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Bar Kochba · 1920-10-01 · Heft 7 (Oktober 1920) · p. Seite 100

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
2 (1920-1921)
Issue
Heft 7 (Oktober 1920)
Date
1920-10-01
Page
Seite 100 (sequence 4)
Language
German
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(Eurem König erzählen, daß Ihr ihm den Tod wünscht und was Tuch dann geschieht, könnt Ihr Tuch denken!" Da waren der Walfisch und der Stint furchtbar erschrocken und sie baten den Fuchs, sie nicht ins Unglück zu stürzen. Tr möchte doch erlauben, daß sie ihn wieder an das Ufer trügen, und dort sollte er ihnen eines von seinen lferzen geben. Der Fuchs willigte ein, als er aber am Ufer war, sprang er davon und verschwand auf Nimmerwiedersehen. Der Walfisch ist heute noch darüber so zornig, daß er aus seinen Nasenlöchern ständig große Springbrunnen in die Luft bläst. Wenn aber jemand schlauer sein will, als ein anderer, und dabei hereinfällt, dann sagt man jetzt noch zu ihm: „(f), Du Stint!" Die Katze und die Maus Wenn die Köchin einmal ein Mäuslein gefangen hat, seht es euch recht genau an. Ihr werdet dann bemerken, daß es auf der Backe eine kleine Naht hat, grade als ob dort etwas geflickt worden ist. Zu dieser Naht ist die Maus in der Arche Noah gekommen. Bei der Schöpfung waren Katze und Maus gute Freunde, die nach Befehl Gottes zusammenhausen sollten, auch war die Maus ebenso groß wie die Katze. Die Maus war aber neidisch und ging heimlich zum Herrn, um die Katze schlecht zu machen. „t)err,'' sagte sie, „muß ich denn immer mit der Katze Zusammenleben? Ts könnte doch einmal fein, daß sie mir alles wegfrißt und ich hungern müßte." Da wurde Gott zornig und sprach zur Maus: „Weil du die Katze ohne Grund verleumdet Haft, soll jetzt die Katze deine Feindin werden, und ihre Nachkommen sollen deine Nachkommen fangen und fressen." Da ging die Maus fort von Gottes Angesicht und dachte: „Ich will schnell die Katze totbeißen, ehe sie mich frißt," und biß die Katze in den Kopf. Die aber wehrte sich und besiegte die Maus. Don da an kamen die Mäuse immer als ganz kleine Tiere zur Welt. Ms nun die Sintflut kam, und Noah von allem Getier je ein paar in die Arche nahm, gebot er ihnen, Frieden untereinander zu halten. Wie nun eines Tages die Katze neben der Nlaus faß, dachte sie sich: „Meine Mutter hat die Mutter dieser Maus gefressen, warum soll ich sie nicht verzehren?" Und sie wollte sie fangen. Die Nlaus aber entfloh, lief durch die ganze Arche und die Katze immer Hinter ihr her. Die Maus fand kein einziges Loch, um hineinzuschlüpfen, so gut hatte Noah die Arche gebaut. Als sie aber in höchster Not war, öffnete Gott selbst ihr ein Löchlein, in dem sie sich bergen konnte. Die Katze wollte sie dennoch fangen und steckte eine ihrer Krallen in das Loch. Da schrie die Maus, und wie sie so ihr Mau! aufsperrte, faßte die Katze mit der Kralle hinein und 100

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