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Central-Verein-Zeitung · 1922-09-14 · 19 (14.9.1922) · p. Seite 240

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
1 (1922)
Issue
19 (14.9.1922)
Date
1922-09-14
Page
Seite 240 (sequence 8)
Language
German
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gl-auln kaum, daß das möglich «ist/ und ich halte es für wahrscheinlicher, daß eine spätere Zeit-seinen Namen vielleicht noch stärker unterstreichen wird als es jetzt die Liebe seiner Schüler tut." Becker bespricht dann eingehend Goldzihers Leistungen im rinzelnen: „Das Entscheidende ist die von ihm eingeführte Fragestellung. ... Der Islam ist heute noch etwas unendlich Lebendiges, Wandelbares, und -ist das immer gewesen. Um das Zu begreifen, war es nötig, der Scholastik die Gesetze des Werdens abzulauschen und lebendige Entwicklung Zn entdecken, wo starres Dogma und unabänderliche Form gegeben schien. Erst mit dieser großen Entdeckung war die Jstamkunde als eigene Disziplin geboren. ..." Es folgen wichtige Ausführungen über das literarische Lebenswerk Goldzihers, die sich hauptsächlich an die Gelehrtenwelt wenden. Becker schließt: „lieber aller Wissenschaft steht der Mensch. Es ist hier nicht der Ort, diesen echten Menschen zu schildern, den: die Dornen seines Lebensweges die Füße Zwar'wund, aber nicht müde werden ließen, der jede Liebesbezeugnug als ein unverdientes Geschenk empfing, sich selbst aber in Hilfeleistung und Aufopferung nicht genug tun konnte, der ans den Höhen der Erkenntnis wie der Ehrungen stets schlicht und einfach blieb, der leiden konnte bis zur Selbstzerstörung -und fröhlich sein tonnte wie ein Kind. Ueber all dem liegt der Schleier ehrfürchtigen Schweigens, doch von der Seele löst sich ein letztes, persönliches und doch so schlichtes Wort, in dem Mensch!iind Forscher, Individuum und Wissenschaft sich finden, und das hinausgerufen sei in alle Lande: Hach Dank!" Dankbar und stolz gedenken auch wir des große n Sohnes des alten Stammes, der lange Jahre schlichter Gemeindesekretär in Budapest war, um sein Brot zu verdienen, und dem die Judengegner manchen Stein in den Weg warfen. Er achtete aller Hindernisse nicht und verrichtete unverdrossen bis zum letzten Atemzuge den Priesterdienst am heiligen Altar der Wissenschaft. W. Leser in Hamburg. Sie machen uns daraus aufmerksam, daß in der „Deutschen H a n d e l s w a ch t". dem offiziellen Organ des Deutschnationalen Handlungsgehilfen-Verbandes. ein Inserat des ..Hamm-er''- Derlages erscheint, in dem es u. a. beißt: ..Die politische Zeit-- f ch r i f t d e s D. H. V. i st d i e Halbmonatsschrift ..H a m m e r"! Wir können Ihre Entrüstung nicht teilen, da wir wisiien. daß der D. H. V.. kein politisch-neutraler Verein ist. sondern ein Stoßtrupp der Deutschvölkischen. und finden in diesem Inserat nur einen neuen Ansporn, in unserer Bekämpfung des D. H. V. nicht müde zu werden. A. K. in Berlin. Ihre Feststellung, daß im ./IW. der Wochen-- sehr ist des „Berliner Tageblatts", sich am 25. August ein Gedickt „B itte* befand, dessen Schluß lautete: Schenk der: Parteien, die sich balgen, für die Notwendigkeit den Blick mib — für die Schieber uns ^nen Galgen und einen dauerhaften Strick! wird auf die Herren Kunze und Genossen keinen Eindruck machen. Sie werden doch nach wie vor behaupten, daß die sogenannte ..iüdische Presse" der Hort des Wucher- und Schiebertums sei. Anfragender aus Erfurt. Ob deutsche Juden das „Deutschland- Lied" mitsinaen dürfen, auch wenn es von Judenhasses angestimmt wird? Aber selbstverständlich! Fallersleben gehört nicht dem Deutschvölkiscl>en. An dem Inhalt seines Liedes haben wir nichts auszusetzen. „Einiakeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland" ist auck der Wablspruch jedes jüdischen Deutschen. Drum finge das .Deutschland-Lied", wem Gesang gegeben!__' _ Für die Schriftteilung verantwortlich: i. V.: Dr. Alfred Wiener in Berlin SW 68. Unverlangte Manuskripte werden nur zurückgesandt, wenn frankierter Umschlag beiliegt. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Max Junge, Berlin-Friedenau. Druck von Rudolf Mofse. ,Amerikanische Schiffe — höchster Komfort“ In der Ausstattung eines modernen Hotels mit allen Reisebequemlichkeiien erregen die Dampfer der United States Lines die Bewunderung der Reisenden. Die Einrichtung der Zimmer, die Ventilation, die Reinlichkeit, die Gesellschafts-, Rauch- und Spielzimmer, Bibliothek: sie alle zeichnen sich durch ausgesprochen guten amerikanischen Geschmack aus. Auf diesen amerikanischen Regierungsdampfern reisen Sie vorteilhaft und sicher und eine vorzügliche Küche wird Ihnen durch Angestellte serviert, deren erste Aufgabe es ist, die Reise für Sie zu einer angenehmen zu machen. Regelmässige Abfahrten von Bremen nach Southampton-Cherbourg-New York mit den grössten zwischen Deutschland und Amerika verkehrenden Doppelschrauben-Passagier- und -Postdampfern. Wenden Sie sich an die untenstehende Adresse wegen Segettisten und Schijfsplänen A>. 33 J. 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