Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 2 (1920-1921)
- Issue
- Heft 9-10 (November 1920)
- Date
- 1920-11-01
- Page
- Seite 130 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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ruhen lassen in Lwigkeit." Daselbst schlachteten sie ein Schwein und brachten sein Mut in die heilige knalle. Als aber Jochanan den Mattithjahu, der Hohepriester, solches hörte, da ward er voll Zorn und Wut und sein Antlitz veränderte sich. Und er riet in seinem Herzen, was da zu tun wäre. Dann machte sich Jochanan den Mattithjahu ein Schwert, zwei Spannen lang und eine Spanne breit, und barg es unter seinem Kleide So Kam er nach Jerusalem, stand am Tore des Königs, rief den Pförtnern und sprach zu ihnen: „Ich bin Jochanan. der Sohn Mattithjahus; ich will vor das Angesicht NiKanors treten." Kämen die Pförtner und die Wächter und sprachen: „Der Hohepriester der Juden steht vor der Tür." Antwortete Nikanor und sprach: „Tr komme!" Also führte man ihn. vor Nikanor, und Nikanor sagte zu Jochanan: „Du bist einer von den Rebellen, die sich gegen den König empörten und nicht den Frieden und das Gesetz seines Reiches halten wollten!" Antwortete Jochanan: „Herr, es ist so. Doch jetzt komme ich vor dein Angesicht,- was du wünschest, will ich tun!" Sprach Nikanor: „Ist es also, dann nimm ein Schwein und schlachte es auf dem Altäre; dann wirst du königliches Gewand empfangen, auf des Königs Rosse reiten und sein wie einer von^den Freunden des Königs." - Antwortete ihm Jochanan und sprach: „G Herr, ich fürchte mich vor den Kindern Israel; denn wenn sie Horen, daß ich solches getan, werden sie mich zu Tode steinigen. Laß doch alle vor dir hinausgehen, sonst wird es n ■ri 'MM. '.+S HEMM m a h k ab ä e r > Schlacht tMter Holzschnitt) verraten." Da schickte Nikanor alle hinaus. Da erhob Jochanan den Mattithjahu seine Augen zum Himmel, betete zu seinem Gotte und sprach: „Mein Gott, Gott meiner Väter Abraham, Iizchak und Jakob, gib mich nicht in die Hand dieses Heiden; denn wenn er mich tötet, wird er hingehen und sich im Hause vagons, seines Götzen, 130