Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 2 (1920-1921)
- Issue
- Heft 3 (August 1920)
- Date
- 1920-08-01
- Page
- Seite 42 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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flu $ dem wund er re ich de r T e ch n i k Lin elektrischer Spion während der Krieger sind bei allen abzulauschen,, sie sozusagen aus dem Draht dämpfenden Nationen eine große Anzahl zu „stehlen". Vas schien unmöglich, denn von Erfindungen gemacht worden die in wie sollte man ein Gespräch mithören, ohne ihren Leistungen ganz erstaunlich sind. Die die Möglichkeit zu haben, sich in die bemeisten von ihnen dienten unmittelbar der treffende Leitung einzuschalten. Und doch Zerstörung, manche aber können ini Frieden hat man es möglich gemacht, erst recht fruchtbar gestaltet werden, hierzu Es gelang auf Grund folgender Tätgehüren vor allem die Erfindungen auf fachen, wenn ein Leitungsdraht nicht ganz dem Gebiete der Nachrichtenübermittlung tadellos isoliert ist, so geschieht mit dqm und des Verkehrswesens. Die Entwicklung, Strom etwas ähnliches wie mit dem Wasser welche die drahtlose und die Erdtelegraphie, in einem nicht ganz tadellosen Schlauch: er dar Flugwesen, dar Licht- und Schallmeß- „tröpfelt." Es strahlt ein Teil des Stromes wesen während des Krieges genommen aus der Leitung aus und verbreitet sich in haben, gestatten, uns heute, von den im der umgebenden Schicht, in der Luft, der Erde Läufe dieser Zeit geschaffenen neuen Appa- oder dem Wasser. Der Elektriker sagt, es raten und den Verbesserungen alter friedbildet sich um .den Leiter ein „Kraftfeld." liehen Gebrauch zu machen. . —: Dieses Kraftfeld ist z T. sehr groß, bei Die meisten technischen Erfindungen Schwachstrom, wie er im Telefon fließt, wurden während des Krieges streng geheim ungefähr 4-5 km im Umkreis. Nur find gehalten. Zu ihnen gehört ein wunderin diesem Kraftfeld die Ströme ganz unbarer Apparat, den ich selbst fast ein Jahr endlich schwach und mit gewönsichen Appa- . lang bedient habe und den man am besten raten gar nicht wahrzunehmen. als den ..elektrischen Spion" bezeichnet. Im Nun gibt es „vollkommen" isolierte deutschen Heer hieß er nach dem Crbauer Leitungen gar nicht, und ganz gewiß nicht der „Arendt-Apparat", und die Truppenim Krieg. Dort war ein großer Teil der teile, die ihn bedienten, hießen „Ara" Leitungen überhaupt nur „blanker" Draht, fArendt-Abteilung) und „Asta" (Arendt- und mit dem isolierten wurde so um- Station). Die Franzosen nannten ihn „le gegangen, daß kleine Verletzungen unpkönomen", also eigentlich „die wundervermeidlich waren Da sprang der Leitungssame Naturerscheinung", und dieser Name leger mit der Spule aus dem Kücken über ist nicht unberechtigt. Granatlöcher und andere Hindernisse, der Der Apparat diente zum Ahhören feind- Draht lag direkt auf dem voden, Soldaten sicher Telefongespräche und des erdtelegrastiefel und pserdehufe traten darauf herum, phischen Verkehrs. Es war natürlich sehr die Granatsplitter taten das ihrige und wichtig zu wissen, was der Feind vorhatte, wenn ein Draht erst einmal geflickt ist. Darum lagen in jeder Nacht Horchposten vor kann von „tadelloser" Isolierung keine denfeindlichenGräben.aberwaslieerlauschen Kede mehr sein. Jm Feld „tröpfelte" also konnten, war im allgemeinen zu wenig jeder Draht, lagen in der Erde unendlich und zu unwichtig. Das Bedeutungsvolle viele „Kraftfelder" und wenn man nur wurde am Telefon gesagt, in sicheren Unterentsprechend seine Appara,te hatte, konnte , ständen, bis zu denen man keine horchman bis zu 4 km vom benutzten Draht Posten vorschicken konnte. Man mußte noch den Sprechstrom auffangen, der hinschon versuchen, die Telefongespräche selbst durchlief. 42