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Bar Kochba · 1920-12-01 · Heft 11 (Dezember 1920) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
2 (1920-1921)
Issue
Heft 11 (Dezember 1920)
Date
1920-12-01
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
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grökten Mächte Europa» in »inen allgemeinen Krieg verwickelt sind, und jede für sich zu sorgen hat." Gerade darum" rief der Fremde, „gerade darum! . Vier ist d^e Zeit! Der Krieg, der entsetzliche, lang dauernde, ist eben erst vorbei: jede der Mächte ist mit sich selbst beschäftigt, Vie Sieger teilen die veute, die vesiegten heilen hie Wunden nein, all« haben Wunden zu heilen, vier - die» ist die Stunde, .wenn nicht jetzt, wann denn?' So hat mich einmal ein alter Israelit gelehrt." Mendelssohn schritt im Zimmer auf und ab und blieb schließlich vor dem Fremden stehen. „Gäbe ich dieser auch zu: da» Dritte fehlt noch, und von allem da» Schwerste. Var größte Hindernis liegt im Charakter meines Volkes. Grauen Sie meiner Nation die Kraft zur Einigung zu, ohne welche Ihr plan gleich im Beginnen scheitern muß?" „Dazu kenne ich sie zu wenig", meinte der Gast. ,.Nber seid Ihr nicht Galeerensklaven, aneinander gefesselt durch grausames Schicksal? Und wenn die Sklaven miteinander streiten - muß sie nicht die allen gemeinsame Erlösung einigen?" Mendelssohn sprach weiter. „Ruch ich glaube, ja mehr: ich erkenne für wahr und gewiß, wie Mein Lehrer Rabbi Moses den Maimon es ausgesprochen hat, daß die Kinder Israels nicht, immer umherirren werden, von dem gelobten Land« entfernt und unter andern Nationen zerstreut. Sondern Gott wird zu einer Zeit, die ihm allein bekannt ist, aus diesem Volke wiederum eine freie Nation machen und im Lande ihrer Väter über sie regieren. Ich wünsche: ich glaube: ich bete darum. Rber erwarten Sie keine Tat. von wir. Mein Rüge ist von Elend getrübt, zu kurzsichtig, als daß er das Vunkel der Zeiten durchdringen könnte. Meine Kraft ist in langer Leidenszeit verbraucht, zu schwach, als daß. ich die gemeinen Schwierigkeiten des Weges bestehen könnt«, . So hat mich Gott geschaffen: und - wer von uns kann seiner Größe eine Spanne zulegen?" Mit einer halb entschuldigenden und halb traurigen Gebärde reichte Mendelssohn - dem Gaste die Plätter hin. ver Fremdling nahm sie und schritt ohne ein Wort dem Rurgang zu. va traf sein vlick den Knaben an der Tür, dessen sengendes, dunkles Rüge aus dem Mantel seines Großvaters hervor nach dem Gesicht des Unbekannten suchte. „Ich .... ich. stammelte das Kind ver Fremdling legte ihm die Hand aufs Haupt. „venke du an .meine Worte, mein Sohn. . vielleicht, daß du dereinst meinen weg beschreitest..." Im Vunkel entschwand er. (flu, Nr. 5 brr Züd. Jugendbücher. Jüdischer Verlag, verlin.) C m e um t lu e r fl b ö n n c m c n t! Sfir *tt o*rant»oriUdj: C 3. Kl&tcl* Berlin aMt*D«il«g. LO«W«»thGl G. «. d h. v«rli« MV7. voroth,,«ftratz« LL liilriAn t l I i r « I I i a I. n M, B * r M * 6 27, 9! u m t « K r « | « M

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