Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 1 (1922)
- Issue
- 18 (7.9.1922)
- Date
- 1922-09-07
- Page
- Seite 230 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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230 begründet, urrfere Aufklärung slc teratur und unsere Flugblätter zu vervielfachen. Wer etwas Zur gründlichen Bekämpfung des Antisemitismus beitragen will, unterstütze uns in diesem Kampfe. Ke i rt c gegnerische N otiz i st s v lt nb e deutend. daß es s i ch nicht lohnte, den Cent r a l- Ve re in d a rauf a uf Nl e rtsa m zu machen. Und kein Beitrag an Geld ist h och genug, u nl uns der A us«gade g ervachse u z u rn a ch e n , A u f k l ü r u n g s l i L e r a t n r z u v e r b r -c 11 -e n. Dr. W. Marburg. verschwmöenür Volksschulen. Zum Artikel ,Konfessionelle jüdische Schuten" in Nr. 17. Sehr geehrte Schristleituug! Nach Angabe eines Kasseler Blattes geht am 1. Oktober nüc der Pensionierung des Lehrers Oppenheim die israelitische Volksschule zu Treysa wegen zu geringer Kinderzahl ein. Diese Schule war noch vor wenigen Jahren eine der Oe?u.rtite|tcn jüdischen Volksschulen des Negierungsbezirks. Aus gleichen! Anlaß und Zum gleichen Zeitpunkt wird auch die israelitische Volksschule zu Z re r e n - borg aufgelöst. Ferner kommt die Aufhebung der jüdischst! Volksschulen in G i l s e r b erg, I e d b e r g . R a u s ch e n borg und Ziegenhain in Betracht, wenn die Stelleninhaber anderwärts untergebracht sein werden. Bor einiger Zeit schon ist die Volksschule zu Frankenau ausgehoben worden. Dieses Verschwinden der jüdischen Volksschulen in Kurhessen ist in jedem Betracht außerordentlich zu. bedauern. Sie waren das Bindemittel innerhalb der Gemeinde oder a u ch z w i s ch e n m ehrere n K le i n g e mei n d e n. Das Band schwindet nun, und damit beginnt der Verfall der Gemeinden und die Ortsftucht der Angehörigen. Vielfach ist die vorzeitige Auflösung der Schulen auf die rn a n g e l n d e O p fe r w i l l i g keit d e r Gemeinde m i t - g lieber zurückzuführen, die sich außerstande erklärten, einen verhältnismäßig kleinen Teil der Schullasten aufzubringen, denn den weitaus größeren trägt der Staat. Einen Religionslehrer, für dessen Unterhalt sie allein zu sorgen Hütten, werden sie nicht anstellen wollen oder können. Auf die Uebernah-rne des jüdischen Lehrers an die konfessionellen Qrtsschulen.ist zurzeit durchaus nicht zu rechnen. Die jüdischen Schalen auf dem Lande haben viel, vielleicht das meiste, cnn guten Verhältnis zwischen Juden und Nichtjuden bei' getragen, hauptsächlich durch die enge kollegiale Verkettung, der Lehrerschaft. Man wird btc jüdische Schule undden jüdischen Lehrer auf dem Lande in der Folge sehr verunssen. £y, H., Frrihrrrg. Sie erörtern bk -alte Frage. ob es nicht besser wäre, in der Bezeichnung des Eeirtral-Beveins das Wort „Glauben", in dern eine stark konfessionelle Prägung liege, durch eine andere Formulierung zu ersetzen. Wir müssen dies unbedingt ablehnen. Denn schon za Zeiten seiner Begründung hat der Central-Derein daraus hingewiesen, daß unser Staat Die Juden -als eine G l a u b e n s a e rn e i n s ch a f t arische und auch diejenigen da nulle r verstehe. Die -eine spezifisch -religiöse Bindung reicht eingehen wollnr oder nicht c ingehen m können glauben. Die Begründer des EenLr.al-Vcre'ms haben allein das Staatsbürgerliche treffen wollen. Ihr Hauptziel war von vornherein, dem E-entral-Verein einen r e l i g i ö s v o i l k o m m e rr. u n v a r teilt d; c n Inhalt zu geben. Infolgedessen mußte diejenige Formulierung gewählt werden, die der Staat den jüdischen. Deutschen gegeben hat. Und das ist die Einreihung -in eine Religwns- bzw. Glaubensgemeinsebasr. Ob der Einzelne sich durch Abstammung, durch die Religion, oder durch beides mit dem Judentum verbunden fühlt, ist Sache seiner persönlichen Entscheidung. I. R., Gppingerr. Zwei Hakenkreuzbengel haben dort vor einem jüdischen Passantcu, der ihnen nichts tat. ausgespuckt, und find darauf von einem Zeugen dieser Szene tüchtig verteilt worden. Bravo' Sammler» Sie senden uns das ,.LLitz"-Blatt Knichpel-Kunzes ein, das. iuie diese Nummer zeigt, imstande ist. sogar Goethesche Zitate zu Zauche zu verarbeiten — -aber nicht imstande ist. den Namen Goekhes richtig zu schreiben, sondern ihn „Göthe" nennt. Das wundert Sie? Diese Gesellschaft hat zwar das wahre Deutschtum gepachtet, .darüber aber — von Redentlow bis Kunze — ausnahmslos vergessen, deutsch zu lernen. Schreien — vorzüglich! Schreiben — ungenügend! K. in B. Sie haben Recht. A. Sch. ist unser Mitarbeiter Artur Schweriner. Oie hervorragendsten Instrumente „Gramola"- * „Gramonäum"- „Grammophon“ - Künstler - Platten Ausgewähltes jüdisches Repertoire Pinkasowicz, Kwartin, Sirota, Weitz. Grammophon-Spezialhaus £.«; Berlin W8, nur Friedridislrasse 189 Breslau, Garlertslrasse 47 * Düsseldorf. Königsaljee 78 * Kiel, Holsfenslrasse 40 * Köln a. Rh.« Hohe Strasse 150 * Königsberg i.Pr., junkerstrasse 12 * Leipzig. Markgralensirasse 4 * Nürnberg, Königslrasse 14. (tingetragsne ScbuUniarte* Lewinsky, Retzlaff & Co. Bank - Kommandit gesellschaft auf Aktien W8, Taubknstraße23 BERLIN £ 19, Hausvogteiplah 5. Fernsprecher: Zeutrrtm 10330, 9170, 9206 (4963), 3438, Moritzplatz 6432. Telegrammadresse: ^hravgnk. Filiale: Berlin NW7, Neustädtische Kirchstraste 4/5 Fernsprecher: Norden 1281, 1382. Telegrammadresse: Lyrasilra. I Spitzenhaus Qosa Klauber, manchen f l cThcatlner Strasse 35, t Brautausstattungen. 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Aurjührliche eurskünfte und Berechnungen erhallen Sle kostenlos und für Eie unoerbrndlich durch die Oeutjche.Lehensversicherungsbank. „Arminia" A.-G. in München Berstchrrtes Kapital Vj« Milliarden Mark. Sertragsgefellfchast zahlreicher Verbünde und Unternehmungen in Handel und Industrie. 4163551350264790841382154