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Bar Kochba · 1921-01-01 · Heft 14 (Januar 1921) · p. Seite 217

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
2 (1920-1921)
Issue
Heft 14 (Januar 1921)
Date
1921-01-01
Page
Seite 217 (sequence 9)
Language
German
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der Hitze des Mittags überschritten sie das kamen zu ihm. Und er sammelten sich tiefe, glühende Tal, in dem die Lust Kochte um ihn die Notleidenden und die verwie in einem Bäckerofen. In der alten schuldeten und die Erbitterten, an vier- „Furt der zwölf Steine" im Norden der hundert Mann. Und er ward ihnen Fest« Jericho gingen sie über den Flutz. zum Anführer, nm Abend hatten sie die steilen Berg- Joab und Abischai kamen ins Lager, hänge jenseits des Jarden erstiegen, die aber sie fanden David nicht daselbst, ©fl wie eine gewaltige wand aus dem Tale ging er einsam in der Umgebung umher, austagten. Er wurde nicht müde, vom Gipset des hier konnten sie rasten, und mit Bitter* Berges zu sehen, wie der Nordwind im nir dachte Joab: „hier sind wir geborgen, Tale die Saat beugte, oder dem Unterim Lande der/Feinde, der Söhne Moabr. gang der Sonne zuzuschauen oder dein Dort drüben aber, im Lande der Väter, stürzenden Waldbach zu lauschen, werden wir verfolgt." Und er sah hin- Als die Sonne gesunken war, kam über, und fühlte die Liebe zu diesem Lande David ins Lager zurück. 3um ersten Male in seinem Herzen: er mutzte zurück, und sah ihn Joab. Kn ferne Zeiten gemahnte sei es um das Leben. ihn dieser Mann. Schön war er wie die Joab brachte Assahel seinen Bruder Morgenröte, und lichtbraunes haar floh nach Mizpe Moab und übergab ihn dem ihm in reichen Locken vom Haupt. Ja. Greise Iischai. Auch Abischai wollte er wie der Sänger, den er im Hause seiner dort lassen, aber der ^ünalina Netz nicht Mutter gesehen, war er. nur höher an von ihm, denn sein Herz sehnte sich nach wuchs Und von behender Kraft: in seiner Gefahr und Kampf. So zogen sie beide Linken lag die Laute. Als Joab ihm jetzt gen Süden: der Mann, dessen Gedanken in die Augen sah. da sah er strahlende um ein Königtum gingen, und der Jüng- Sterne und jenen Gruh aus einer ändern ling im Uebermute seiner Kraft. Aus einem Welt, den er zehn Jahre nicht gesehen. Nachen fuhren sie über das einsame Meer Da begrützte ihn David: des Todes. Dort, wo die schroffen Felsen „Friede mit Vir, Joab, Sohn meiner dicht bis anS Wasser treten, wo in schaüri- Schwester Zerujah, Friede mit vir, Jüngger Einöde sich die Berghöhlen übereinling Abischai! habt Dank, datz ihr geander türmen, bei Engedi stiegen sie ans kommen seid, mir zu helfen, und Recht zu Land und -wandten sich westwärts. In schaffen eurem verwandten!" den kahlen hängen von Sif, wo die Berg- Finster entgegnet« Joab: stratze gen Norden nach Hebron führt, „Nicht dir zu helfen bin ich gekommen, trafen sie das Lager Davids des Gesondern um gegen Saul zu kämpfen, der ächteten. mich aus der Heimat getrieben, und um Vieser heitze Tag, der zwölfte im das Königtum von ihm zu reitzen." Monat Ab, entschied über das Leben Davids heiteres Antlitz wurde ernst Joabr, Sohnes der Aerujah. und streng, und so strafend sah er zu dem — -—. ■ über ihn ragenden Joab empor, datz der den Blick zur Seite wendete: David der Geächtete. , «Saul ist der König vom Volke g«. ' wählt, vom Propheten gesalbt. Nicht gegen David war vor Saul in dar Gebirge den König kämpfe ich und nicht gegen sein der Negeb geflohen. Haus, aber es ist ein Unrecht geschehen in Und es hörten er. seine Brüder und Israel, und wer dar Recht liebt, kämpfe dar ganze Haus seines Vaters, und sie für mich." 217

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