Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 2 (1920-1921)
- Issue
- Heft 4 (August 1920)
- Date
- 1920-08-01
- Page
- Seite 59 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2276426-2276451-2276455--473-2277020- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Vohnhöhlen sind von größter Einfachheit, ersten Jahrtausend unserer Zeitrechnung Letten,- Tische, Stühle gibt es nicht, nicht wohnen. Schon Maimonides hat sie aus einmal Truhen, um die geringen habselig, seiner Wanderung nach Kairo besucht freiten aufzübewahren. In der Dämmerung, und beschrieben, freilich in keinem besonders die das nur durch die Höhlenöffnung feitgünstigen Licht. In Dscherba scheinen sich sich einfallende Tageslicht verlieh, sah ich, viele mit dem Sckreiben von Gebetrollen daß rings um die höhlen meterbreite zu beschäftigen, wenigsten sagt« man mir Zelshänke angeordnet sind, die gleich beim in den meisten Synagogen, die ich in den Graben der höhlen stehengelassen werden. Wüsten ländern besuchte, daß sie von dort Auf ihnen liegen Matten, aus zähem bezogen wurden. halfagras von den Weibern selbst ge. vor dent Bibetschrank stand ein hoher flochten, und das sind die Betten. Im Lctschemel, an dessen oberen Land Hintergrund stehen einige große Tongefäße mehrere silberne Kugeln in der Form von zur Aufbewahrung von Wasser und Feld- Granatäpfeln steckten. Sie sind das Symbol früchten, steinerne Handmühlen zum Mahlen der Zrüchtbarkeit. der Getreidekörner, vprn Spinnrocken und Anscheinend geht es den jüdischen höchst einfache Webstühle. Troglodyten gar nicht schlecht. Sie sehen In einem der wohnkrater traf ich den wohlgenährt aus und vertragen sich mit Labbiner des Grtes mit seiner Familie ihren Nachbarn, den Berbern, viel besser, und denen seiner Söhne. Er versieht vorals jene in Marokko mit den Arabern, trefflich hehräisch, las uns aus einem Luch, Tagsüber. arbeiten sie hier, wie in den das hebräisch gedruckt war, vor. und eriripolitanischen Iudendörfern. auf dem zählte, seine Zamile wäre schön seit vielen Kratergrund, die vcdarfsartikel der Berber, Generationen hier ansässig. ° > die nur Hirten und Ackerbauer, aber keine Auf meinen Wunsch führte mich der Gewerbetreibenden sind, und gehen mit Nabbiner nach der Synagoge nebenan, eintretender Dunkelheit zur Luhe. Lampen Tine höhle in der Bergwand mit direkt und Kerzen habe ich nirgends gesunden ins Freie führender Tür. Bänke, aus dem auch nicht Papier, Tinte, Zeder, und Zeisen gehauen, ringsum, mit Matten nur die aller spärlichsten abendländischen bedeckt, auf denen zerlesene Gebetbücher Artikel täglichen Gebrauchs. Zeitweilig in hebräischer Sprache, umherlagen. Die ziehen die Juden, ihre Maultiere mit jüdischen Troglodyten können.also hebräisch allerlei selbstangefertigten Handelsartikeln lesen, wenn sie es auch nicht sprechen, und bepackt, zu den benachbarten Lerberin der Tat ist hebräisch der einzige Gegenstämmen in der wüste, um Handel stand, den der Labbiner den Kindern beizu treiben. Kommt die Zeit der Land? bringt. - wie er, so haben es seine vorarbcit auf den spärlichen, durch Duellen fahren, durchwegs Labbiner, vor ihm oder künstliche Brunnen bewässerten Talgetan, so wird es auch sein Sohn und flecken, dann sind sie für die Berber auf Enkel tun, denn die Labbinerwürde scheint den Feldern, oder in den tfliiven- und bei den Troglodyten. in vielen Zöllen erb- Palmenhainen , tätig. . Der Samstag wird >:ch zu sein. Im Hintergrund der Synagoge aber auch von den Berbern geachtet, war in den Felsen gehauen der vibelschrank, wenigstens was die Menschen betrifft. Die mit GebetroUen auf Pergament geschrieben den Juden gehörigen Maultiere werden und in silbernen Hülsen. Sic stammen aber auch Samstags in den Dienst geaus der „großen Hara", dem hauptort preßt, denn die Berber sagen sich, wenn der Insel Dscherba im Golf von Gabes, die Juden Sabbat feiern, so brauchen er wo viele Tausende von Juden seit dem doch nicht ihre Maulesel zu tun! 59