Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 2 (1923)
- Issue
- 6 (8.2.1923)
- Date
- 1923-02-08
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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46 Karl M., Freiburg. Verzögerungen in der Erledigung minder wichtiger Angelegenheiten werden sich in Zukunft häufen. Leider! Wir müssen unser Bureau ständig verkleinern. Unsere Freunde sind so töricht, daß sie bei der finanziellen Leistung für den C. V. die Geldentwertung bei weitem nicht berücksichtigen, obwohl sie es gut könnten. Wenn es zu spät ist, werden viele ein Einsehen haben. Wir freuen uns der unserer Arbeit in zunehmendem Maße gezollten Anerkennung, warnen aber immer wieder, von uns kostspielige Leistungen zu verlangen. Bisher ist die Zahl derer, die ein wirkliches Opfer für unsere Bewegung bringen, verschwindend klein. Die Vorsitzenden der Ortsgruppen lassen es vielfach an dem nötigen finanziellen Interesse fehlen. Das aber ist ein Hauptzweig ihrer Tätigkeit. I. C.» Köln. Sie wünschen es niedriger gehängt zu sehen, daß sich — wie Sic durch Zeugen erhärten können — der Papierwarenhändlcr Will). P l e i ß in Köln, Heumarkt 64,- neulich im Restaurant in lauten judenfeindlichen Aeußcruugen erging, und daß ferner die Dramaturgin Frau Liane Senner, Köln-Nippes, Auerstraße 4, behauptet habe, es werde ihr von ftidi,scheu Schülerinnen die Bezahlung vorenthalten, jüdische junge Leute gingen darauf aus, christliche Mädchen zu verführen... Wir kommen Ihrem Wunsche nach, geben Ihnen aber zu bedenken, wie umfangreich unsere Zeitung sein müßte, wollte sie alle derartige Flegeleien, Lügen und Verleumdungen registrieren. Treuchtlingen. Wir haben das ausgezeichnete Flugblatt der „Fränkischen Tagespost" erhalten und mit großem Interesse gelesen. Es ist in Form und Inhalt mustergültig. Dr. I. S.» Krummhübel. Wir wissen, daß es in Krummhübel, wie an den meisten anderen Wintersportplätzen, keineswegs so zugeht, wie es dein Ernst dieser- Tage entspricht, und begrüßen es stets, wenn einsichtige Blätter bei ihren Protesten -gegen dieses geschmacklose Prassen und Schlemmen nicht in den beliebten Fehler verfallen, die gewissen „jüdischen Schieber" als Sündenböcke ljmzustellen. Und wenn die „Freie Meinung" scharfe Worte gegen eine ostjüdische Musikkapelle findet, die ihre Gäste mit Liedern amüsiert, in denen „der Goi" verhöhnt wird, so können wir uns der Verurteilung solch empörender und heute doppelt bedenklicher Taktlosigkeiteil nur anschließen. Es ist unmöglich, die anständigen Elemente der Ostjuden vor verallgemeinerndem Schimpf zu schützen, wenn sie selbst Schamlosigkeiten wie diesen nicht entgegeutreten, für die kein Wort der Verachtung zu scharf ist. H., Norderneh. Das erwähnte Buch Ch-amberlains ist uns unbekannt. Ueber Chambcrlcrin und seine alberne Rassentheorie finden Sie Ausführliches in dem ausgezeichneten Buche „Die Juden als Raffe und Kultur- \ volk" von Fritz K a h n sowie in den „M o d e r n e n R a s s e t h e o r i e n" , von Herz, die Ihnen der Philo-Verlag auf Wunsch besorgt. — Die Mit- | teilung, daß der judenfemdliche Besitzer »dev „Dar Aiche" abgewirtschaftet uni» sein Lokal einem Herrn Engehausen übergeben hat, registrieren wir gern in der Hoffnung, daß der neue Herr nichts von den alten Traditionen dieser Gaststätte übernehmen wird. - Katholische Akademiker. Sie machen uns aufmerksam, daß „E. V." auch die Abkürzung fiir „Verband der katholischen Verbindungen" sei intd schlagen uns vor, den Namen unserer Zeitung zu ändern. Das ist heute nicht mehr möglich — es wäre wohl auch MerftÜfsigj, da Verwechslungen kaum zu befürchten sind. Vereinsnachrichten. Ortsgruppe Hamborn. 10. -1. Rechtsanwalt D. Herzseld: „Am Ehre und Leben." Berlin-Norden. 29. 1. 28. Dr. Glaserfeld: „Krankenelend, Wucherpreise, Judenhetze." Neuwahl des Vorstandes: Professor Friedländer, Paul Toller, Bezirksverordnete M a r t a Henfchke, Max Rosent h a l, Dr. Mendelsohn, Fritz B o r ch a r d 1, I a m e s Jacks. Ortsgruppe Pankow-Niederschönhausen. Sonntag, 11. Februar, vormittags 11 Ahr, in der Aula des Lchrlingsheims, Pankow, Mühlenstr-aße 24, M i t g l i e d e r v e r s ammUug. Vaterländischer Bund jüdischer Frontsoldaten. Geschäftliche Sitzung 12. Februar, 8]A Ahr, im Verwaltungsgebäude der Synagoge Fasanenstraße. Deutsch-jüdische Fugendgemeinschuft Groß - Berlin. MitMederverj cmnnliuig mit 27. Februar 1923, abends V/> Ahr, Rosen straße 2—4. Der Berein für Berufsberatung und Arbeitsnachweis für Juden in Frankfurt a. M. (Börnestraße 54—56) bittet, ihn durch Zuweisung von Arbeitsgele g e n h e i t zu unterstützen. Bibelvertonungen bei Bach und Händel. Vortrag des Herrn Dr. James Simon, mit Erläuterungen am Flügel, unter gesanglicher Mitwirkung von Fräulein Losch im Jüdisch-liberalen Iugendverein zu Berlin, am Donnerstag, 15. Februar, abends 8 Ahr, in der Aula der Mädchenschule, Kaiserstraße 29/89. Eintritt 190 Mark inklusive Steuer. Gäste willkommen. Für die Schriftleitung verantwortlich: Dr. Ludwig Holländer. Anverlangte Manuskripte werden nur Zurückgesandt, wenn freigemachter Umschlag beiliegt. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Max Zunge, Berlin-Friedenau. Druck von. Rudolf M o s f e. Berlin SW 68. ■iw# CREME PER! 3$ct Haut ist empfindlich N% gegen die Einflüsse kalter, scharfer Luft, wenn Sie vom Laufen erhitzt sind. Um Hautsdiäden zu vermeiden, ist die Anwendung von «Creme Peri» unerläßlich. Sie erhält die Haut weich und ge* schmeidig. Audi die Füße sind ausgiebig mit «Creme Peri» ein* zureiben. Sie ist fettlos, erhält, stärkt, heilt die Haut durch den in ihr enthaltenen, von den Ärzten geschätzten Hamamelis-Extrakt. 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