Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 2 (1920-1921)
- Issue
- Heft 19-20 (April 1921)
- Date
- 1921-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Blätter für die Heranwachsende jüdische Lugend h e r a u r g ege b e n v o n T. 3. K I 5 | e l Var Uachba erscheint zweimal im Monat. Preis: vierteljährlich Mk. 5. - Einzelnummer Mk l -- Gablungen erbeten auf Postscheck-Konto: Welt-Verlag, Nr. 28219 Berlin NW 7, vorotheenstrahe 35 5 ch r i f 1 t e i 1 u n y: C. 3. K l 6 ft e l; B e r l i n , K l o p ft o ck lt r a tz e 5 3 2. Jahrgang Nummer 19/20 1920/1921 1. und 2. Kpril-Hest warum Moscheh eine schwere Zunge hatte Uls Gott dem Moscheh im brennenden Dornbusch erschien und ihm befahl, sein Volk Israel aus Mizrajim herauszuführen, da antwortete Moscheh: „Bitte, Herr, schicke doch zu Pharao wen Du sonst schicken magst, denn ich habe ja eine schwere Zunge." Und Gott gab ihm seinen Bruder Uhron bei, auf daß der für ihn rede. wißt Ihr auch, warum Moscheh eine schwere Zunge hatte? Einmal Hütte jener Pharao, von dem es heißt, daß er von Josef nichts mehr wußte, einen seltsamen Traum. Er sah vom Himmel eine riesige Wage herniederhängen. Und eine gewaltige Hand griff aus den Wolken auf die Erde herunter und warf alle Einwohner Egyptens in die eine Schale der wage, Männer, Frauen und Rinder, Ulte und Junge, Reiche und Urme, zuletzt sogar den Rönig selbst. Da neigte sich die volle Schale tief zu Boden. Dann aber griff die mächtige Hand abermals zu und legte ein einziges kleines weißes Lämmchen in die andere Schale. Uber dieses Lämmchen wog mehr als alle Bewohner Mizrajims, denn seine Schale sank und zog die ändere empor. Da erwachte der Rönig und wußte seinem Traume Keine Deutung. Ulso berief er seine Magier, weisen und Zeichendeuter, auf daß sie ihn sagen sollten, welche Bewandtnis es mit seinem Traum habe. Sie hörten aufmerksam zu. als der Rönig aber zu Ende war mit seiner Erzählung seine; Traumes, machten sie bestürzte Gesichter und meinten, eine große Gefahr drohe dem Pharao und ganz Mizrajim, und zwar von Leiten der jüdischen Sklaven, die im Lande lebten. Denen würde ein Held und Retter geboren werden, der würde sie aus der Rnechtschaft befreien und ganz Mizrajim mit der Schärfe des Schwertes schlagen. Darum möge der Rönig dem bösen Verhängnis zuvorkommen und alle jüdischen Rnaben in den Nil werfen lassen. Das geschah dann