Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 1 (1922)
- Issue
- 12 (27.7.1922)
- Date
- 1922-07-27
- Page
- Seite 158 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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158 H. G.5 Zabrze» lieber dir Frankfurter Juden gibt es zahlieiche Werte. Ohne nähere Angaben über das von Ihnen aemeinte. ist es uns nicht möglich, Ihre Frage zu beantworten, (ernst v. Woft,ogen'> Als Sie vor einigen Monaten Ihre ans cmtifcmitifdien Leserfang -ausgehenden Memoiren in den Monatsheften von Lelhagen & Kinsing veröffentlichten, erweckten Sie bereits das Mitleid all jener, die Sie bisher als Schriftsteller noch emffc nahmen. Seit aber Beltzagen & Kinsing — wie uns der Bering mitteilte — die Monatshefte zur Ablagerung Ihrer judenfeindlichen Ausfälle nicht mebr hergeben, find Sie so tief gefunken, unter die Mitarbeiter des „Hammer" zü treten. Wer Ihre dort erschienene Qehnovelle „Ein vergnügter Pfiffikus" liest, für den sind die Akten über. Ernst v. Wvlzogen endgültig geschlossen. Erinnern Sie sich noch -an ihre „lleberbrettl^-Zeit? Damals waren Ihnen Juden als Mitarbeiter. Komponisten, Kritiker und namentlich als Publikum gar nicht so verhaßt. Völkischer. Nack der Ermordung Ratchnaus konnte man in alten Ihren Blättern die Aersicherung lesen, daß Sie nur für nationale Ideale kämpfen. die Achtung vor der Religion ArrdersMubiger aber nie verletzen wollten. Wie verlogen, diese Äußerungen sind, beweisen die zwanzig t o t e n H n k e n r r e u z e, die kürzlich an die Synugogenwände in Dessau gemalt wurden, nachdem kurz vorher die jirdischen Gotteshäuser in München und Potsdam mit dom gleichen Bu-ndesgeichen der Lsiörder gefchnrttüt worden lvaren. Und auf das Dach der Kieler Stznagoge haben Sie neulich gar einen tote n Hund geworfen! Kurgast in ReichenhalL. Wir bestätigen Ihnen gern daß der Besitzer von Hotel Habsburg und Villa Stefanie. Nt. % l1 tu a n n in Reichenüoll. jüdische Gäste gern bei fi-ch sieht. VereiKsnachmchtLK. ZenLrÄlverba.nd ZMiMsr ÄanDwsrker DsutMlanSs, Sitz BsrUn. . Geschäftsstelle: W. Marcus, Vorsitzender. Berlin-Neukölln. Bürknerstraße 4. Tetz Mvrrtzplatz 16534, Die Mitglieder, des g e n t r alve r b a n des jüdischer Hand' werter Deutschlands werden gebeten, ihre Benachrichtigungen frühzeitig unserer bekanntgegebenen Pressestelle zuzusenden. Die Veröffentlichungen .finden alle vierzehn Tage an dieser Stelle statt. Die Weitergabe cm die Redaktion. der „<L V.-Zeitun-g" muß fpät-eftens acht Tage vor dem Erscheinen erfolgen. — Dis während dev Frankfurter Berbandstagung gehaltenen Ansprachen, Referate und Diskussionsreden sollen im Monat September d> I. in Buchform als Propagandafchrift erscheinen. Das Exemplar dürfte sich auf annähernd zehn Mark stell er:. Die von den Vereinen gewünschte Anzahl ist dem Perbandsvorsitzenden umgehend mitzuteilen. Versrrr selbständiger ZWischer HanDwerZer und Gewerbetreibe^ der zu 5-amburg von 1906, Gesihäftsstelle Weidenallee 38—40 (Bernhard He'memamft. In der letzten Miialie-derversammlung gab der Vorsitzende einen ausführlichen Bericht über die Vcrbandstagun-g in Frankfurt a. M. An Stelle des bisherigen „Mitteilungsblattes'' tritt ab 1. Juli die „C. V.