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Central-Verein-Zeitung · 1922-08-17 · 15 (17.8.1922) · p. Seite 195

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
1 (1922)
Issue
15 (17.8.1922)
Date
1922-08-17
Page
Seite 195 (sequence 11)
Language
German
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195 B. G., Brest an. Mr stellen Ihrem Wunsche gemäß gern fest, daß die Juweli-erfirma Emil FriesinK in Breslau, Aldrechtstrahe. in ihrem Schaufenster ganze Serienvon Hakenkreuzen ausstettt. Offenbar -legt die Firma auf Jüdische Kundschasb keinen Wert — was in Breslau aber auch dann nicht vergessen werden sollte, lvenn die Zugkraft dieses Artikels nachgelassen haben wird. §♦ S.» Elberfeld. Sie senden uns einen der vielen anorchmen Drohbriefe. die Sie erhalten. Er zeigt auf der einen Seite den Zeitungsausschnitt eines HetzprodubL-cs („Raus aus Deutschland. Israeliten, Hier in unseres Volkes Mitten" — usw.). aus dem sich wieder einmal erkennen läßt, daß diese patentierten Hüter des deutschen Geistes nicht Deutsch können — und auf der Rückseite — natürlich mit Maschinenschrift! — ihr Bekenntnis: „Wir find die Reaktion, wir kämpfen für Kaiser und Thron, doch niemals für Oevi und Cohn!" —- Welch ein Glück für Levi und Cohn, daß dieses feige Gesindel nicht sür sie kämpft! Abgeordneter Dr. Zeidler, Wien. In der Rede, die Sie am 19. Juli in der österreichischen Nationalversammlung hielten. ..zitierten" Sie einen Artikel Rathenaus, der am 2a. TeZernber 1909 in der .Neuen ^Freien Presse" gestanden haben soll und in denn es angeblich hieß: ..Die Lkunde hat geschlagen sür die Hochfinanz, öffentlich der Welt ihre Gesetze zu diktieren. wie sie es im Verborgenen getan hat. Die Hochfinanz ist berufen, die Nachfolge der Kaiser und Könige anzutreten mit einer Autorität, die sich nicht nur über ein Land, sondern! über deri ganzen Erdball erstrockt." Die R e d a k t i o n der „Neuen Freien Presse" aber bemerkt hierzu: „In dem genannten Artikel findet sich weder diese noch sine ähnliche Stelle." Wollen Sie sich zu diesem merkwürdigen Fall nicht äußern? Sonst müßten wir Ihre Worts als Fälschung und Ihr Tun als geistige Loichenschäüdung bezeichnen. g. in Barmen. Es ist in der Tat üblich, daß bei Berliner Ehren- 'beevdrgungen Zwei Rabbiner milwirken. So sprach kürzlich bei der Bestattung. Komm-erzienrats Dr. Netter in der Synagoge Rabbiner Dr. Baeck, die Litumie auf dem Friedhöfe in Weißen fee hielt Rabbiner Dr. Loewenkhnl ab. _ „ L _ . D. K.» Basel. Wir bestätigen dankend den Empfang der Lendung. verernsnachrichten. Vorträge: Greisenbcrs« 22. 5. Dr. Hcimann-Srettin (Syndikus des Landesverbandes Pommern): Gründung einer Ortsgruppe. J. Vors.: Kaufmann Enge!; Schristf.: Kaufmann Löwenberg; Kassierer: Hugo Rosern Stuttgart. 17. 7. Dr. Holländer-Berlin (Syndikus des C.-V.): ,,Der politische Mord und unsere Lage." Hariptversammluirg. Landstuhl. 18. 6. Gründung einer Ortsgruppe. Essen. 25. 7. Rechtsanwalt Dr. Herzfeld-Effcn: „Die politischen Parteien und unsere gegenwärtige Lage." Düsseldorf. 26. 