Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 1 (1922)
- Issue
- 34 (28.12.1922)
- Date
- 1922-12-28
- Page
- Seite 379 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2277379-2277380-2277414--00414-2279537- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
379 einem regen kommunistischen Kurierdienst zwischen dem Zirkus Busch und dem Verwaltungsgebäude der jüdischen Gemeinde in der Heidereutergasse brachte, glaubten wir, der Redaktion sei ein Kuckucksei ins N-est gelegt worden. Ihre Feststellung, daß auch in neuerer Zeit antisemitische Ausfälle in der „Berliner Börsenzeitung" nicht fehlen, lassen uns erkennen, daß die Schristleitung oder ein Mitglied des Redaktionsverbandes mit dem Zude-nhaß liebäugelt. Wahrscheinlich glaubt man auf die jüdischen Leser keine Rücksicht nehmen zu müssen. V. C. 33. Das in Betracht kommende Bild, welches sich aus hebräischen Schrrftzeicheu zusammensetzt, entspringt der altjü-di scheu Auffaffung, Menschengestalten nicht abbilden zu dürfen. Es hat stch ein alter Brauch herausgebildet, der dieses Verbot umgeht, indem er gleichzeitig irgendeinen Schriftabschnitt, in Ihrem Falle das 3. Buch Moses, zur Darstellung bringt. In der Regel hat man solche Bilder benutzt, um die Eebetsrichtung cmzuzeigen (Misrach-Tafeln), aber auch in der Neuzeit wurden sie vielfach in Polen, und Rußland augefertigt, und man ehrte auch nichtjüdische Persönlichkeiten, indem man ihr Porträt mit einem Schriftabschnitt verband. So wurde vor etwa Zwanzig Jahren in Rußland ein Bild des früheren Kaiser Wilhelm II., das in hebräischen Typen seine Lebensbeschreibung enthielt, angefertigt, zum Dank dafür, daß er nach der Brandkatastrophe eines russischen Greuzstädtchens dort erschien und die geschädigten jüdischen Einwohner unterstützte. Der künstlerische Wert dieser Bilder ist kein besonders hoher, da sie fast fabrikmäßig hcrgestellt wurden. Hillel Bravermann ist uns unbekannt. Lebkucheusabrrk Gebr. Schmidt, MaiuLernheirrr« Sie berichtigen unsere Nachricht, derzufolge Sie Ihre' Angestellten unter Androhung der Entlassung zwingen, dem „Ellendt-Verbaude" beizutreten und erklären sie für unwahr. Demgegenüber stellen wir zunächst fest, daß wir diese Nachricht als Zitat aus dem „Fränkischen Volksfreund" brachten unddie Verantwortung für die Nichtigkeit ausdrücklich diesem Blatte überließen. Wir stellen aber auch fest, daß Ihre Firma zu jener antisemitischen Hetzrednern: freundschaftlichste Beziehungen unterhält: Ihr Herr S ch in i d t hat Frau Ellendt bei sich ausgenommen, sie auf ihren Rcdnersahrten begleitet und auch sonst u n t c r st ü tz t, was Ihr anderer Firmeninhaber, Herr Meuschel, «us Vorhaltungen von jüdischer Seite auch nicht leugnete. Vereinsnachrichten. Göbvnrgeu. 39. 10. Dr. Kalifch (Berlin): „Antisemitismus/' BsrLenfteirr. I. 11. Dr. Lichtenstein (Königsberg), (Syndikus des Landesverbandes Ostpreußen): „Die politische Lage." Johuunisburg-VLuürr. 12. 11. Dr. Lichtenstein (Königsberg), (Syndikus des Landesverbandes Ostpreußen): „Die politische Lage." Lötzen. 13. 11. Rittergutsbesitzer Sandelowski (Norgehnen): „Für Ehre und Leben." Lvck. 13. 11. Rittergutsbesitzer Sandelowski (Norgehnen): „Für Ehre und Leben /' Sensburg. 14. 11. Rittergutsbesitzer Sandelowski (Norgehnen): „Für Ehre und Leben." Ingolstadt. 18. 11. Rechtsanwalt Dr. Lehmann (Regensburz): Gutzkows „Uriel Acosta." Danzig. 19. 11. Rechtsanwalt Dr. B. Weil (Berlin): „Die politische Lage und die Juden." Oesfentliche Versammlung. Brandenburg. 21. 11. Rabbiner Dr. Salon:onskr (Frankfurt a. d. O.), (Syndikus des Landesverbandes Brandenburg): „Für Ehre und Leben." Schöubeck a. D. Elbe. 21. 11. K. Sabatzky (Magdeburg, Syndikus für die Arbeitsgemeinschaft Provinz Sachsen): „Was hat. uns deutschen Juden die letzte Zeit gebracht?" Hagen. 21. 