Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 2 (1920-1921)
- Issue
- Heft 15 (Februar 1921)
- Date
- 1921-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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„weil ich sehe, wie diese Leute sich' freuen/ antwortete Bschmodai, „und weil ich weiß, daß der Bräutigam in drei Tagen tot sein wird " Später kamen sie an einem Bauern vorbei, der von einem Schuster verlangte, er solle ihm ein paar Stiefel machen, die sieben Jahre halten sollten. Va lachte ttschmodai Unbändig. „warum lachst du?" fragte ihn venaja. „Der Narr will Stiefeln für sieben Jahre haben," antwortete er, „dabei wird er keine sieben Tage mehr leben." Unter solchen Begebenheiten kamen sie nach Jerusalem und in den Palast der Salomo. 3. Wie dem lvalÜhayn der Schamir abgelislel wurde. Bis KschModai vor König Salomo stand, zitterte er vor Zorn und vermochte anfangs kein Wort zu sprechen. Uber Salomo redete ihm gütlich zu. und sagte/ er solle ihm nichts geschehen, nur müsse.er verraten, wie der Wurm Schamir zu erlangen sei. „Ich soll Gottes Tempel bauen,", sagte er, „und kann es nicht ohne diesen Würm. Also sage es mir, und es wird dir nichts Böser geschehen." Bis Üschmodai sah, daß ihm nichts übrig blieb, verriet er sein Geheimnis und sagte: „Der Wurm Schamir, der in der Dämmerung geschaffen Warden ist, wurde von Gott dem König der Meer? in Gbhut gegeben. . Der aber hat ihn wieder dem Wald' .Hahn anvertraut, der «inen furchtbaren Eid geleistet hat, daß er das Kleinod weder hei Tag noch bei Nacht, weder im Wachen noch im Schlafen von sich tun werde, und der er darum stets in feinen Zedern verborgen trägt. Tr hat sein Nest aus einen kahlen und öden Berg gebaut, wo weder Mensch noch Tier hinkommt, und er schläft Mit offenen Augen, damit niemand sich ihm unbemerkt nähern kann." venaja zog abermals aus, fand den öden Berg und das Nest, darinnen saßen sieben junge Waldhähnchen. Der alte Waldhahn, aber war fortgeflogen, für seine Jungen Zutter zu suchen. Da stülpte venaja eine Glasglocke über das Nest mit den Hähnchen, und als der alte Waldhahn von seinem Fang wiederkam. vermochte er nicht zu seinen Jungen zu gelangen, die hinter der gläsernen'wand die Hälse nach ihm reckten- und die Schnäbel aussperrten. Va holte er in seiner Verzweiflung den Wurm Schamir aus seinem Gefieder, nahm ihn in den Schnabel und strich damit über das Glas, um es zu spalten. In diesem Augenblick brach venaja mit furchtbarem Geschrei aus seinem versteck hervor, der Waldhahn ließ vor Schreck den Wurm Schamir fallen. - schon hatte venaja ihn ergriffen und trug ihn eilenden Laufes zu seinem König und Herrn. Zortstyung folg!