Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 1 (1922)
- Issue
- 29 (23.11.1922)
- Date
- 1922-11-23
- Page
- Seite 338 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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338 wenn ein jeder von ihnen ein Bismarck wäre, so wären sie doch nnmeri-sch zu schwach, um Deutschland zu beherrschen. Von wirklich einflußreichen Juden habe ich nur Rath-mau gesehen, und den haben Hakenkreuzler umgebracht, obwohl er vielleicht imstande gewesen wäre, die Last der Versklavung, unter der Deutschland seufzt, ein loenig zu erleichtern. Die Hauhtursache dieser Versklavung ist nach Ihnen, Herr Pastor, der verheerende Einfluß des Judentums. Sie schleudern diese ungeheuerlichen Beschuldigung in die Welt hinaus, ohne den Schatten eines Beweises zu erbringen. Die Feder sträubt sich. Ihnen daraus zu erwidern. Nur zum Schluß möchte ich Ihnen Zurufen, daß auch für Sie das Bibelwort geschrieben steht: „Dir sollst nicht ausstehn wider deinen Nächsten als ein 'falscher Zeuge". Kiel. Sanitätsrat Tr. Joses Jacob. jrtefe «n Sehr geehrte S ch r iftleitung! In ganz Deutschland gibt es nur eine jüdische Taubstummenanstalt. Wird diese einzige jüdische Taubstummenanstalt geschlossen, dann gibt es weder Unterricht in Religion und Hebräisch, noch auch jüdische Erziehung für diese Kinder. Sie werden wie alle jüdischen Taubstummen vor 49 Jahren (als die Anstalt in Weißensee noch nicht bestand) christlich erzogen. Ob die Anstalt abe.r ihr 50. Jahr überdauern wird, hängt ganz von den jüdischen Gemeinden ab, aus denen Kinder in Weißensee sind, vor allem von Berlin, welches 13 Kinder, und Frankfurt a. M., welches 5 Kinder in der Anstalt hat. Im Maximalfalle dürfen von einem Lehrer (nach dem Gesetz) 12 Kinder unterrichtetwerden. . Die Teuerung bringt es mit sich, daß ohne ausreichende Hilfe die Anstalt Zugrunde gehen muß — aber nicht aus Schülermangel, denn die Zahl ist so hoch wie noch nie: 54. F. Sehr geehrte S chr i ftleitung! Bezugnehmend auf den in Nr. 18 erschienenen Artikel über das D r e y f u s - Ki n d e r h e i m in Zinnowitz kann ich aus eigener Erfahrung die Zeilen der Frau Reichstagsabgeordneten Schreiber- Krieger in vollem Umfange bestätigen. Meine damals 13 Jahre alte Tochter hat im Jahre 1921 sechs Wochen dort verlebt. Trotzdem das Heim mitten im jndenseindlichen Badeorte liegt, bildet es eine Welt für'sich. Die Kinder kommen weder mit der Badeverwaltung noch mit den Kurgästen in Berührung und haben unter kundiger Führung die Schönheiten der Gegend kennen gelernt. Außer meiner Tochter war nur noch ein jüdisches Kind im Heim. Trotzdem hat sie sich niemals ihres Glaubens wegen zurückgesetzt gefühlt. Es wurde niemals nach Religion, Stand usw. gefragt. Alle Kinder ohne Unterschied wurden mit derselben Liebe und Sorgfalt gehütet und gepflegt, so daß wir der Leiterin des Heims, sowie dem Roten Kreuz von ganzem Herzen dankbar sind. Hochachtungsvoll Frau Hedwig A dam,.! Charlottenburg, Wilmersdorfer Straße 85. Meiderstosf Großhandlung Gegründet 1882 E. Piucus, Leipzig j- Reichsfiratze 26 Spezialitäten: Popelines, Serges, Gabardines. Cheviots usw. Die glückliche Geburt eines strammen Jungen zeigen hocherfreut an Hugo Marcuse und Frau Lotte geb. Prelwicz. Berlin SO 16/den 17. November 1922. Franzstrasse 6. . ... , /[ nlasslich meines 50 jährigen gol- ** denen Amtsjubiläums sind mir aus allen Gegenden des Reiches so überaus zahlreiche Beweise der Liebe und Vtieluung zuteil geworden, dass re ich nicht imstande bin, jedem einzelnen S persönlich zu danken. Ich spreche allen hiermit meinen innigsten Dank aus. A Weiler I Prediger der Syna^ogengemeinde % Taderborn. Q oMoMo»oMo^oMOMoMoMo»oMoMo 1 § Für unseren * 8 * Kehl- und | 1 Geireidegroßhaudel I Ä suchen wir eiimi durchaus tüchtigen, K § intelligenten g? ' jungen Mann.? der den Gfict in seiner Abwesenheit vertreten V o kann, der hohem Gehalt. 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