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Central-Verein-Zeitung · 1922-09-14 · 19 (14.9.1922) · p. Seite 239

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
1 (1922)
Issue
19 (14.9.1922)
Date
1922-09-14
Page
Seite 239 (sequence 7)
Language
German
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.239 Seitdem hasse er die Jaden. 1 Me dem auch sei, jedenfalls^ läßt er mrch seine Wochenschrift „The Dearborn Independent" eine wüste antisemitische Hohe betreiben und beschäftigt außerdem in New Uork ein Detektivbureäu, das ihm Material gegen Juden und „Judengenossen" liefert. Denn er begnügt sich nicht damit, die Inden m verfolgen, sondern alle liberalen Amerikaner werdenvon feinen Leuten zu Judengenossen gestempelt. Zu ihnen zählt er beispielsweise auch Colonel H 0 u s e, Herbert H 0 0 ver und selbst den früheres Präsidenten Wilson. Diese antisemitische Schwäche des Geld- Magnaten har nun ein Agent der russischen Zarenpartei, namens Boris B r 0 s 0 l, ausgenutzt, um ihn und seine Dollars in den Dienst der russischen Reaktion zu stellen. Brosol, der im Jahre 1913 als russischer Beamter an der Durchführung des aufsehenerregenden Ritualmordprozesses Beilis in, Kiel beteiligt war, wurde nach dem Zusammenbruch des Zarenreichs in Amerika Vizepräsident des dortigen „Vereins russischer Offiziere". Dieser Brosol ist Mitarbeiter an Fords Verlagsunternehmungen und rühmt sich in einem Brief, dm „Hearsts International" veröffentlicht, daß zwei von ihm im letzten Jahre geschriebene Bücher den Juden mehr schaden getan hätten, als zehn Pogrome. Hinter allen diesen Treibereien aber steht nach der genannten Zeitschrift der führende Kandidat für den russischen Thron, Großfürst Cyrill aus dem Hause Romanow. Die Enthüllungen der amerikanischen Zeitschrift zeigen von neuem, in wie engem Z usamm c.n hang A ntife m i t i s nr u s und Zarismus st e h e n. Ein jüdischer Schriftstetterverein in Argentinien. Auf Initiative des gegenwärtig in Argentinien weilenden bekannten jüdischen Schriftstellers und Journalisten CH. D. Nomberg ist in Buenos Aires ein Verein jüdischer Schriftsteller und Journalisten ins Leben gerufen worden. Der neu« Verein hat es sich zur Ausgabe gestellt, die in Argentinien verstreuten literarischen jüdischen Kreise zu konzentrieren. Die Erfurter Volkshochschule hat den Rechtsanwalt Herrn Dr. Freud ent ha l, der Vorstandsmitglied unseres Landesveribandes Thüringen und stellvertretender Vorsitzender unserer Erfurter -Ortsgruppe ist, für einen Vortragszhblus gewonnen, der einer Einführung in die Praxis als Schöffe und Geschworener dienen soll. * u i H« fon Dem /Inöeriken Ignaz Golözihers. Dem Andenken Ignaz G 0 l d z i h e r s, des unvergänglichen ungarischen Orientalisten, der am 13. November 1921 die Augen schloß, widmet im soeben erschienenen Heft des „Islam" (Heft 3/4, Band XU) Carl Heinrich Becker, der hervorragende Orientalist und frühere preußische Kultusminister, eine eingehende Würdigung, die sich in ihrem treffsicheren Erfassen des Bedeutsamen und Unvergänglichen in Goldzihers wissenschaftlicher Arbeit weit über das Niveau landläufiger Nekrologe erhebt. Becker beginnt: „Was wir heute Jflamwissenschaft nennen, ist das Werk Goldzihers und /Lnouk Hurgronjes. . . . Wir sichen unmittelbar aus den Schultern dieser Generation, doch glaube ich nicht, daß man nach hundert Jahren die Entwicklung anders beurteilen wird." Er fährt fort: „Wir, die wir seine Schüler waren, haben ihn ja alle in seiner überguellenden menschlichen Güte und in seiner das übliche Maß weit überschreitenden wissenschaftlichen Produktivität in Unterhaltung, Briefwechsel und Schrifttum erlebt. Er war wahrlich unser Scheich. . /. Wie ein geistiger Vater war er um uns Jünger besorgt, welch einzigartigen Anteil nahm er^an unserer Arbeit, ja man spürte bei ihm etwas von jener geistigen Filiation, über die in orientalischen Sprachen so viel Feines gesagt ist. Von seinem, der großen Welt so fernen Arbeitszimmer in Budapest spann sich ein Netz über die Mnze islamkund-ige Gelehrtenwelt, und wenn seine Leistung den Respekt der Welt erzwang, sein Eros paedagx>gikos, der nur das Lob und nicht die Nute kannte, eroberte ihm die Herzen. Leicht könnte uns so heute, unter dem noch frischen Eindruck des unersetzlichen Verlustes, unsere Dankbarkeit dazu verführen, seine Lebensarbeit zu überschätzen. Ich Großes Lagerpreiswürdiger dkrsoL letie. ’)ri$,Kirman.Keseban, £arouk. Mahal Afghani. Buchara etc. Hervorragende Auswahl mallen Größen. Seiden- Teppiche* Gobelins. Deutsche Teppiche Läufer u. Auslegeware in allen Farben }3&uk Berlin W. Le/pz/gers/r. 9-11 III. MissiStfacli- Ausstellung Grosser Preis (höchste I Auszeichnung)! r ALLEINVERTRIEB] für Groß-Berlin uUmcfJ B*NeumannJ ftCurfürstendamm 228^ Bncanola tostspiel-Pianos und Flügel Sfpl. 137)7" Der jüdische Buchladen im Zentrum Berlins Gebetbücher / Eitualien Geschenkwerke / Graphik / Judaica / Hebraica / Samuel Jurovics, Berlin € 2 Eckladen, Kleine Präaidentenstr,3, a. Monbijouplatz (Stadtbahnhof Börse). Telephon: Norden 8658. Hugo Landau Versteigerer Taxator Berlin C 25, Kaiserstraße 32a Fernsprecher: Königstadt 2575. Annahme von Versteigerungen jeder Art zu den kulantesten Bedingungen. /V v v vwwvw v uVWWWWVWWVw v in M. Zischen öreslau I Reuschestraße 51 > Herrenklei-er-Za-rtk tflWWVl\\WAW WlV.VI

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