Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 1 (1922)
- Issue
- 8 (22.6.1922)
- Date
- 1922-06-22
- Page
- Seite 106 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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106 Der Verband verfolgt keinerlei Politische Ziele. Seine Hauptaufgabe besteht darin, das Ansehen des jüdischen Handwerkerstandes in allen Kreisen innerhalb und außerhalb des Judentums zu heben und für einen -geordnelen Nachwuchs zu sorgen. Bei der Erfüllung all dieser Aufgaben kommt es auf jeden einzelnen an. Wir erwarten daher, daß keiner unserem Bestreben fern bleibt. Wir sind gern bereit, dort, wo es möglich ist, Gründungen von Ortsgruppen selbst in die Hand zu nefymen und geeignetes Anfklärungsmaterial zu übersenden. - Alle anderen Anfragen bitten wir an Unterzeichnete Adressen richten zn wollen. Der Verbandsvorstand: Will). Marcus, Glasermeister, Neukölln, Bürknerstraße 4, Vorsitzender. Die Vorsitzenden der an geschlossenen Vereine: Louis Wolff, Tapezierermeister, Berlin, Große Frankfurter Straße 81. H. Seidemann, Steinsetzmeister, Beuthen O.-S. A. Vonnin, Malermeister, Bielefeld, Brüderstraße 17. Emil Grünpeter, Fleischermeister, Breslau, Goldene Radegaffe 15. L. Goldberg, Installateur, Köln a. Rh., Panreleonstraße 17. M. Vogelfang, Malermeister, Dü ff eldorf, Schützenstr. 38. A. Frischmann, Buchbinder, Dresden, Geovgplatz 8. I. Weishaupt, Schneidermeister, Frankfurt a. M., Bethmannstraße 42. B. Heinemann, Tapezierermeister, Hamburg, Weidenallee 40. Paul Goldmann, Glaferineister, Hanno per, Seilwinderstraße 3. F. Simenauer, Malermeister, K a t t o rv i tz O.-S., Heinzelstraße 6. A. Muscatblatt, Installateur, Leipzig, Reudnitzstraße 4. A. Chopke, Kürschnermeister, L i e g n i tz. M. Strauß, Malermeister, Mannheim. L. Falkenstein, Glaserpreister, Königsberg i. Pr., Hoffmannstraße 11. Marx, Fleischermelstcr, Stettin. Gautag in Schwiehns. Unter Bolliliguiig von 26 Delegierten fand am Sonntag. 18. Juni, in Schwiebus ein Gau tan der Ortsgruppen links der Oder irn Landesverbände der Provinz Brandenburg statt. Die Tagung wunde von Herrn Rabbiner Tr. Salomonski (Frankfurt a. O.) und Herrn Richard B h i li p s b v r n (Schwiebus) geleitet. Herr Referendar C h a r i g < Eberswalds) lnar zum Schriftführer gewählt worden. Der stellvertretende Syndikus des Central-Vereins, Herr Tr. Alfred Wiener, behandelte die allgemeine politische Luge, wahrend Herr Rabbiner Dr. Salomonski die Verbal wisse im Landesverbände vor trug. Daran schloß sich eine längere Aussprache, an der sich insbesondere die Herren Seidenberg (Sorau). Tr. Posuer (Kottbus). Cbarig t (Eberswalde). Bernstein (Schwerin) und Philipsborn (schwiebus) beteiligten. Eine von Lehrer Bacher (Guben) ein gebrachte Entschließung, daß jedes Mitglied d e s E e u t r a l - V e r eins di e dringende P s l i ch t hätte, d e t N v tl a ge der j ü dis ch e n V e a in teuf cb a ft di e größte A it s - m e r k s a m k ei t 3 u 3 u \v c n b >c n . iv u r d i\ e i n st i m m i g a ugenommen. — Im sluschins; au die Tagung fand eine sehr gut besuchte Gerneindeversanunlung statt, die von Herrn Rabbiner Tr. Salomonski mit dem bervegenden Hinweise aut den erneuten schmerzlichen Verlust' deutscher Gebietsteile in Oberfchlefken rrnter der., stillen Teilnahme der Anwesenden eröffnet wurde. stach Begrnßnngsworteu