Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 2 (1920-1921)
- Issue
- Heft 15 (Februar 1921)
- Date
- 1921-02-01
- Page
- Seite 235 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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jüdischen Namen zu Ehren zu .bringen, größten Vereinen Breslaus, belegen konnte Doch zu unserem Staffellauf. Alljähr» oder der I. T- und §p.-v. München, lich im Juni oder Juli finden in den der den I. Platz in Klaffe L. errang, großen Städten Deutschlands besonders Über auch unsere änderen vereine erreichspannende und große .Staffelläufe über ten im ersten viertel der Teilnehmer dys 7Vs bis 25 Kilometer mit 20 bis 50 Ziel. So manches „Bravo, Bar Kochba" Mann pro Mannschast statt. Vas sind von Nichtjuden zeigte uns da die Anerdie Staffelläufe Potsdam-Berlin, Schleiß- Kennung und Achtung, die uns außerhalb Heini—München, Rund um die Alster in unseres Kreises entgegengebrächt werden. Hamburg, Tjuer durch Breslau usw. Ihr Nun bittet euren Turnwart, meine wißt, daß da einige unserer Bruderoereine lieben jungen Zreunde, er möge, sei es ganz vorzüglich in diesem Jahre abge- . in der Halle oder im Freien, den Staffelschnitten haben, so der «Rar. Kochba", lauf mit euch üben, : damit ihr, wenn ihr Breslau, der bei seiner ersten Teilnahme größer seid, würdig unseren Namen in den gleich den 4. Platz, unmittelbar hinter den Wettkämpfen vertreten könnt. L. K (ttur der Jüdisch«» Turn, und Sportzeitung.) ... (Ein jüdischer Lieblings- 3m 13. Jahr- VW« derNr-ber. das damals von den Arabern beherrscht wurde, der jüdische Dichter Abu Ischak Ibrahim 3bn Sahal, mit den veinamen „al Israeli", d. h. „der Israelite", der seine herrlichen Gedichte in arabischer Sprache schrieb. Seine Lieder waren so beliebt, daß Araber für eine Abschrift zehn Goldstücke zahlten, während man für eine Koranrolle damals nur ein Goldstück zu zahlen pflegte. Als ein arabischer Staatsmann das hörte, sagte er, der Staat müsse untergehen, in dem Liebeslieder um soviel höher geschätzt würden, als die Lehre Mohammeds. — Später stritt man sich darüber, ob ibn Sahal bis an sein Lebensende Jude geblieben oder ob er zum Islam übergetreten sei. Indessen ist beides richtig. Venn er lebte in Sevilla, wo damals die Almohaden herrschten, die wederIuden noch Christen gestatteten, sich offen zu ihrem Glauben zu bekennen. Diejenigen, die nicht auswandern wollten, nahmen den Islam zum Schein an, besuchten die Moscheen, blieben aber in ihren Herzen und in ihrem Hause was sie waren. Auch ibn Sahal war wahrscheinlich im öffentlichen Leben ein Moslem, aber gleichzeitig ' wird von ihm berichtet, daß er Vorsteher der jüdischen Gemeinde von Sevilla war. Ueber seinen Tod erzählte man sich abenteuerliche Dinge. Die einen sagen, er sei! von frommen Glaubensgenossen vergiftet worden, weil seine Gedichte allzu, weltlich waren. Andere wieder berichten, er sei bei einem Schiffbruch umgekommen. Als man seinen Tod in den Wellen in Sevilla deklagte, soll ein arabischer Dichter gesagt haben: „Jetzt ist die perl« zu ihrer Muschel zurückgekehrt. Allerlei kleine Tiberias bekommt eine **7x3X177 Wasserleitung.- Baron Uuflf ridf ten. Edmond Rothschild baut . eine Eisenbahn von der jüdischen Kolonie petach Tikwah nach der Station Ras-al- Ajn an der Strecke Jaffa-Haifa. Dann brauchen die Kolonisten ihre Grangen und ihren wein nicht mehr mit Kamelen in die Häfen zu transportieren. - Der Hafen von Haifa wird ausgebaut. Die Leitung des Baues hat ein deutscher Ingenieur, der schon vor dem Kriege in Erez Israel lebte. - Der Sohn des jüdischen (Ober* Kommissars von Palästina, Edwin Samuel, heiratete die Tochter eines hebräischen Schriftstellers. Bei der Trauung schmückte der älteste arabische Stammesführer den Bräutigam mit der arabischen Tracht und ernannte ihn zum Scheich von yerseda. - 295