Mannheim
Compact Memory

Bar Kochba · 1921-06-01 · Heft 23-24 (Juni 1921) · p. Seite 378

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
2 (1920-1921)
Issue
Heft 23-24 (Juni 1921)
Date
1921-06-01
Page
Seite 378 (sequence 26)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2276426-2276451-2276472--806-2277370
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

B Var jüdische Land pK lvohnstiltten AbeudländischeKiiltur strömt liente, mic j(l)oit bcmcrft, fn Palästina. UI überreiche», Maße i» ———-—-- Palästina ein. Das »errät sich auch im Sladtbilde überall da. wo sich nenneuswerte europäische Molonion finden. ■ Äu'^ofä und Jerusalem beispielsweise gibt eS zweiuiid dreistöckige Mietskaserne», genau so scheußlich wie bei. uns. Aber auch Häuser, wie sie sich, beute begüterte Orientale» vielleicht mit Hilfe eines europäischen Architekten baue», gewinnen mehr und mehr das Aussehen von occideiitalischeii Pillen. Pon solche» Gebäuden sehe» nur hier ab und richten unser Angenmerk auf die Wohnstätten. der Eingeborene», welche wirklich orientalische Eigenart zeigen. Als solche komme» in Betracht! Höhle», Zelte -und Häuser. Die Höhle» sind die von de, .. A'alur dein Menschen dargebotene linterkunst. «io finden sich zahlreich im . O'ande, B. im südlichen Teile Judas oder im Ostjordaulaude und a» manche» andere» Orlen. Pikte tragen noch'deutlich die Spure» davon, daß sie einst im Altertum als menschliche Wohnungen gedient haben; aber auch als Gräber und selbst als Kirchen sind sie benutzt worden. Sie' werden heute von den Eingeborenen keineswegs verschmäht. Am Sultansteich bei Jerusalem sah ich einige, die von Armen bewohnt waren: im Dorfe silwän am Oelberg dienen eine ganze Reihe von Höhten den Fellachen als Behausung. Zum Teil sind es hier ehemalige Gräber; solche haben sich auch die Halbbeduineu von Petra während der Regenzeit als Unterschlupf für sich und ihre Herden ersehen. Das Zelt ist speziell die Behausung des eigentlichen Beduinen. Es ist aus Teppichen gebildet, welche die Frauen aus schwarzem Ziegenhaar weben, und wird durch Stangen, Stricke und in die Erde getriebene Pflöcke gehalten. Durch ein vom Dache des Zeltes herunterhängendes Tuch ist es gewöhnllch i» zwei Räume, einen für die Männer und einen für die Frauen, geteilt. Im alten Testament erscheint das Zelt als die Wohnung der Patriarchen. Der Reichtum gestattete den Erzvätent, für ihre Frauen besondere Zelte zu halten. Wie damals ist noch heute die schwarze Farbe für sie charakteristisch, wie damals spielt jetzt noch i» volkstümlichen Sprüchen und Redewendungen das Zelt eine bemerkenswerte Rolle. Was endlich die Häuser betrifft, so bedarf eS hier zunächst einiger allgemeiner Borde- »ierkungen. Die alten Israeliten, aus dem Nomadentuin zur Seßhaftigkeit übergegangen, verstanden sich natürlich zunächst nicht auf die Kunst, Häuser zu bauen; darum werden ihnen gewesen sein. David und Salomo mußte» noch für ihre Palast- und Tempelbäute» vhöiiizische Hilfe in Anspruch nehmen. Aber je weiter das Volk in die kanaanäische Kultur hineinwuchs, desto mehr eignete es sich die Fertigkeit im Häuserbauen au. Allerdings war das ihnen zurPerfüguNg stehende Material,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.