der Herren Tr. Iumpel (Schwedt) rrnd Rechtsanwalt Re Hab (Frankfurt a. O.) sprach Herr Dr. W i e n e r über: ,.D e r u e u e Ge n e r a t st n r m d e r I u d enge gn er." — Die Versammlung war deshalb nach Schwiebus eiuberuseu, nur unseren jüdischerr Deutschen, die dort an der Grenze Polens treulich Wacht halten, die besondere Teilnahme des Landesverbandes der Provinz Brandenburg 311 .bezeugen. Um dieser Ausdruck 31t geben. hatten, was Irvch a-nznschlagcn nt. nmnebe DelegierteJüelslüudige- Reisen nicht gescheut. Die liebenswürdige Gastlichkeit unserer -^chwiebuser Freunde Wmxbz dankbar begrüßt. \ Ain 2. April tagte in Königsberg eine außerordentliche Delegiertenversammlung des Landesverbandes Ostpreußen, die von über 40 Delegierten beschickt war. Nach der Eröffnung durch San'rjatsrat Dr. Polluow referierte der Syndilus des Landesverbandes Ostpreußen, Dr. Rosenhain, ausführlich über die Arbeit der letzten Wachen, Man habe als bedeutenden Erfolg zu verzeichnen, daß die Anüfemiten von öj'fenlliehen zn geschlossenen Versammlungen übergegangen seien. Hierauf ging Dr. Paul N a t h a u , der als Vertreter des H-auptvorftandes anwesend war, auf die politische Lage und die Haltung der Parteien zum Antisemitismus ein. Die angeregte Diskussion beschäftigte sich mit der Frage der Mitgliederwerbung. die Erhöhung der Beiträge, dem Verhältnis zum Abwehrverein und den Beziehungen zwischen Landesverband und Ortsgruppen. . Der Verein zur Förderung der B 0 d e u f it 11 it r unter den 3 it b e n veranstaltet Sonntag, den 25'. d. M., inittags 2 Ahr 30 Minuten, ab Görlitzer Bahnhof eine Fahrt nach feiner Siedlung Halb e, zu der jedermann' freundlichst eingeladen ist. Die ehemaligen Schüler und Beamten der Gartenbauschule Ahlem, die im „V e r e i n e h e m a l i g e r A h l e m e r" znsarmnengeschlossen sind, versammelten sich an beit Pfingsttagen zu einer nachträglichen Feier des 25jährigen Amtsjubiläums des Direktors Silberbcrg. Für d. Schriftleitg. verantwort!. i. V. Dr. Alfred Wiener in Berlin SW 68. Anverlangte Manuskripte werden nur zurückgesandt, wenn frankierter Umschlag beiliegt. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Max Junge, Berlin-Friedenau. Druck von Rudolf Masse. Schönheit iji (ein Zufall, sie wird erarbeitet", so sagt der Philosoph Nietzsche. Jede Dame aus der guten Gesellschaft wird weit mehr Stolz daraus legen, sich durch einen klaren, reinen Teint und eine sammetweiche Haut auszuzeichnen als durch kostbaren Schmuck und elegante Kleidung. Die Hautpflege ist heute nötiger, aber auch schwieriger als je. Eisenbahueu, Fabriken, Autos wetteifern darin, die Luft mit Schmutz und Ruß anzusüllen, um, vermengt mit Straßeustaub und Ansteckungskeimen, die Hautporen zu reizen und zu verstopfen. Wir versuchen mit Seife, Salben, Einreibungen und Puder die Haut zu reinigen, erzielen aber meist das Gegenteil: die weitere Verstopfung der Hautporen. Die Seife entzieht zudem der Haut das nötige Fett, die dadurch spröde, aufgesprungen und runzlig wird: aber die Unreinheiten müssen heraus aus den Poren, damit die Haut atmen kann. Tie Natur greift zur Selbsthilfe. Mitesser, Pickel entstehen und, falls Kraukheitsstoffe mit dem Straßenstaub eindriugen, Furunkeln und Geschwüre. Eine wirktiche Hautpflege wird also für Offenhaltung der Hautporen sorgen, durch Marylau. Diese