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Bar Kochba · 1921-02-01 · Heft 16 (Februar 1921) · p. Seite 249

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
2 (1920-1921)
Issue
Heft 16 (Februar 1921)
Date
1921-02-01
Page
Seite 249 (sequence 9)
Language
German
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Chronik §ußbaü ill Der Turnverein „Mak- ^^7-——— kabi" in Jaffa hat eine ttrez Israel. Znßballabteilung, die jede Woche außerhalb der Stadt Wettspiele veranstaltet. Leider hat der Verein noch keinen eigenen Sportplatz. In der letzten Seit hat der „Makkabi" mehrmals gegen Mannschaften der englischen Regimenter gespielt. §0 fand im Januar ein Wettspiel zwischen ihm und einer bekannten Mannschaft des in Sarona liegenden Regimentes statt. Dem Spiel wohnte eine große Auschauermenge bei. Ruf beiden Seiten waren die besten Spieler ausgestellt, die man hattet Den Sieg trug Mit 3:0 die Mannschaft des „Makkabi" davon, was bei den Zuschauern. großen Jubel auslöste. Line hebräische In Jerusalem erscheint ten hebräischen Schriftstellers eine Wochenschrift für Rinder. Sie heißt „haarez". wir begrüßen sie auf das herzlichste und Hüffen, recht bald näheres über sie berichten zu können. In ftntttUta herrscht in manchen Rreisen ,', ' '■ , großerRntisemitismus,der' besonders durch den weltbekannten Milliardär und Rutomobilfabrikanten Henry Ford geschürt wird. Um diesen Rntisemitismus, der vor dem Rriege in Rmerika unbekannt war, zu bekämpfen, haben eine Reihe christlicher Rmerikaner einen Rufruf erlassen, in dem sie den Rntisemitismus als eine Schande für jeder gesittete Land bezeichnen. Als erste Unterschrift steht unter diesem Rufruf der Name des Präsidenten Wilson Die Juden von wollen 2'/, Millionen —— Dollars sammeln, um New york dafür Soden in Erez Israel zu kaufen. pogromhelben Su den Truppen, welch« 1« in Rußland die furchtin Jerusalem, bärstjm Judenpogrome veranstaltet haben, gehören die Leute der. Generals wrangel, der von Südrußland her den Bolschewismus besiegen wollte, aber völlig geschlagen wurde, nachdem sein Haufe tausende von Juden ermordet hatte. Ein Teil dieser „Rrmee" wurde nach ihrer Niederlage nach Egypten gebracht, varunter befanden sich eine Reih« russischer Musiker, und diese fuhren nach Jerusalem, um dort ein Ronzert zu geben. Sie mieteten ein großer Rino und zahlreiche Rraber und Christen erschienen. Die Jerusalemer Juden aber wollten es sich nicht gefallen lassen, daß in ihrer Stadt die Pogromhelden sich feiern ließen. Sie sandten eine Abordnung zu dem Besitzer des Rinos und ließen ihm sagen, daß nie wieder ein Jude den Raum betreten würde, in dem die Mörder ihrer Brüder gewesen wären. Daraus mußten die Russen in die russische Rirche ziehen und ihr Ronzert dort abhalten. Die jüdische Bevölkerung war aber so erregt, daß die Rirche von Polizei bewacht werden mußte, die die Pogromleut« auch zum Bahnhof begleitete. Eine jüdische haben amerikanische HDWM SST '*£!£&£ Schiffsverkehr zwischen den vereinigten Staaten und Erez Israel einzurichten. Der erste von der Gesellschaft erworbene Dampfer erhielt den hebräischen Namen „Radimah* (Vorwärts) und verließ unter der blauweißen jüdischen Flagge Ende Januar den Hafen von Newyork. In der nächsten Zeit soll noch eine Reibe weiterer Dampfer in Dienst gestellt werden. V 249

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