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Bar Kochba · 1921-01-01 · Heft 14 (Januar 1921) · p. Seite 220

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
2 (1920-1921)
Issue
Heft 14 (Januar 1921)
Date
1921-01-01
Page
Seite 220 (sequence 12)
Language
German
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Nun, im Loch, da kamen dem Schuster doch andere. Gedauken, ihm war recht weh zu Mut; da nahm er sich vor, die Schneiderei aufzugeben und wieder als Schuster schlecht und recht sein Geld zu verdienen. Als er aus dem Turmloch nach Hause kam, holte er seinen alten, verstaubten Schusterschemel hervor und schusterte tüchtig drauf los. Er verdiente genug; Scherereien hatte er keine mehr, das Schneiderhandwerk Kam ihm nicht mehr so verlockend vor, und als die Lonne wieder einmal freundlich in die Werkstatt schien, da öffnete er die Fenster; der Schneider von drüben tat dasselbe und nicht lange, da flogen wieder die alten munteren Scherzworte über die Gasse. 6m nächsten Feiertag aber sah .man Schuster und Schneider mit Frauen und Bindern zum Stadttor hinausspazieren. Der Schuster Hatte eben gelernt, daß der alte Spruch doch recht hat, der da sagt: „Schuster, bleib bei deinem Leisten." warum ich Luch diese Geschichte erzähle? Die Juden haben auch eine Zeitlang gedacht - und manche denken's noch heute - ihr Judentum wäre nicht vornehm genug und sie müßten es in die Ecke stellen und anderes dafür eintaufchen. Dabei ist es ihnen genau so schlecht gegangen wie dem Schuster; der Schneider werden wollte. Es gilt auch hier: „Schuster, bleib bei deinem Leisten." hm. hm. ja. ja! Das Neujahr Am >5. Tage im Monat das von den feinen lvurzelfasern auf- ■■■ Sch'wat ist das Neujahr gesogen wird. Und es ist schön, sich voroer POM me. Bäume. Nach einer zustellen, daß auch unser Wald sein „Neualten Ueberlieferung beginnt an diesem jahr der Bäume" feiert, an den Frühling Tage nach der Winterzeit der Saft aus zu denken, der nicht mehr so fern ist. In der Erde wieder in di« Bäume zu steigen. Erez Israel ist dies ..Neujahr der Bäume" Natürlich stammt diese Ueberlieferung noch gleichzeitig der Beginn einer neuen Zeit aus Trez Israel, wo in der Tat um diese für den Landmann, dessen Feldarbeit wieder Zeit sich das erste Grün wieder an Bäumen beginnt. Und die Ninder läßt man am und Strauchern zeigt. Nber wenn wir in 15. Sch'wat Bäume pflanzen, auf datz diesen Februartagen hinaus in den Wald Ninder und Bäume fröhlich heranwachsen ziehen, so scheint es auch uns, als ob sich mögen. Im Golus aber itzt man Früchte, schon neues Leben in ihm rege, wir verdie auf dem Boden Erez Israels gewachsen meinen das Nieseln der Wassers zu ahnen, sein könnten, besonders Datteln und Feigen. 220

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