Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 2 (1920-1921)
- Issue
- Heft 6 (September 1920)
- Date
- 1920-09-01
- Page
- Seite 92 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Jugendleben omjjn "N (Ein j ü d i scher Jugend tag (Fortsetzung und Schluß.) tim andern Morgen war „Spielwiese". stehen, schlugen mit den Flügeln und Alles zog hinaus aus einen großen freien zischten empört. Dann ließen sie sich aus Wiesenplan, und dort wurden die verdem Wasser nieder und waren wieder ganz schiedensten Wettspiele veranstaltet, vor gewöhnliche Gänse. -Ahr Hüter war ein allem wurde „Völkerball" gespielt. Zwei kleiner Junge mit einem großen Stock, gleich starke Parteien stellen sich einander der eine Jacke trug, an der wären mehr gegenüber, zwischen ihnen ist ein Mal, Löcher als Stoff. Wir nannten ihn den das vön ihnen nicht überschritten werden Gänsemajor. darf. Nun begiiE die eine Partei einen Hm Nachmittag dieses Tages war in große» Lederball in das Lager der andern Wandersleben, einem Nachbardorf, eine zu schleudern. Der voll muß gefangen Versammlung der Mattweißen, denn in werden, wer ihn fallen läßt oder von ihm Mühlberg gab es keinen genügend großen getroffen wird, ohne zu sangen, muß zur Saal, Als wir abends von dort heimandern Partei übergehen. Sieger ist die kehrten, marschierten vor mir her aus der Partei, welche der andern alle Kämpfer Landstraße ein paar Mädels, die sangen weggenommen hät^ Das Spiel wurde mit ein seines hebräisches Marschlied, das ich großer Begeisterung gespielt, besonders auch noch nie gehört hatte. Ich sprach sie an von den Mädels, unter denen sehr gute und wir wurden sehr schnell gute Kameraden. Spielerinnen waren. Außerdem wurde um Sic waren aus Kattowitz und Gleiwitz, die Wette gelaufen, Speer geworfen, ge- und das muß eine sangesfreudige Gegend rangen und - gefaulenzt., Denn viele sein, denn ich habe noch nie so viel Lieder sahen nur zu und .^aalten" sich im Gras, hintereinander gehört wie von ihnen. Th Währenddes muhten sich im Dorfe die wir es uns versahen, waren wir kurz vor zurückgebliebenen „Köche", etwas Rechtes Mühlberg. Ts war eine schöne, mond» sür das Mittagessen zustande zu bringen, klare Nacht, und plötzlich kamen wir aus Ich hatte mich bei den Konstanzern zu den Gedanken: wir klettern aus die Mühl- Gaste geladen. Sie hatten ihre Feuerstelle bürg und erwarten dort den Sonnenausam Nande eines vaches eingerichtet, der in gang. Über das Klettern war nicht so einem Bett mit ziemlich steilen und hohen leicht. Der Berg war steil und glatt, als vöschungen floß. Wir lagerten kurz vor wir fast oben waren, rutschten wir ab und einer viegung. plötzlich erhobt sich ein indem wir einander Helsen wollten, kullerten furchtbarer Lärm und um die Ecke kamen die meisten gemeinsam den halben Abhang ein Dutzend Gänse gefegt, die weißen wieder hinunter. Flügel weil, ausgebreitel und mit yhren- Endlich waren wir doch oben. Da lag betäubendem Geschnatter. Als wollten sie im Mondschein die Landschaft so ruhig und einen Angriff, aus unfern Neistops unterfriedlich, daß uns ganz feierlich zu Mute nehmen, kamen sie angebraust. AIS sie wurde. Am Horizont flimmerten irgendwo uns aber sahen, blieben sie ganz verdutzt die Lichter von Arnstadt und Gotha. Die 92