-^eitung^' des Eentral-Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens als offizielles Verkündungsorgan der dem Verbands angeschlossenen Vereine. Für die zu gründende töshr-lingsgruppe wurden aus der Vereinskasse 1999 Mark bewilligt. Ein Angebot betreffend Inserieren in her Zionistischen Zeitung wurde zwecks weiterem dem Vorstande überwiesen. Es existiert in Frankfurt a> M. ein Verein unter dem Namen „V e r u f s b e r a t u n g u n d 'A rbeits n a ch w e i s f ü r Jude u", Börnestraße 51/56. Dieser Verein sucht arbeitslosen Juden, sowohl Handwerkern, .Kaufleuten wie ungelernten Arbeitern, Arbeit zu verschaffen, damit sich die Leute durch eigene Kraft ernähre-- können. Das Motto dieses Vereins heißt: „Gebt Arbeit statt Almosen". Deshalb werden alle Glaubensgenossen gebeten, diesem Verein jede Art von Arbeit anzuzeigen. GsschäMche Mitteilungen. DöLrtßchS LMLNsversichsrung ,,Arnrinin". A.-G. in München. Bericht über das Geschäftsjahr 1921. Im -abgelaufen'sn Geschäftsjahr 1921 ist wiederum eine beträchtliche Steigerung des Neuzuganges erzielt worden; der Kapitalversicherungs-Besiand mehrte sich um mehr als die Hälfte und überschritt Ende 1621 die erste Milliarde Mark: dem Renten- und Pensionsversirherungs-Geschüft ist mit einer Steigerung des Bestandes von 11,8 auf 16,5 Millionen Mark Iahresreute besonderer Erfolg beschieden gewesen. N cu abgeschlossen wurden 64 455 Versicherungen über 411,1 Millionen Mark Kapital und 5,2 Millionen Mark Jahresrente gegenüber 66 928 Versicherungen über 213,0 Millionen Mark Kapital rmd 1,2 Millionen Mark Iahresreute int Vorjahre. Der Vers i ch e r u n g s b e st a n d wuchs um 341,6 Atillioneu Mark Kapital und 4,6 Millionen Mark Reute auf insgesamt 449 922 Versicherungen über 1,94 Milliarde!'. Mark Kapital und 16,5 Millionen Mark Rente Ende 1921. Die P r ä m i e n e i n n a h m e n stiegen von 45,6 auf 69,9 Millionen Mark, die Kapitalerträge von 9,2 auf 10,6 Millionen Mark; die Prämie u r U cf l a g e n, u n d Hebe r t rage wuchsen von 299,1 -auf 228,4 Millionen Mark: die G e w t u n r it ck l a g e n d e r V e r - sicherte n von 12,5 auf 13,9 Millionen Mark. Irr der Leb e n s u u ö I :: v al i d i t ä t s o e r f i ch e r u u g wurden in. folge günstiger Sterblichkeit 3,0 Millionen Mark für Versicheruugsfälle weniger verbraucht, als rechnungsmäßig vorgesehen waren. In der Unfall - u n d H a f tost i ch t b r a r. ch e stiegen die Prämien- Einnahmen von 1,4 auf 3,0 Millionen Mark. Das gesamte Vermögen der Gesellschaft wuchs von 265,4 auf 281,7 Millionen Mark, wovon 78,6 in Hypotheken, 113,0 ut Staats- und Gemeinde- Darlehen. 41,3 in mündelsicheren Wertpapieren und 9,4 in Grundbesitz angelegt 'waren. Von dem G e f a m t it b e r j d) u ß in Höbe von 2,98 Millionen Mark (i., V. 2,59) erhalten die Versicherten 2,3 Millionen Mark. Die Gew in nzuweü'ung au die Versicherten des neuen Verbandes (feit 1. Mai 1929) wird nach dem Bericht die Verteilung einer wesentlich erhöhten Dividende im Jahre 1923 ermoaüchen. Für die Aktionäre wird eine Dividende von 55 Mark pro Aktie (i. V? 45 MaM vorgeschlagen. Nach dem Bericht des Vorstandes hat sich im laufenden Jahre die Zunahme des Neugeschäfts fortgesetzt und verspricht günstige Ergebnisse. Für die Versicherten Ast besonders bedeutungsvoll, daß die Gesellschaft kein Auslandsgeschäft betreibt und daher von Valutaverlusten verschont geblieben ist. - Sanguinal Krewel in Villen form 4 schnell, nachhallig wirkendes, appetitanregendes, wohlbekommciches SMiiiel zar Unterstützung derQenesung, nach ^Blutverlusten und„ Sch wäch ezuständeni Vorzügliches iMittel gegen Shutarmut u.Sßleichsudht Zu haben in ( allen Zlpotheken Chem. Fabrik Krewel & Co, Ä, G„ Köln a. Mh. FW,. 1 Familienf anzezgen findendurch die„L.V.-AeitUNg" weite und zweckentsprechende Bekanntgabe. 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