Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 1 (1922)
- Issue
- 23 (12.10.1922)
- Date
- 1922-10-12
- Page
- Seite 286 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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286 einen Cfijubcn darzustellen habe.- Letzten Endes ist dieS eine Frage des guten Goschmacks. und auch der ist stets bei wenigen nur gewesen. I. H., Norderney. Die gewünschte Liste aller antisemitischen Zeitungen können wir Ihnen leider im Augenblick nicht zur Vertilgung stellen. Einmal weil ihre Zahl zu groß ist, dann auch weil viele derartige Preßprvdllkte nach Bedarf und Konjunktur heute antisemitisch, morgen wieder tolerant sind. O. Wer „Sir Galat),ad", der Autor des Romans ..Die Kegelschnitte Gottes" ist — der nach einer schonungslosen Kritik der europäischen Kultur überflüssiger- .und llnorganischerweise in eine iudenseindliche Tendenz verläuft — können wir Ihnen nicht sagen. Vielfach wird vermutet. daß sich hinter diesein Pseudonym eine Wiener Dame und zwar dieselbe verbirgt, die bisher unter dem Namen Prentioe Mulsvrd schrieb. veremsnachrrchten. Vorträge: Seligenstadt a. M. 1V. 9. Referendar Freund (Darmstadt). „Staatsdeutsche oder Bolksdeutsche." Mrichfteitt Oberhessen) 10. 9. Lehrer Halber stadt-Bündingen. „Helft uns kämpfen". Die Gründung einer Ortsgruppe. Vors. L. Stern. Reichensachsen b. Eschwege. 10. 9. Dr. Marx (Frankfurt a. M.), Syndikus des Landesverbandes Hessen-Nassau und Hessen: „Ist die Gefahr pur uns Juden vorüber?" Gründung einer Ortsgruppe. Vors. S. Selig, Schristf. und Kassierer F. Plaut, Beisitzer B. Pfifferling. Aischersleben. 14. 9. Kurt Sabatzky (Magd ob arg). „Die große Not". Ober-FngeLherm (Rhcinhessen). 17. 9. Referendar Freund (Darmstadt). „Walther Rathenau." Burg b. Magdeburg. 19. 9. Kurt Sabatzky (Magdeburg). „Ausstieg oder Niedergang." Rechtsanwalt Dr. K a l i f ch (Berlin, früher Essen) bereiste im September Ostpreußen und hielt über das Thema „Das Wesen des A n t i s e m i t i s - m u s" Vortrage in Goldap am 11. September, Insterburg am 12. September, Königsberg am 13. September, Rastenburg am 14. September, Gumbinnen am 16. September, Tilsit am 17. September und in Marienwerder am 19. September. Zentralverband jüdischer Handwerksr Deutschlands (Sitz Berlin). Geschäftsstelle: Marcus, Neukölln, Bürknerstraße 4. Vorstandssitzung vom 27. September 1922. Der erste Vorsitzende Marcus eröffnet dieselbe in Anwesenheit der Kollegen Wolfs', Löwenstein, Rosenbund, Gutheim und Hurwitz. Die Ortsgruppe Königsberg bittet um Aufnahme in den Verband. Die Ortsgruppe Köln berichtet, baß die Gründung einer Ortsgruppe geplant ist. Ein längeres Schreiben der Frankfurter Ortsgruppe liegt vor, worin ein Festhalten an den Veschlüffen der Frankfurter Tagung betont wird. Von der Liegnitzer Handwerkskammer ist eine völlig unbefriedigende Antwort eingelaufen. Es soll versucht werden, die dortige Ortsgruppe zu rekonstruieren. Vom Kollegen Nosenbund liegt ein Bericht über die oberschlesischen Ortsgruppen vor. Kollege Marcus betont nochmals, daß er sämtlichen Ortsgruppen das diesbezügliche Schreiben zugehen ließ. Einige haben sich nicht dazu geäußert. Cs geht nicht an, daß die Arbeitslast des Verbandes vom Vorstand des Berliner Vereins bewältigt werde. Die einzelnen Ortsgruppen müssen durch rege Mitarbeit ihr Interesse zeigen. Die Broschüre, deren Drucklegung in Frankfurt geplant wurde, muß der enormen Kosten wegen Zurückgestellt werden. Um dennoch das Interesse und den Zusammenhang wach zu. erhalten, sollen im Januar aufklärende Vorträge in den einzelnen Ortsgruppen gehalten werden. Letzteren werden nähere Nachrichten noch Zugehen. Betreffs der Lehrlingsvermittlung liegt ein Bericht der Frau Lamm vor, welcher zur Kenntnis gebracht wird. Hurwitz, Schriftführer. Rundschreiben. < An die Vorsitzenden der angeschlossenen Vereine. Der Hauptvorstand hat sich, in seiner Sitzung vom 27. v. M. eingehend