Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 2 (1920-1921)
- Issue
- Heft 11 (Dezember 1920)
- Date
- 1920-12-01
- Page
- Seite 172 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Br Lese eines C h a luz Vi« hier sollenden Briese wurden dem Bar Xochba von den Eltern einer ' deutschen .Cyaluj"/ der vor einigen Wochen nach Crez Israel gefahren ist, zur Verfügung gestellt. : ■■ i ' ’’ - Jaffa, den 22. Oktober Meine lieben Eltern und Geschwister! Jetzt kann ich als Absendeort schreiben: von aller Art. Kolonisten, Thaluzim, Schüler, ,Jaffa". Wir laufen herum im Grt, bis dann Araber, Engländer, Kamele, Maulesel wir vor Müdigkeit Umfallen und freuen usw. Alle Firmenschilder haben dreifache uns wie kleine Kinder. Gestern früh gegen Inschriften: hebräische, englische und arak Uhr weckte man uns auf dem Dampfer bische. Vas heim ist in Tel Awiw (Frühlingsmit dem Ruf: „Jaffa! Erez Israel!" wir Hügel), dem eigentlichen Iudenviertel. Jaffa fuhren bis dicht an die Riffe und von da . ist nicht hübsch, nur interessant. Tel Awiw aus mit großen Ruderbooten ans Land, ist aber ein richtiges hübsches Garten- Dort wurden wir gleich in Empfang gestädtchen. Lauter kleine weiße Häuser mit nommen und zur Impfstation gebracht. Dort Gärten, die allerlei Bäume und Früchte haben, ist alles jüdisch: die Beamten, die Aerzte die uns noch nicht einmal mit Namen be- und di« englischen Soldaten, hier sprechen könnt sind. — Das heim besteht aus einem sogarvitIederAraberbereitshebräisch:Unfe^ 5teinhausund^einigkNholzbaracken.Ieder" Gepäck wurde dann auf richtigen vierbeinigen bekommt eine Strohmätratze, ein weißes Kamelen zuM heim des hopoöl haza'i'r Laken und eine Decke, wegen der Impfung („Der jung« Arbeiter", eine Arbeiterpartei) müssen wir' fünf Tage hierbleiben. Wir gebracht. Das Gehen ist hier nicht sehr bekommen hier sehr billig Huartier und angenehm. Mit Ausnahme der Hauptsehr, sehr gutes Essen. . . In den nächsten straßen sind die Straßen poch nicht gepflastert Tagen bekommen wir auch Nachricht wegen und hier gibt es einen schönen tiefen Sand. Arbeit. . Sehr eigenartig ist das Straßenbild. Juden * » * ' ■■ ■■■''. ii.; ' 'V/;,- Sichron Jakob, den b. November 1920 Meine lieben Eltern und Jungen! Ich habe jetzt so lange keine Nachricht menitische Juden und 25 Araber, von den von Luch, von Deutschland geht die Post Lhawerim kamen 4 mit mir zusammen her, hierher ungefähr 4 bis 5 Wochen. Ich zwei aus Wien, zwei waren Gstjuden, die arbeite in einer Drangenplantage. wir aber schon lange in Deutschland gearbeitet haben hier sehr leichte Arbeit/ während haben, wir sind hier-„die Deutschen". Es des Sommers ist der Garten zwecks Besind jetzt ungefähr 30 deutsche Thaluzim Wässerung mit Gräben durchzogen. Die Hier. Uns behandelt man immer mit großer müssen jetzt fürdie kommende Regenzeit Hochachtung. „Die Deutschen können was, grade gemacht werden. Im Drangengarten sie werden dem Lande viel Nutzen bringen." arbeiten ungefähr 17 Chawerim*), 20 je- So stand es zwei Tage nach unserer Ankunst in den Zeitungen. Und überall hört man a«nofl«n; >il»4>i»d«r btt hapoci i)ajai( das Gleiche, von den Kolonisten ebenso wie 172