11. P. Waldstein (Essen, Syndikus des Landesverbandes Rhein» land und Westfalen): „Unsere gegenwärtige Lage". Oldenburg. 21. 11. Dr. Kali sch (Berlin): „Die drohende Gefahr für das deutsche Judentum". Moers a. Rh. 22. 11. E. Jacob: (Köln, Syndikus des liuksrh. Landes, verbandes): „Um Ehre und Leben". -Jauer. 22. 11. R.--A. Foerder (Breslau): „Antisemitismus und Justiz". Osnabrück. 22. 11, Herr Adler (Osnabrück): „Die> Lage in Bayer:: und die unferige." .Wiederwahl des alten Vorstandes. Neu gewählt wurden: Frau Katz, M. Blank, Herr Katzmann und Herr Grünbcrg. Bückeburg. 22. 11. -Prediger Goldmann (Herford): „Die Not der Stunde." Schneidern ühl. 22. 11. Rabbiner Dr. Salomonski (Frankfurt a. d. O.), (Syndikus des Landesverbandes Brandenburg): „Innere Politik." Neuwahl des Vorstandes: Vors.: Iustizrat Soldin, stellv. Vors.: Rabbiner Nobel, Schriftführer: Frl. Manasse,, Kassenführer: Bankier Bohm, Beisitzer die Herren Lcwin, Dr. Bieber, Simonssohn, L. Schweriner, S. Sonnenfeld, A. Wiener, Joseph, S. Re(ch, Herzseld, E. Jacob, K. Wolf, Frau Fräukel, Frau Soldin. Windecken (Kreis Hanau). 22. 11. Lehrer H alb er stad t (Büdingen): „Unser Abwehrkampf." Oschersleben a. d. Vode. 23. 11. K. Sabatzky (Magdeburg, Syndikus für die Arbeitsgemeinschaft Provinz Sachsen): „Unsere Not." Gelfenkirchen. 23. 11. A. Schweriner (Berlin): „Eindrücke eines Pressevertreters von: Rathenau-Prozeß". Geestemünde. 2v. 11. Rudolf Herzberg (Hannover): „Um Ehre und Leben." Wattenscheid. 25. 11. Rechtsanwalt Dr. Krombach (Essen): „Unser Kampf um Ehre und Recht." Bielefeld. 23. 11. Dr. Marx (Frankfurt a. Main), (Syndikus des Landesverbandes Hessen-Nassau und Hessen): „Die Lage." Potsdam. 26. 11. Redakteur Artur Schweriner (Berlin): „Eindrücke eines Pressevertreters von: Nathenau-Prozeß". Seesen. 26. 11. Alfred Hirschberg (Berlin): „Politik, Wirtschaft und deutsches Judentum." Versammlung der Bczirksgruppe Oberharz. Heinebach (Bez. Kassel). '26. 11. I. Lohn (Marburg): „Dia Not der Zeit und die Pflicht der Selbstverteidigung." Delmenhorst. 26. 11. 6. Bachenheimer (Geestemünde): „Sollen wir untergehen — oder für Ehre und Leben kämpfen?" Neuwied. 26. 11. Rechtsanwalt Dr. Kurt Alexander (Krefeld): „Die deutschvöMsche Frage." Rummelsburg. 26. 11. Dr. Heimann (Stettin), (Syndikus des Landesverbandes Pommern): „Die Pest in Deutschland." Kaiserslautern. 27. 11. Dr. Kehr (Kaiserslautern): „Um Ehre und Leben." Biitvw. 27. 11. Dr. Heimann (Stettin), (Syndikus des Landesverbandes Pommern): „Die Lehren des Rathenau-Mordes." Gründung einer Ortsgruppe. Vors.: W. Lewin, Schriftführer: Prediger Moses, Kassierer: D. Lewin, Beisitzer: Vahnassistent Lehmann und Frau Eroner. Krefeld. 28. 11. P. Waldstein (Essen), (Syndikus des Landesverbandes Rheinland u. Westfalen): „Unsere gegenwärtige Lage u. der Centrarverein." Lauenburg. 28. 11. Dr. Heimann (Stettin, Syndikus des Landesverbandes Pommern): „Techow und Stubenrauch." Bochum. 29. 11. P. Waldstein (Essen, Syndikus des Landesverbandes Rheinland und Westfalen): „Die politische Lage und die Not des C. B." Für die Schriftleitung verantwortlich: i. V. Dr. Alfred Wiener. Unverlangte Manuskripte werden nur zurückgesandt, wenn frankierter Umschlag üeiliegt. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Max Junge, Berlin-Friedenau^ Druck von Rudolf M o s f e. Berlin SW 68. Apvnh&r @e$ejc&? Weil die Zahnpasta Pebeco die Zähne rein und weit* erhalt, ohne den Zahnschmelz anzugreifen. Darum: 9q&€£& Mwwiww' |jf Juft Q. 4DOWW. ffliCfaKjtf! 1S10 IbMt^iv^vyvvv aJi. ßlßmY RESI IfHWANN STEGLITZ y^bi«£r±>\>dLV, mm* 3#g/f j. Qi W:Friedrich ffl.Täuentzien 14.SMFriedrich44.Leipziger 7,/j2. q:pr.Frankfurter 121.Nö-Ländsbemer92.MChaussee14. N--Brunen 196. NW:WiisnöcKerl5.Turm 70. Ch’bg-Kannte. Wilmersdorfer^öN'HöHn^eraSQ,Hermann5ö.T’hof-Berliner 120.%