Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 1 (1922)
- Issue
- 25 (26.10.1922)
- Date
- 1922-10-26
- Page
- Seite 301 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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BOI A. H., Stettin. Sie teilen uns erfreut die Tatsache mit, daß die hetzerischen „Alldeutschen Blätter" von nun an nur noch einmal im Monat erscheinen. Leider trifft die greuliche Teuerung von Papier und Druck Gerechte wie Ungerechte, und es wird Sache unserer Freunde und Anhänger sein, die „C. V.-Zeitung" vor ähnlichem Schicksal zu bewahren. Dr. S. K.» Dresden. Sie senden uns den folgenden Ausschnitt aus dem „Hammer" des Herrn Fritsch, der hoffentlich all jene — leider zahlreichen — unserer Freunde etwas nachdenklich stimmt, die für die augenblickliche Lage des E. V. noch immer kein Verständnis haben. Herr Fritsch schreibt: Da ein Freund unserer Sache für die Verbreitung unserer Schriften und Flugblätter eine Summe zur Verfügung gestellt hat, sind wir in der Lage, eine größere Partie Drucksachen unentgeltlich abzugeben. Theaterfreund. Ob der „Bühnen-Volksbund", der das Unsittliche und Ankünstlerische aus denr Theater bekämpfen zu müssen glaubt, und zwar auf „christlicher Grundlage", etwas mit Judenhaß zu tun hat, wissen wir nicht. Er selbst leugnet es. K. B. I. Hier liegt offenbar ein Irrtum vor. Professor Einstein wurde überhaupt nicht zur Ableistung seiner militärischen Dienstpflicht aufgefordert. Sie meinen zweifellos Professor Nicolai. Dieser hat sich allerdings dem Heeresdienst durch Flucht in einem Flugzeug entzogen und ist erst nach der Revolution nach Deutschland zurückgekehrt. Gesetzlich konnte er der Fahnenflucht 'wegen nicht verfolgt werden. Wohl a-ber hat ihm das Kollegium der Universitätsprofessoren das Recht abgesprochen, weiter als Dozent der Universität zu wirken. Nicolai hat die Berechtigung zu seiner Desertion damit begründet, daß er den Fahneneid nicht geleistet hatte. F. H., Berlin. Ja, auch die Firma T e x t o r u. Stetnet (Berlin, Jerusalemer Straße 38) erklärte neulich einem ihrer Kunden: „Mit Juden arbeiten wir nicht gern!" Hoffentlich nimmt die Geschäftswelt hierauf weitgehendste Rücksicht. Vereinsnachrichten. Viernheim (Ried), Hessen. 16. 7. Referendar Freund (Darmstadt): „Ab^ wehrkampf." Schotten (Oberhessen). 10. 9. Lehrer. Halberstadt (Büdingen): „Wehr dich, du ehrst dich!" Gründung einer Ortsgruppe. Vors.: Lehrer Kaufmann; Schriff.: S. Rothschild; Kassierer: L. Kaufmann. Nenndorf. 10. 9. Rechtsanwalt A. Lichtenberg (Hannover): „Die Segens wärtige politische Lage und ihre Forderungen." Seesen. 1?. 9. Rechtsanwalt A. Lichtenberg (Hannover): „Die gegenwärtige politische Lage und ihre Forderungen." Verein selbständiger jüdischer Handwerker. E. B., Breslau. 1. Vorsitzender: E. G r ü n p eter; 1. Kassierer: M. Prinz; 1. Schriftführer: L. Frankel. Geschäftsstelle: G r ä b,f ch e n e r Straßes (Frankel). Die nächste Monatsversammlung mit anschließender Fidelitas findet Montag, den 30. Oktober, abends Uhr, im Restaurant Reichshallen (Dereinszimmer), Neue Schweidnitzor Straße, statt. Die Frauengruppe ist zu dieser Bersammlung herzlichst eingeladeu. Sehr wichtige Tagesordnung. Verein jüd. Handwerker u. verwandter Betriebe e. V., Düsseldorf Unsere Mitgliederversammlungen finden jeden zweiten Montag im Monatz statt. Die nächste Versammlung ist am 13. November. Besondere Einladungen! werden in Zukunft nicht mehr verschickt. In Lüdge ist einem Steinbildhauer die Möglichkeit gegeben, eine guts Existenz zu finden. Neu eingerichtete Werkstatt sowie Materialien können mit übernommen werden. Näheres durch die Geschäftsstelle des Zeutralverbandeq jüdischer Handwerker Deutschlands, Berlin-Neukölln, Bürknerstraße 4. Für die Schriftleitung verantwortlich: Dr. Ludwig Holländer, Berlin SW 68. Unverlangte Manuskripte werden nur zurückgesandt, wenn frankierter Umschlag Leiliegt. Verantwortlich für Len Anzeigenteil: Max Junge, Berlin-Friedenau^ Druck von Rudolf Masse. 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