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Central-Verein-Zeitung · 1922-06-15 · 7 (15.6.1922) · p. Seite 94

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
1 (1922)
Issue
7 (15.6.1922)
Date
1922-06-15
Page
Seite 94 (sequence 10)
Language
German
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94 ü>crtlerff<itnD. Sie inen. Herr Intendant Leopold Ies'.ner hat in seinen; Art. kr! ü'der das an ne bl ick „verjud-cte Theater" keinesfalls zugegeben. daN alle Berliner Theater in indischen Händen seien. Er wies nur aui die tacsondere Eigrnmg jüdischer Theaterleiter hin. ein Hinweis, der angesichts der Taten CUi> Brahms und Atax Reinhardts fast überflüssig war. Rber da es eie Z'n interessieren scheint, teilen wir Ihnen hier eine — keineswegs vaUstandiae — Liste' ch r i st l i ch e r B erliner T h e a t e r-d i x c i 1 o r e n mit: Intendant v. Schillings (Stcwtsoper), Intendant Georg Hartwann (Deutsches Opernhaus). Friedrich Kahszler (Boltslheater am Bülonoplah). v. MMendorss (Friedrich-Withetinstädtisches Theater), Jens (Metrapoltheater). Beese (Theater des Westens), Jean Krön (Thaliatheater), Gertrud Ehsoldt. Gustav Hepner. Sladek. Krolls. Müttchcner. Bei euch hat sich unter dem Namen „B unb für nationale Anfbauarbei t" ein neuer Kreis gebildet. In .seinem Programm heißt es u. a.: „Wir kämpfen gegen die Uebergriffe des Judentums und die Ostj u d e n e i n w a n d e r u n g. Wir kämpfen für den Königsöebattfen." Wie man mit solchem Programm den „nationalen Aufllan" zu fördern vermag, ist uns ein Rätsel. Sollten sich, die ehrenwerten Bereinsgründer absichtlich eines irreführende n Namens bedienen? Es wäre nicht der erste Fall dieser Art. „Bündcr Generalanzeiger.' Sie halten es für richtig., aus einer Zusammenstellung von Heiratsinseraten die Durchschnittsmitgift der „angebotenen" Jüdinnen mit 110 (KX) Mark festzustellen, und knüpfen die Aufforderung daran, jüdische Geschäfte zu boykottieren. So sehr wir auch Gegner aller geschmacklosen Heiratsanzeigen sind, so raten wir Ihnen doch. einmal in den deutschvöltischen Blättern unter den antisemitischen Heiratsbureaus, die sich tügtich in den Zeitungen anbreten, nachznforschen. wie hoch die Durchschnittsmitgist der arischen Jungfrauen ist. Sie würden sich dann beschämt zurückziehen, wenn Sie der Wahrheit die Ehre geben wollen. Erich Köln. In den „Erinnerungen" des früheren Kronprinzen stellt die Stelle auf S. 845/46. Sie lautet: „Die erprobtesten Fachkenner, die Tüchtigsten und Härtesten hervor: nicht darum, ob sie von rechts oder von links kommen, ob sie „Befangenheiten" haben oder nicht, ob sie Republikaner sind oder Monarchisten, Unternehmer oder Arbeiter, Christen oder Inden, geht die Frage, sondern nur danum, ob sie als ehrliche deutsch fühlende Männer gewillt sind, mit allem ihren Können als geschlossene Kraft am Ausbau zu wirken: -einig nach innen — stark nach außen!" Dr. I. Löwcnberg, Hamburg. Besten Dank für den Hinweis, datz auch das bekannte Lied „Ich war zu Heidelberg Student", das im Allgemeinen deutschen Kommersbuch enthalten ist, von einem jüdischen Komponisten, Otto Lob, stammt. Die Reihe lief# sich beliebig verlängern. Ein echter deutscher Mann ma-g keinen Juden leiden, doch seine Lieder singt er gern. Fabius Schach. Mit Bezug auf den Artikel Dr. Ludwig Holländers „Jüdische Fälschung und antisemitische Fälschung" schreiben Sie uns u. a.: oynemasiee gebrannt, ungemahlen von prlma Qualität, zollfrei: Ärafll.75 Mark Java.80 Mark Sanios........ 