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Central-Verein-Zeitung · 1923-01-04 · 1 (4.1.1923) · page 5

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
2 (1923)
Issue
1 (4.1.1923)
Date
1923-01-04
Page
– (sequence 5)
Language
German
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5 Neche der Absprachen'. Cr gab ein Di'lid vom Leben Und- Wirken der großen Vorkämpfers der jüdisch-liberalen Beweanncy -in Deutschland, seines Vorgängers ans dem Rabbi nerstuhle zu Breslau. Abraham Gei-ger, dessen Namen der .,Ili" zu Breslau anläßlich seiner Jubelfeier angenommen hiat. Für die liberale Hauptvereinigung sprach der Ehrenvorsitzende der Arbeitsg emein schaft. Rechtsanwalt und Notar Dr. Heinrich) Stern (Berlin). Er überbrachte eine nancha-fte Spende zur Begründung einer Alfred-Berger-Stiftung. Der Abend vereinigte die Teilnehmer der Ta-grmg in den Räurnen der „Gesellschaft der Freunde". 8m. an «H*> fSthyiftUitunft Eine Anregung. .. In Nummer 28 brachten Sie ans Seite 324 die Notiz über die Eröffnung eines „Museums jüdischer Altertümer" in Frankfurt. Bei der freutiaen außerordentlichen Un'.wälzuna innerhalb des Judentums erscheint -es geboten, die umfassendere Gründung eines „Jüdischen Z en tra l m>nse u m s". Sitz Berlin, ins Auge zu fassen, in welchem nicht nur die ehrwürdigen historischen Erinnerungen an den, Ritus usw., sondern auch das gesamte, die indische Geschichte. Religion und Kultur umfassende Schrifttum, einschließlich der modernen Literatur des Antisemitismus, eine Stätte finden soll. Es ist mir nicht -bekannt, ob ein solches Zen-tralmustunr bereits irgendwo existiert (das insbesondere auch die überaus wichtige Anthropologie des Judentums in Wort und Bild zur Anschauung bringen müßte). Im Bejahungsfälle wäre ich. Ihnen für sreuudl'iche Angabe des Ortes in veu „Antworten" Ihres Blattes sehr verbunden. Andernfalls würde ich mich freuen, wenn diese Anregung dazu diente, die Erfüllung eines gewiß nicht nur von mir schon jahrelang gehegten Wunsches durch die Veröffentlichung in Ihrer Zeitschrift der Verwirk- A-chung näher zu bringen. In hochachtungsvoller Ergebenheit Dr. Paul Cohn, Guben. Ein „Jüdisches Zentralmuseum", wie es der geschätzte Einsender vermeint. gibt es bisher noch nicht. Abier vielleicht dienen seine Zeilen dazu, um seine Entstehung indie Wege zu leiten. Der heimliche „immer us clausus“. Sehr ge eh rte Schriftleitung! Zu Ihrer Notiz „Der heimliche numerus clausus" in der „C. V.-Zeitung" No. 93 erlaube ich mir. Ihnen folgendes mitzuteilen-. In der „Zahnärztlichen Rundschau", dem in der Hauptsache für zahnärztliche Stellenvermittelung in Betracht kommenden Organ, werden in den meisten Annoncen „christliche" Assistenten gesucht, auch bewerben sich die meisten nichtjüdischen Zahnärzte mit dem Hinweis „christlich" in ihren Annoncen. Es wars daher sehr wünschenswert für uns jüdische Zahnärzte, wenn in der .,C. V.-l Zeitung" .auf diese Dinge hingewiesen und den jüdischen Kollegert, die einen Assistenten brauchen, ans Herz gelegt würde, nur jüdische Assistenten zu nehmen-, bis dieser heimliche numerus clausus irichtt mehr besteht. Ebenso wäre es wünschenswert, wenn indische Kollegen, die! eine Assistenz suchen, ausdrücklich „jüdischer Zahnharzt" annoncieren-. Eine! Stellenvermittelung und einen, Nachweis für Niederlassunasmvglichkeitenr in der „C. V.