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Central-Verein-Zeitung · 1922-12-14 · 32 (14.12.1922) · p. Seite 362

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
1 (1922)
Issue
32 (14.12.1922)
Date
1922-12-14
Page
Seite 362 (sequence 6)
Language
German
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362 Stanke, Bvlchn, Fritsch, Weiderchaupt, deren jeder ein antisemitisches' Blatt herausgibt, ohne den Antisemitismus! Gar die Bücherautoren! Das Sau deutsch ües«-Dinier hat Hans Reinmnn ein für allemal gerichtet. Aber wen von all den anderen tintenklecksenden Antisemiterichen hat denn nicht auch das harte Schicksal getroffen, über dem Deutschgefühl das Gefühl für die deutsche Sprache verlorenzu heben! 'Allenfallsschreiben diese Leute das übliche Wald- und Wiesendeutsch. Niemals Besseres. Häufig Schlechteres. Das Fürchterlichste findet sich in dem Buche eines Dr. Fritz Ehlers „Politische Verheerungen", das kürzlich im Hammer-Verlag erschien. Dieser Ehlers bringt beispielsweise, zurückgreisend auf einen Satz, in dem die germanische Göttin Freya Buhlerirk"genannt wird, diese grauenhafte Stilisierung fertig: Letzteren Beinamens wäre besagte Hmne würdiger gewesen. 1^6 styl c’est I’homme! Aber nicht nur dies! Auch jedem Gedankenkomptex ist ein spezifischer Stil eigen. Man kann auch vom Stil, wenn er herdeniverse austritt, auf den Gedankenkomplex schließen. Bon dem freudlosen, vierschrötigen, unnuancierten, schwerfälligen Antisemitenstil aus den Gedankenkomplex, der schon um seiner schriftstellerischen Manifestation willen nichts taugen kann. 4u im&jt > E. N.» München. Wir haben wiederholt darauf hingewiesen, baß nicht alle Beitrage der C. V.-Zeikung die Anschauungen unseres Hauptvorstandes zum Ausdruck bringen. Auch der jüngste Artikel des Herrn Landgerichtsvates Dr. Kamnitzer („Zur Organisation des lokalen Ab'wehrkampfes") stellt eine rein persönliche Aeußerung des Verfassers dar, die sich nur auf die besonderen lokalpolitischen Verhältnisse Danzigs bezieht. Johann Weitzkobf, Neustadt a. d. Waldnaab. Sie versenden an Ihre jüdischen Lieferanten Briefe antisemitischen Inhaltes. Wäre es bei den jetzigen Portoverhältniffen nicht einfacher, durch ein Inserat im dortigen Kreisblatt zu erklären, daß Ihnen jüdische Kundschaft unerwünscht ist? Buchhändler. Sie leugnen antisemitische Tendenzen in deutschen Buchhändlerkreisen? Eben liegt unsein Schreiben des Verlages Adolf S p o n h o l tz in Hannover vor, in dem dieser einem bereits engagierten BuchHandlungsgehilfen mitteilt, ans seine Dienste leider doch verzichten zu müssen, da der Verlag erfahren habe, daß er Jude sei. Otto Becker (Bnderbach). Wir erhalten den Abschnitt einer Zahlka-rte, auf der Sie — da Ihnen für „per Kasse" gekaufte, aber mit eimnonatlicher Verzögerung gelieferte Waren Verzugszinsen berechnet wurden — der betreffenden Firma schreiben: „Das Benehmen, wie es jetzt verschiedene Firmen I h r e r R e l i g i o n sich angewöhnt haben, gibt der deutschvölkischen Bewegung starken Zuwachs. Ich kaufe in Zukunft nur von deutschen und nicht mehr von jüdischen Firmen." — Was wir nur deswegen hier vermerken, damit Sie von allfälligen Offerten solcher Firmen verschont bleiben. vereinsnachrichten., Deutsch-Krone. 18. 10. Rabb. Dr. Salomonsky (Frankfurt a. O., Syndikus des Landesverbandes ^Brandenburg), R.-A. Fleischer (Schneidemühl): „Für Ehre und Leben". Bünde i. W. (Iugendverein.) 22. 10. Prediger Hellnwnn (Minden): „Unserer Jugend Schicksalsstunde". Dessau. 23. 10. A. Schweriner (Berlin): „Eindrücke -eines Pressevertreters vom Rathenau-Prozeß". Langen (Hessen). 30. 10. Referendar Freund (Darmstadt): „Nimmt der Haß ab?" Gründung einer Bezirksgruppe Langen (Hessen). Bors.: Z. Roßmann (Langen); Schristf.: Lehrer Kaufmann (Sprendlingen); Beisitzer: A. Simon (Langen), D. Katz (Egelsbach). Lauvheim. 31. 10. Dr. Kalisch (Berlin): „Antisemitismus." Oranienburg. 3. 11. Dr. Cohn (Guben): „Der deutsche Antisemitismus als deutscher Eharakterfehler." Heilbronn. 4. 11. Dr. Kalisch (Berlin): „Antisemitismus." Rimbach i. D. b. 11. Referendar Freund (Darmstadt): „Staatsdeutsche oder Volksdeutsche?" ' STATT KARTEN! Hanna Ascher Dr. Alfred Rosenberg Verlobte. Berlin UV30, Goltzstrasse 21. Chanukka 1922. STATT KARTEN I Dr. jur. Alfred Hirsch Trude Hirsch geb. Dreyfuss Vermählte. FRANKFURT a.M., den 17. Dezember 1922 Schumannstrasse 53. y Ihre am 19. Dezember d. J. in Würzburg, Bahnhofshotel, stattfinaende Trauung zeigen an Berta Kaiser Forchheimer Coburg Emil Gotha Verdichtungen undKinderausführungen. 3rma Vresöner, Schönebeeg, Golbftr. 31 (L. 5628). 3. MdK., z.Ausb. h. weil., find.i.m.Heimliebev Aufn. Bianca Srmmel» st. g eebr., Verlmis. Nollenoorsftr. 35. Mtzn Mer MWer (Substitut) für unsere Abteilung Kleiderstoffe und Vaumtvollwaren per sofort oder sväter aesucht. Nur brancheknndige Bewerber, welche in großen Hausern mit Erwlg tätig waren, wollen ausführliche Angebote mir Gehaltsangabe, Zeugnisabschriften und Photographie einreichen. ttcrmann Cietz, Weimar. flfnHnr vo.leeresZrmmer HlBliBl sucht Herr. Off, erb. uut. Seit. 3 M. 1326 an Rudolf Messe, Berlin» Aiarnn-Lltther-Stratze 9. Kaufmann (Manusakturist), auch in anderen Branchen sowie Kontorarbeiten vertraut, sucht «Stellung per sofort,auch außerhalb. 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