Anzeichen des Alters einstellen. Und es gibt auch schöne alie Damen, bei denen das einzige Zeichen ihres Alters das weiße Haar, ist. . Wie das zugeht, darüber gibt eine Broschüre ausführliche Auskunft, die den Leserinnen dieser Zeitung kostenlos zugeht, wenn sie den am Schlüsse abgedruckten Gratisbezugschein ausfüllen und emsenden. Sie erhalten dann außerdem eine kostenlose Probe von der bekannten, von den schönsten Frauen Europas benutzten Marylan-Creme und interessante Aufklärungen über deren Einwirkung auf die Bewahrung jugendlicher Gesichtszüge. Eine Zeitung ist nicht der Ort, das alles ausführlich darzulegen. Sie können Porto sparen, wenn Sie diesen Gratisbezugsschein in ein Kuvert legen.und ihn offen als Drucksache senden; Porto dann nur 20 Mark. Auf die Rückseite des Kuverts schreiben Sie dann Ihre genaue Adresse. Gratisbezugsschein. An den Marylan-Vertrieb, Berlin 46. Frtedrichstraße 18. Erbitte gratis und franko eine Probe Marhlan-Creme und das Büchlein über Schönheitspflege. ★ « <JCl ★ zS’ugjgje.fi.Lorx, J&f ßManfred Ionas8 8 Berlin io, Margarelenstratze 4 8 pertritt die Interessen der Versicherten ft Z vor allen Verstcherunas- Gesell- K 23 schäften und empfiehlt sich zürn ja K Abschluß und Erhöhungen? » n.Versicherungen aller Art. 8 ' Kurfürst 3267 Im Interesse unseres Blattes bitten wir, bei Bestellungen auf Grund von Anzeigen auf die„C.V.-Zeitung^ Bezug zu nehmen. RESI HEHNANN STEGUTZ I W: Friedrich 179, Tduentzienn.SWFriedrich44,Leipziger 7l/i2.0ür. Frankfurter 12 t. NO'LundsöeraeW2. M Chuussee fi. & Brunen WO. yW-WilsnäckeriS. Turmio. 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