Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 1 (1922)
- Issue
- 5 (1.6.1922)
- Date
- 1922-06-01
- Page
- Seite 69 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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69 Kamps zwischen zwei Politischen Parteirichtungen darstellte (das wirtschaftliche Moment zu berüasichtigen lag ihm vollständig fern), erregte dres großes Befremden und wirkte auf die Zeitgenossen fast wie eine Profanation. In der Geschichte konnten nur erhabene Kräfte, rein geistige Mächte wirken, nicht aber irdische Bestrebungen, wie sie die politischen Parteien verkörpern. Es waren zuerst nichtjüdische Forscher (vor allem Roscher), die das wirtschaftliche Moment der jüdischen Geschichte des Mittelalters in den Vordergrund rückten. Erst in der neuesten Zeit hat man auch von jüdischer Seite angefangen, die Wirtschaftsgeschichte der Juden zu erforschen. So fern lag den Juden dieser korruptive jüdische Gedankengang. — Es war notwendig, diesen Punkt so ausführlich zu behandeln, einmal, um einer verlogenen Legende das verdiente Ende zu bereiten, sodann, um an einem krassen Beispiel die Gründlichkeit und Wahrhaftigkeit Hans Blühers zu beleuchten. Blnher weist noch mehrere korruptive Gedantengänge auf, mittels deren der Jude seine Gastvölker in den Abgrund des Verderbens reißt. Glücklicherweise hat Blüher auch schon ein Mittel dagegen gesunden. Doch das gehört aus ein anderes Blatt. SS Schlittschuhläufer. Nein, der Berliner Schlittschuhklub ist nicht antisemitisch. Er bittet uns ausdrücklich, nntzuteilen, dag eine Ablehnung von Neumeldungen aus antisemitischen Gründen nicht erfolgt und nicht erfolgt ist. Raucher in Wittenberg. Beachtet das Schild über dem Zigarrenladen Robert W. Muhlpfordt, Colleaienstraße 52: „I u d e n haben keinen Z u 11 i 11!" Sogar di-e Pavierbeutel dieses Gesinnungsfesten sind mit dem Hakenkreuz geziert. Ob indische Zigarettensirmen wie Manolr. Garbüttz. Mal-Kah u. a. Herrn Muhlpfordt dennoch beliefern, wissen wir nicht. Königsberger. Euer Polizeipräsident Lübbring Hatto die Absicht, eine Straße „Einstein-Straße" zu benennen. Was legte hierauf der deutschnationale Stadtverordnete K r o l l m a n n ein? Flammenden Protest. Und wie nannte er Einstein? Eine „jüdische E i n t a g § - flieae". Wir gratulieren euch zu diesem Erleuchteten. . - . . Juöenfemöliche Erholungsorte. Bansin (Inserat der Badeverwaltung: „Nur christliche Gäste"). Borkum. Dangast. Ditzenbach i. Württ. Einöd b. Friesach in Obersteiermark. Finsterbergen (Fremdcnverkehrsverein versendet Prospekte mit der Aufschrift: „Nur für christliche Familien".) Heiligenhasen. Juist. Königsseld» Schwarzwald. (Prospekt: „Israeliten suchen den Kurort in der Regel nicht auf") Langeoog. Mafferberg, Thüring. Spiekeroog. Understmatt. Schwarzwald. (Das Kurhaus versendet Empfehlungsschreiben mit dem Vermerk: „Für jüdische Empfänger ungültig") Bitte a. Hiddensee (Ostseebad). Bolderbad bei Hall. Wald in Oberpinzgau. (Israeliten ausgeschloss.) Zinnowitz. Hotels und Pensionen, die jndenfeindlich sind oder denen als ausgesprochen „christlichen Häusern" jüdischer Besuch nicht willkommen ist. Vtrendsee (Villa „Lubeca", Logierhaus „Wotau"). Altherde (Haus Gerda). Augustabad b. Neubrandeuburg i. Mecklenburg (5^urhotel, Bes. Wilhelm Evert). Bayrischzell (vr. von Mengershausens Kurheim „Tannerhof"). Berchtesgaden (Villa „Minerva", Pension Malterlehen i. d. Schönau, Haus Schöueck a. Gut FischmicheNehcn). Beuron (Hotel u. Pension Pelikan, Inhaber A. Hausen). Vinz (Haus Eaebel, Quisisancr, Hotel Potenberg). Braunlage am Harz (Haus Anna-Liese, Bes. Frl. Schulze, Hans Waidmann sheil). Brunshauvten i. Mecklenburg (Pension. Bella vista, Castle Mona, Fürst BUlow und M. Stichert, Lindenstraße 52). Buchenbach (Familienerholungsheim Wiesneck, Bahnstation Himmelreich-Höllenthal). Buckow, Kreis Lebus („Wilhelmshöbe"). Eisenstein. Bapcrischer Wald (Gasthof Neuwald- Haus, I. B. Schmidt). Elster (Pension Kurländer Hans, Inh. Frau Strohbach). Fallingbostel, Bezirk Lüneburg (Pension Kersten. Lungenkranke und' Israeliten werden nicht ausgenommen). Flinsberg („Borussia", Villa Bergfrieden, Haus Tier gartenan der Potsdamer Brücke. Synagoge Festgottesdienff. Predigt an beiden Tagen Rabbiner Dr. Berger. Die Gebart eines Sohnes zeigen an Dr. Ulf red Wiener und Dr. Margarete Wiener, geb. Saulmann, zaizeit Hamburg 37, Isestr. 127 (bei Saulmann), den 21. Mai 1922. Für nahe Verwandte, Witwe ohne Kind. 37 Jabre alt, aus angesehener ilraekinscher tFamilie, feingebildet und musikalbch, mit seltener äuslicher Veranlagung und einem rorlänsigen Barvermögen von 200 000Viark sowie einer kompletten. reichen Wohnungsausstatttmg, suche geeigneten, gebildeten Lebensgefährten evtl.Wttwer ans guter Familie, in gesicherter, selbständiger Position rennen zu lernen. Süddeutschland bevorzugt. Offerten von Selbstreflektanten oder deren Angehörigen erbitte unter J. O. 5S46 an Rudolf Moffe, Berlin swiö. Hausbesitzer! Wer baut mir in Groß - Berlin gegen Kostenzufchuß und hoher laufender Miete Drei- Zimmer-Wohnung auf oder aus? Bin Geschäftsführer einer ersten Gesellschaft, jung und möchte heiraten. Zuschriften unter I. O. 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Alexander Vermählte. PEINE, in Mai 1922. Ich habe mich als Arzt niedergelassen. Dr. Jacob Sega!! B erl i N, Artilleriestraße 7 Tclevbon: Norden (9739). Sprechstund e: 8-9,5-7 (außer Sonnabend), Sonntag 9-10. Bad Miner; Badearzt U.MH tlinsutt {jiHtni. Zmn Eintritt in altes, gut eingesührtes Tabak-Agenturgeichäft mit ersten ür-u. ausländischen Vertretungen wird - evtl, bei Einheirat - tüchtiger Kaufmann, nicht unter 30 Jahren, möglichst branchekdg.,gesucht. Offerten unter JFfo. 164 an Rudolf Moffe» Frankfurt a.d.O. Amonschrs %m\m perae. Handfertigkeitskursus für Lehrer Juli —August. Direktor Alexander. Gelegenheitskaufe! Bcillamschmuck,Uhreri,Ketterr, SilbertaschellZigarettenetuts, antike Sitderwaren. J. 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