7. P. Waldstein-Essen (Syndikus des Landesverbandes Rheinland und- Westfalen): „Die politische Lage und die Stellung des Central- Vereins." Rabbiner Dr. (Lschelbacher-Düsfeldorf: Gedächtnisrede auf Rathenau. Bilbel (Oüerhefsen):. 17. 7. Lehrer Halberstadt-Düdingen: „Die Ziele des Centralvcreius." Lampertheim (Ried, Hessen). 16. 7. Referendar Freund-Darmstadt: „Moderner Antisemitismus." Mülheim. 17. 7. B. Waldstcin-Essen (Syndikus des Landesverbandes Rheinland und Westfalen): „Die gegenwärtige politische Lage." „Der Antisemitismus in der Schule." Brühl. 23. 7. E. Jacobi-Köln (Syndikus des linksrheinischen Landesverbandes): „Antisemitismus und Deutschtum." Volzin. 27. 7. Dr. Salomonski-Franksurt a. d. O. (Syndikus des Landesverbandes Brandenburg): „Auf dem Wege zur Wahrheit." Wirrrbach (Odenwald). 25. 6. Dr. Frank-Heppenheim: „Die Emanzipation der Juden." 1. 7. Lehrer Hönlcin-Aimbach: „Das Judentum in der Verbannung." Der Kreisvcrband Sieg hatte am 16. Juli in Sieg bürg seine diesjährige Hauptversammlung. Herr Dr. Cohn aus Bonn behandelte in seinem Referat die Ostjuden frage uud sprach üb"r die Stellungnahme des Centralvereins zum Keren hajesfod, Zionismus und nationalüeutfchen Juden. Der zweite Referent, Herr Lehrer See.lig, zeigte in seinem Vortrag „Vorurteil", auf welche Weise der Antisemitismus bekämpft werden müsse. Seine Ausführungen fanden wie die des Herrn Dr. Cohn großen Beifall. Für die Redaktion verantwortlich: Dr. Ludwig.Holla.nder in Berlin SW" 68. Unverlangte Manuskripte werden nur Zurückgesandt, wenn frankierter Amschlag beiliegt. Verantwortlich sür den Anzeigenteil: Max Junge, Berlin-Friedenau. Druck von Rudolf Masse. Otto Hirsch Irma Hirsch geb. de Lange Vermählte. Frankfurt a. M. Wiesbaden Trauung: Synagoge Michelsberg- Wiesbaden, den 20. August 1922, 2 Uhr. Feier: Hotel Kronprinz, Wiesbaden. Br. Josef Hirschberg Lotte Hirschberg geb. Krieg Vermählte Breslau, im August 1622» z. Z. auf Reisen. danken gleichzeitig herzlichst für die ihnen erwiesenen Aufmerksamkeiten. Unsere Marianne ist glücklich angekommen. Arnold Stein und Frau Gertrud geb. RosenthaL Berlin NLW 52, Flemingstrasse 15. Die glückliche Geburt eines gesunden Jungen zeigen an Ernst Schwab und Frau Käte geb. Stern. Chemniiz, Heienenstrasse11, den 9. August 1922, z. Z. Privatkiinik Dr. Pilz (Luisenhaus). ‘J Gesucht ein tüchtiger Verkäufer Kr die Manufakturwarenavterlung sowie ~ eine Verkäuferin sür die Damenkonfektion. Offerten mit Bild, Zeugnisabschriften und Gehaltsansprüchen erbeten an Henry Liepmann & Co., Geestemünde. Zuverlässiger per sofort oder später gesucht, tüchtiger für die Abteilung Kleiderstoffe zum 1. Okl. d. I., eventuell früher. Ausführliche Angebote mit Bild, Zeugnisabschriften und GeraUSansprücherr erbeten. Modenhaus ph.Heilbrurm I Goslara.Harz. 1 Für mein Manufaktur» \ S waren» undKonfeliions» 1 B gefchäft suche ich einen § tLehrling! I mit guterSchrilbildrmg, A M bki freier Station. > I Beruh, «alkfteiy , fWeftpr.1 V. | Z)as-« Nordsee -Para<3 z er: Secwi^e über Brcmen'Breroerc&ven oder Har»barg'Cuxhaven u. 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