Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 2 (1920-1921)
- Issue
- Heft 7 (Oktober 1920)
- Date
- 1920-10-01
- Page
- Seite 111 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Teller tragen beim Leder, aber ich bin aus Gold oder Silber ist, nur aus gewöhnschon groß und kann es ohne Anstrengung . lichem Blech, und das doch für mich einen — aber wieder kommt ein kleines Fingergroßen Wert hat. lein und.will helfen: das ist mein kleiner Draußen an Meiner Wohnungstür ist öub. der auch schon mit beim Seder sitzt, quer über den Pfosten ein kleines Meck- Und hoffentlich wird er später auch meinen gehäuse genagelt, und mich haben schon alten zinnernen Teller einmal in Ehren viele Nichtjuden gefragt, weshalb ich es halten. Im unteren Fache stehen ein paar ■ an die Tür nagele und was es eigentlich mächtige, schwere silberne teuchteri jeden wäre. Ihr hättet es ihnen sicher so gut Freitag hole ich sie heraus, stecke zwei sagen können wie ich Das vlechding ist frische Nerzen hinein und zünde sie an, zu eine Mesusah, in der sich in hebräischer Ehren des Sabbats: Und mein vub weiß Sprache auf seines Pergament geschrieben , schon-, obwohl er noch so. klein ist, daß Sätze aus der Thora befinden, die Moses immer dann Feiertag ist, wenn die Nerzen einst vom Berge Sinai dem Volke Israel auf dem festlich gedeckten Tisch brennen, brachte. Jeden Tag, immer wenn wir und nicht dann, wenn die Menschen draußen auS- und eiNgehen, sollen wir uns beim Sonntag oder Ostern oder Pfingsten feiern. Anblick der Mesusah erinnern, daß wir Es ist ja leider für uns Juden jetzt sehr Juden sind und daß wir als Juden besonschwer, unsere jüdischen Feste wie wirkliche ders große Pflichten übernommen haben, Feiertage zu begehen, weil alles um uns das Gute zu tun und das vöse zu meiden, her arbeitet, wenn wir feiern wollen, und Das kleine Ving hängt auch im Innern weil wir selber dann feiern (d. h. nicht der Wohnung an jeder Türfüllung und arbeiten) müssen, wenn wir gar keine verdadurch fühle ich mein ganzes heim im anlassung dazu haben. Aber wenn. ..wir Zeichen des Judentums stehen. Und warum uns nur ein wenig Mühe geben, unseren ich die Mesusah von außen am Treppen- Festtag wirklich ganz anders zu begehen stur befestige? Das ist ganz einfach: wenn als die Tage vor ihm und nach ihm, unsere ein armer Jude Hilfe braucht, so läuft er jüdischen Feste hier im Abendlande als vielleicht in vielen Häusern viele Treppen Erianerungstage zu betrachten an unser auf und ab. und fürchtet sich, irgendwo früheres wirklich jüdisches Leben in Paanzuklopfen Aber wenn er an meine Tür läftina, dann werden gerade die Uinder kommt und die Mesusah sieht, dann weiß immer sehr tief spüren, daß sie jüdische er gleich: hier wohnen Juden, hier bin Kinber sind. , ich gut ausgehoben, hier wird man mir Nun sind die besten Schätze aus meinem Helfen.. Und er täuscht sich nicht: immer alten Kasten erschöpft, aber ich habe noch, ist hier, jemand bereit, zu Helsen, -soweit ein kleines unscheinbares Ding, das nicht er helfen kann. die den Krieg verherrlichen! „Du sollst ■j, nicht töten!" ist ein Gebot, das den Juden f zuerst gegeben wurde. Wer seine Kinder [1 im Spiel den Krieg lehrt, erzieht sie zur Gewalt und verhindert den Frieden! v » itML.M-.l'-.'Li.'l'Q Hl 0201010002050003040100000201020101020202235323015323535323230200530002020200000102020000025348230001020200100302000201050505090102