Creme läßt sich leicht in die Poreu der Haut einreiden, sie verschwindet ganz darin, löst dort Verstopfungen der Poren auf, hinterläßt ein feines Hautfett und kommt dann bei weiterem Reiben wieder aus den Poren hervor, aber jetzt beladen mit all dem Schmutz und Staub, der darin war. Die vorher weiße Creme erscheint nun dunkel, selbst dann,weun man die betrefl'endeHautstelle mitSeise und Wasser bearbeitet hat. I'ostsLkeek 83512 Berlin SW 6$, Lindenstrasse 13 Moritzplatz 11595 Soeben gelangt zur Ausgabe: Festschrift zum 50jährigen Bestehen der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums in Berlin. Inhalt des Werkes: Baech:, Rabbiner Dr. L., Romantische Religion. Ban etli, Prof.Dr.E., Soziale Motive in der rabbinischen Rechtspflege. Elbogen, Prof.Dr. I., Ein Jahrhundert Wissenschaft des Judentums. Gnttmann, Prof. Dr. Jul., Religion und Wissenschaft im mittelalterlichen und im modernen Denken. Torezyner. Dr. Harry, Die Bundeslade und die Anfänge der Religion Israels. Elegant broschiert Preis 200 Mark. Also, statt die Poren noch mehr zu verschmieren und zu verstopfen, holt Marplau alles heraus. Sie reinigt und erfrischt die Haut in wenigen Minuten, die Haut wird klar und geschmeidig. Sie fühlen sich frischer danach, Sie fühlen welke Gesichtszüge nach jeder Behandlung straffer werden. Sie fühlen, wie die Runzeln sich glätten unter dem Zuströmen des Blutes in der von Unreinheiten befreiten Haut. Marylan wird von berühmten Künstlerinnen benutzt und gelobt. So schreibt die gefeierte Filmdiva Fern Andra, nicht nur berühmt durch ihre Kunst, sondern auch durch ihre außerordentliche Schönheit: „Ihrer Marylan-Creme kann ich nur Worte der Anerkennung zollen; ich halte sie für ein ausgezeichnetes Erzeugnis der deutschen kosmetischen Industrie. Taufend Dank." Wenn Cie sich au die unteugenannte Firma wenden, erhalten Sie kostenlos eine ausreichendeProbeMnrylaa nebst einer interessantenVroschüre. Benutzen Sie den Gratisschein! Senden Sie ihn als Drucksache in offenem Kuvert. Ans dessen Rückseite schreiben Sie recht deutlich Ihren Namen und genaue Adresse. Sie er'pareu dadurch Porto. Dirfe Drucksache ist mit 50 Pfennig zu frankieren. Eine Postkarte erfordert 1,25 Mark. Gratisbezugscheitt. An den Marylan-Vertrieb, Berlin, Friedrichstraße 18. Erbitte gratis und franko eine Pröbe^ Marylan-Creme und das Büchlein über Schönheitspflege. , . „ 1 Rubinsteins Restaurant! 0® tau****» Anter Aufsicht des NabbrnatZ *■»*£•*» S 1W7jJ der Jüdischen Gemeinde E Charloiienburg, Kanistraße 122 j Telephon: Steinplatz 6183 Festlichkeiten jeder Art werden ausgerichiet Gleichzeitig gebeich bekannt, daß ich Mitte Mai iu SwinrmünDe neu eröffnet habe « 8 e 8 « Hoiel „Wiener Hof", Wilhelmstraße s, « Dependance „Villa Hertha", Auguflastraße 2 | mit erstklassigem Wiener Restaurant, einzig und allein unter Aufsicht des 4 Rabbinats der Jüdischen Gemeinde wie auch des Hamburger Vereins £ Säle für Festlichkeiten aller Art — Treffpunkt der eleganten Well i Telegrammadresse: Wiener Hof, Swine münde J Lewinsky, Retzlaff & Co. Bank-Kommanditgesellschaft auf Aktien W8,, Taubenstraße 23 BERLIN 019, Hausvagteiplatz 5. Fernsprecher: Zentrum 10330, 4963,1066,9296,9392 - Ferngespräche: Zentrum 162 75 Telegrammadresse: Lyrabank. Filiale: Berlin NW 7, Neustädtische Kirchstrasse 4 5 Fernsprecher: Zentrum 11345-48.