85 Mark Santos extra.90 Mark Guatemala...... 95 Mark Tee: Java.80 Mark Ceylon.90 Mark pr» Pfund franko Station In Postpaketen von 8 Pfund gegen Voreinsendung des Äetrages auf Postscheckkonto 752 45, Äerlin oder per Einschreibebrief. Lei allen Anfragen usw. genügend Rückporto bellegen. Georg Schnitzlet« Kaffee- und Liebesgaben-Versandhaus Tilburg (Holland), Postbus. -WM»» Nordseebad Norderney. | •SSffiK“ Soffmanns Hotel Falk «“SSST* I Unter Aussicht des Vereins zur Förderung ritueller Speisehäuser. „Ueber die Pshchologie Eisners liehe sich streiten. Wenn Sie aber EiSneÄ einen Fälscher nennen, so ist dos gänzlich ungerecht. Ein Fälscher ist,- wer gegen seine innere Neberzeugung Tatsachen als wahr hinstellt, die in Wirklichkeit nicht vorhanden sind, wer mit der Absicht zu täuschen und falsche Darstellungen zu erwecken Dokumente unrichtia wiedergibt. Hat das Eisner getan? Sehen. '-Lie stch doch seine Veröffentlichungen genau, an! Er sagt ausdrücklich, daß er nur Auszüge gibt. — tut das ein Fälscher? Ist die „Vossische Zeitring" Fälscherin. weil sie von demnächst erscheinenden Akten Bismarcks nur Auszüge verössentlicht? Wissenschaftlich mag die Methode. Eisners nicht zulässig sein, politisch war sie gänzlich verfehlt, weil sie für Deutschland das.Gegenteil von dem brachte, was mir ein überspannter Idealismus erwarten konnte, sittlich aber ist die Sache gänzlich einwandfrei. Eisner war Ionrnalist und'er übertrug den Journalismus aus die Diplomatie, — das war . ein verhängnisvoller Fehler, aber kein sittliches Vergehen." — Wir geben diesen, Ihren Anschauungen gern Raum, möchten aber eine Diskussion über das Thema nicht eröffnen. Geschäftliche Mitteilungen. Nach den gewaltigen Veränderungen nahezu alles Bestehenden, die wir irr den letzten sieben Jahren erlebt haben, erschallt der Ruf nach einem neuen Konversationslexikon besonders eindringlich. Jedermann will unterrichtet sein über den gegenwärtigen Stand menschlichen Wissens. Nach reiflicher lieber» legung und entsprechenden Vorbereitungen ist nunmehr der erste Band des neuen Brockhaus (6. Auflage von Vrockhaus^ Kleinem Konversationslexikon) erschienen. Es ist das erste größere deutsche Friedenslexikon. Das ganze Wer? wird vier Bände umfassen. Wir machen Interessenten auf das Inserat der Buchhandlung Karl Block, Berlin SW 68, Kochsiraße 9, in Nummer 1 unserer Zeitschrift aufmerksam, welche die Anschaffung des Lexikons durch Gewährung bequemer Monatszahlungen ermöglicht. Diese Firma unterscheidet sich von anderen Warenabz-ahlungsg-eschäften ganz wesentlich dadurch, daß bei Büchern kein Zuschlag erhoben wird. Für d. Schriftleikg. verantwortl. i. V. D. Alfred Wiener in Berlin SW 68. Unverlangte Manuskripte werden nur Zurückgesandt, wenn frankierter Umschlag beiliegt. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Max Junge, Berlin-Friedenau. Druck von Rudolf Mo fse.! Bei Schwäche, Neurasthenie beiderlei Geschlechts sind Dr. Hoffbauers gres. gresch. Yohimbin-Lecithin-Präparate eine vollwertige Ergänz mag des im Körper vt brauchten Hervstoffes. - Ausführliche Literatur grat ELEFANTEN - APOTHEKE, BERLIN Leipziger Strasse 74, am Dönhoffplatz. sw 179 1k d^chO. fäQ.l£o<4*ffi6tMfpHr 92 t&trU+i+m*' 19Ö $13X2 7+hcw>‘70 jQfßy. 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