mit der Frage der Propaganda für den Verband beschäftigt und ist zu folgendem Entschluß gekommen: Da es sich herausgestellt hat, daß besonders bei den neugegründeten Ortsgruppen die Agitationstütigkeit eine sehr schwache ist und alle Korrespondenzen^nicht ausreichen, um die Säumt-' 'it zu heben, daß aber auch bei den alten Ortsgruppen das Zusammengchv^gteitsgesühl durch Ausgabe unserer Zeitung nachgelassen hat und infolge der wirtschaftlichen Verhältnisse an eine Neueinrichtung eitler Zeitung nicht zu denken ist, so hat sich der Vorstand bereit erklärt, eine A g i t a t i o n s r e if e im Laufe dieses Winters durch sämtliche Ortsgruppen zu unternehmen. Dieselbe ist so gedacht, daß an allen Orten, wo dies gewünscht wird, eine große öffentliche V e r sa m m I u n g abgehalten werden soll. Diejenigen Ortsgruppen, die ein Interesse an einer derartigen Veranstaltung haben, müßten natürlich die .Kosten gemeinsam aufbringen. Wir glauben, daß dieser Vorschlag am besten geeignet ist, unseren Verband vorwärtszubringen, umsomehr, als es in dev heutigen Zeit unbedingt notwendig ist, die bisher bestehenden Ortsgruppen durch Mirgliederzuwachs auszubauen. Die Gründe, die uns jüdische Handwerker jetzt auf den Plan rufen, um als Bollwerk gegen den immer größer werdenden Antisemitismus bereit zu stehen, sind Ihnen ja alle zur Genüge bekannt. Sollten sich von einzelnen Ortsgruppen noch einzelne Kollegen bereitfinden, sich für diese Versammlung zur Verfügung zu stellen, so bitte ich mir dies umgehend mitzutellen. Der Vorstand hat in seiner Sitzung davon abgesehen, eine Beitragserhöhung zu beantragen, er muß aber darauf bestehen, daß die in Frankfurt a. M. beschlossene 'Umlage von 30 Mark pro Mitglied durchgesühvt wird. Der Vorstand drückt [ein Erstaunen darüber aus, daß nicht alle Vereine ihre Versammlungsanzeigen und Berichte für die E. V.-Zeitung eiusenden. Wir dürfen nicht übersehen, daß eine andere Möglichkeit als die der Publikation in der C. V.-Zeitung nicht zu erreichen ist. Wir verkennen nicht, daß die Verteilung der G. V.-Zeitung an alle Mitglieder der Vereine gewisse Schwierigkeiten bereitet, halten aber einen anderen Weg als den in unserem vorigen Rundschreiben vorgesehenen, für unmöglich. Es muß deshalb Ausgabe eines jeden Vereins sein, zu erreichen, daß die fehlenden Exemplare hier alle 14 Tage zu den ermäßigten Preisen direkt abonniert werden. Bei der ungeheuren Steige, rung der Porto- und Druckkosten wird, wenn das Abonnement richtig durch» geführt ist, dieser Betrag durch Wegfällen der Einladungen reichtlich gedeckt werden. Ferner bitte ich die angeschloffenen Vereine, mir je 6 Exemplare ihrer Statuten zukommen lassen zu wollen. Der Breslauer Verein hat angeregt, von Zeit zu Zeit der E. V.-Zeitung die Adressen der angeschloffenen Vereine zu veröffentlichen. Das soll dnrchgesührt werden. Ferner wäre es mir sehr erwünscht, von angeschlossenen Vereinen Agitationsberichte für den kommenden Winter zu erhalten. An die Arbeit zum Wohls der jüdischen Handwerker! Mit Vcrbandsgruß Marcus, Vorsitzender. Für die Schriftleitung verantwortlich: Dr. Ludwig Holländer, Berlin SW 68. Unverlangte Manuskripte werden nur zurückgesandt, wenn frankierter Umschlag beiliegt. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Max Junge, Berlin-Friedenau. Druck von R u d o l f M o s s e. RiqueT 1 roi^vac-i | PRALINEN . ..— SPSS WM ui lHypoihekenkapiial 11 in großen Betrügen für!g Wohn- NNZ Geschäftshäuser )i unter Zugrundelegung der Miet- S1 st e i g eru n g en rm d crh ö h ten B an w crt e fa offerieren von 4 74% an. »| Für unsere ft i! 11 suchen wir gute Objekte in Groß-Verlin zum 1 Mn- und Verkauf. I!j Vermo Sfafjl & Sohn l) 1 Berlin sw«8, Markgrafenftr. 56. i Dönhoff 4727 bis 4730. £6353finden durch die.,C.B.-Zeitung" f/l eine sehr Zweckmäßige Verbreitung. VJvVV VVVW WVWVV i'VVWAWWVL'VV\i m. 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