Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 2 (1920-1921)
- Issue
- Heft 18 (März 1921)
- Date
- 1921-03-01
- Page
- Seite 277 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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nehmheit unsere Sprache nicht. Wir haben es ihm^ aber schön gegeben. Vicht hinter ihm lief ein Kohlenwagen, ein sogenannter „Clipper", der Kam grade vollbeladen aus Westfalen. Na, ich muß ja sagen, die Ripper sind eine ziemlich ruppige Gesellschaft, man geht mit ihnen nicht grade sehr säuberlich um und sie denken: wie du mir, so ich dir. Ihr Beruf zwingt sie dazu, immer sehr schmutzig und rußig zu sein, und wenn sie dann so einem Feinen begegnen, dann macht es ihnen die größte Freude, ihn an« zurempeln und ihm zu zeigen, daß sie auf seine Vornehmheit pfeifen. Und der Westfale hatte auf den hochmütigen Packwagen eine besondere piecke und schubste und stieß ihn, wo es sich nur immer machen ließ. Dabei führte er noch höhnische Reden. „Entschuldigen Sie man, Euer Hochwohlgeboren, wie hier find nur einfache Leute und dumme Arbeiter, wir wissen nicht, wie man mit so feinen Leuten umzugehen hat." Und bums! stieß er auf den Packwagen, daß es nur so krachte und daß der Bremser sagte: „Der Rerl ist rein wie doll, wenn man bloß die Ruppelung nicht reißt." Na, passiert ist ja nichts dabei, aber unser Packwagen war froh, als er ausrangiert wurde. Nein, junger Mann, hochmütig sind nur die Dummen! Wir haben es uns alle nicht aussuchen können, ob man in der Fabrik einen Zchnellzugwagen oder einen Ripper aus uns gemacht hat. Die Hauptsache ist, daß man seine Pflicht tut. Liner ist so wichtig, wie der Andere, vornehme und Gewöhnliche gibt es bei der Eisenbahn nicht, - ich glaube, auch in der übrigen Welt und selbst bei den Menschen kann es so etwas nicht geben," BCCü Konnte darüber weiter nichts sagen, er kannte ja die cken noch garnicht. Im Uebrigen interessierte es ihn im Augenbli< besonders, viel wichtiger wäre es ihm gewesen, wenn der 6' hatte sagen können, wohin es gehen würde. Denn es der Zeit doch sehr langweilig, und das sagte er auch dem „Geduld", antwortete dieser, „nur Geduld, alles ' Zeit, und die Vorfreude ist allemal das Beste. laufen dürfen, daß sie sich nach einer so schönen ' werden, wie wir sie heute haben. Im Uebri-- ein paar Stunden kommt der große Güterzu soll. Und bis dahin werden wir vielleicht , 2T