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Bar Kochba · 1920-08-01 · Heft 3 (August 1920) · p. Seite 36

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
2 (1920-1921)
Issue
Heft 3 (August 1920)
Date
1920-08-01
Page
Seite 36 (sequence 4)
Language
German
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würde, sei Saul erst gezüchtigt, und verfolgten uns bis in die Lerge. Es sind ihrer zu viele!" ..Die Leute schmachten," sagte Joab, „längst leiden sie Mangel am Nötigsten." David wandte sich ab: „Nuch mich dürstet." Einen Nugenblick lang schwiegen die Männer. Sie standen in dumpfer Verzweiflung. Sie neideten Saul den ehrlichen Kampf gegen den Erbfeind, an dem sie. die verstoßenen, nicht teilnehmen durften. Sie sahen den gräßlichen Tod des verdurftens vor sich oder das schmähliche Ende des Räubers in den Spießen der erbitterten Lauern. Da trat Joab vor Ihm war, als rauschte um ihn gewaltiger Flügelschlag. Dar war Gottes Hand, die ihm den Weg wies, der ihn über David hinweg zum Lichte führen sollte. „Ich werde Wasser holen," sagte er, warf den ledernen Schlauch auf die Schulter und schritt, ohne der anderen zu achten, den Berg hinab. Als er die Straße nach Bethlehem erreicht hatte, hörte er Männer hinter sich; es waren Nsahel, sein Bruder, und Naharai, sein Waffenträger, den er liebte wie sein Leben. In der . Ferne glänzten die Wachtfeuer der Philister. Die drei, den Speer in der Faust, schlichen im Schatten der Therebinthen heran, unhörbar, mordlustig, und mit allen Sinnen nach denen spähend, die ihnen Widerstand leisten würden. In der Nähe rasselte es wie die Schuppen eines Harnischs, die sich aneinanderrieben. Joab schnellte empor, dann dröhnte der Loden von dumpfen Fall. Die drei krochen weiter. Ein dichtes Gebüsch nahm sie auf. Sie harrten und lauschten und spähten hinunter zu den zahlreichen Feuern, an denen Bewaffnete auf und nieder gingen. Ein schwerer Duft stieg zu ihnen empor von valsam und Myrrhen, ein Schreien und Jauchzen aus blütenüberdeckten Gebüschen, der scharfe Geruch und das wilde Schnauben der Pferde, die von ägyptischen Lüben bewacht, des Tages harrten, an dem sie an der Deichsel eiserner Sichelwagen über die Leiber schreiender Feinde Hinwegrasen wurden. Lrennrote Rosen im haar, huschten vom Feuer ins Dunkel phönizische Tänzerinnen: goldene Ringe klirrten an ihren Ohren und zierliche Ketten an ihren Füßchen: sie sangen und trällerten und wanden sich im Kreise der Krieger wie glitzernde Schlangen, schön und gefährlich. Nus weinrauhen Kehlen stiegen gröhlende Lieder, aus goldenen Dechern, Jrkob; Gotte entwendet. perlte des Weines Ueberfluß auf lyrischen Purpur und auf die köstlichen Teppiche, die sonst die Seite judäischer Fürsten schmückten. Jetzt. 36

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