-Zeitung" halte ich aus den oben erwähnten Gründen für durchaus zeitgemäß. Ergebenst Zahnarzt Dr. Ludwig L o e w e. Pasewalt (Pornm.). Worms & Co., Frankfurt a. M. Sie senden uns ein Schreiben des Finna G. A. Dörfel in Brunndöbra (Sachsen), in dem es heißt: „Im Geschäft mache ich gar keinen Unterschied zwischen Juden und Christen, w o h 2 -aber in der Politik, was Sie auch verstehen werden, wenn Sie sehen, daß es mit unseren: Volke jeden Tag weiter abwärts geht." Sie erteilten Herrn Dörfel darauf eine Antwort, die in dem Satze gipfelte: „Wer mit Juden? Geschäfte macht, sich an ihnen bereichert, sie aber politisch bekämpft, ist ini meinen Augen kein Ehrenmann." Sollte Herr Dörfel Sie verklagen, so können Sie unseres Erachtens dem Ausgang dieses Prozesses getrost entgegen" sehen. Patentanwalt Hermann Neuendorf (Berlin-Karlshorst). Sie fuhren auf Ihrer geschäftlichen Korrespondenz unterhalb Ihres Namens ein Hakenkreuz — tun aber recht erstaunt, daß einer Ihrer Klienten hieran Anstoß nimmt, und erklären diesem in einem längeren Schreiben, auf dem Standpunkte zu stehen, daß verschiedene politische Aeberzeugung das geschäftliche Einvernehmen nicht stören müßte. An und für sich hätten Sie hierin recht. Sie vergessen nur, daß das Hakenkreuz nicht so sehr das Abzeichen einer? politischen Gesinnung, als vielmehr das Wappen g e m e i n g e f ä h r * licher Pogromhelden und Mordgefellen ist. Mehrere Leser in Göppingen ersuchen uns, mitzuteilen, daß Herr Becker aus Geislingen a. d. Steige, der Mitinhaber der WäfchefabriL B e ck e r' u. Co., Geislingen, eine rege antifem i tische Hetzagitation betreibt. Modesalon Christel Clemens, Hamburg, Jseftratze S4. Sie schreiben aus Anlaß einer belanglosen geschäftlichen Differenz einem Ihrer Mischen Kunden u. a.: „Leute Ihrer Abstammung werden von uns Christen immer n o ch z u human und anständig aitßefaßt..." Wir glauben daraus schließen zu dürfen, daß Ihnen jüdische Kundschaft unerwünscht sei. Vielleicht tragen diese Zellen dazu bei. Sie in Zukunft? von der Berührung mit solcher zu bewahren. Auf mehrere Anfragen erwidern wir, daß die „Mitteilungen, des Syndikus" bis auf weiteres nicht mehr erscheinen. Landgerichts rat St., Branereitirettor Z. u. a. Die Annonce in der „Bofstschen Zeitung", durch die der Verlag Matthes u. Thost in Leipzig den neuen Roman Artur Durters „Die Sünde wider dre Liede^ anzeigte, ist auch uns nicht entgangen. Auf unseren Schritt beim Verlage der „Bossischen Zeitung" ist uns erwidert worden, daß Anzeigen, die von einem ernsten Verlag -äs,zcL~ &z6ILd±rzt6<cxzi- Lufo/yerS, Leinen, Wäsche, Ausstattunsen von der einfachsten Art bis zur vornehmsten Prunkausführuns Waschstoffe jeder Art für Kleider, Blusen, Röcke, M orgenröcke, Kinderkleider, Schürzen usw. Bitte Probensendung Nr. 7S mit Angabe des Zweckes zu verlangen Die Preisliste Nr. 72 K (mit zahlreichen Abbildungen) wird auf Wunsch zugesandt Gr$tki f+Sonsderhavji! uncLMCscha RESI kfHMANN CTEGLtlZ K» XourPtu! •'. sägte•?;. r: Friedrich 179. Täuentzien m . SW: Friedrich 4 4, Leipziger 7J/72.0- Gr Frankfurter 121. N0'Ländsberaer92. N- Chaussee 14. T;Brunen 196. MWWilsnacKer 15. Turm70. Ch’bg:Kannte. WflmersdorferS5/s6N'köIln:Bera29.Hermänn5ö.T'hof Berliner 120.

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